min. Strombezüge - Anbieterwechsel

  • Hallo,


    ich trage mich zur Zeit in Gedanken, die Bezugsseite meiner Volleinspeiseanlage zu einem anderen Anbieter zu übertragen, da ich die Grundversorgungskosten (Abzocke) sparen möchte und mir die Schlichtungsstelle auch in den Rücken gefallen ist.


    Im letzten Jahr habe ich die Kfz Versicherung für mein altes Auto gewechselt, bekam 100 Euro Bonus bei 44 Euro Jahresprämie, hat hier geklappt.


    Nun habe ich mal bei Verivox den Stromverbrauch mit 5 kw/h angegeben und mir das ausrechnen lassen, Ergebnis war, 70,86 Euro an Kosten - 100 Euro Neukundenbonus - fast 30 Euro Ersparnis.


    ... ob das so durchgeht?


    Freue mich auf Rückantwort.


    Mike


  • Hallo Mike,


    ich wünsche Dir viel Glück bei deinem Vorhaben. Habe diese Thematik über 2 Jahre beackert, mit EON und Schlichtungsstelle. Heute bin ich zufrieden und ich will hoffen,dass das so bleibt. Ich betreibe eine PV Anlage, Volleinspeisung mit einem Zweirichtungszähler. Mein rundumsorglos Paket kostet mir Jahr einschließlich Abrechnung 66,47 € netto. Die Zählerstände teile ich dem Netzbetreiber online mit und fertig ist die Kiste.


    Sonnige Grüße


    braunerbaer

  • Vorab: Energie wird in Kilowatt mal Stunden= kWh Kilowattstunden gemessen.


    Ich sehe in dem Ansinnen den grundsätzlich falschen Ansatz hier eine regulären Strombezug für Haushaltskunden anzuerkennen.
    Stromanbieter dürften, wenn das auch einmal klappen sollte, an solchen Kunden kein Interesse haben. Ärger wegen der Prämie wäre ohnehin vorprogrammiert, wenn diese die Kosten übersteigt.


    Für mich gäbe es daher nur zwei Optionen. Hart bleiben. Oder die Messung wie vorgeschlagen umbauen. Dann fallen keine 70 Euro im Jahr für die 5 kWh an sondern 1,50 Euro. Und die Schlichtungsstelle will ja hierfür eine Kostenbeteiligung der Gegenseite vorschlagen.


    Danach kann man dann ja versuchern, für die 5 KWh keine Stromsteuer zahlen zu wollen.

  • Hallo zurück,


    ich bin vielleicht ein bisschen "blöd", verstehe ich doch nicht den Sinn des Umbaus, wonach ich dann aus der Grundversorgung (Zählermiete) herausfallen sollte.


    Würdest Du mir das bitte noch einmal erklären, was ich umbauen lassen müsste und warum dann plötzlich alles anders wäre.


    Gruss
    Mike


  • Dazu noch voab einige Fragen, wie groß ist die Anlage? Speist sie über den Hausanschluss ein oder über ein separates Kabel? Oder ist sie sogar an einem Standort wo du keinen Strom beziehst?

  • Hallo,


    21,6 kwp, über Hausanschluss.


    Strom beziehe ich über einen anderen Zweirichtungszähler mit 2014er Anlage, welche auf Eingenverbrauch eingestellt ist.


    Gruss
    Mike

  • aha, also alles an einem Hausanschluss.


    Dann müsstest du mit folgender Messanordung zurechtkommen:




    Hat deine 1014er Anlage (EA2) keinen Erzeugungszähler kann der Zähler Z3 entfallen. Z2 hängt bisher auf der anderen Seite des Zweirichtungszählers Z1 direkt am Netz und kann künftig ein rücklaufgesperrter Einrichtungszähler sein.


    Kaufmännisch bilanziell ist die mit Z2 gemessene erzeugte Energie der Altanlage die Volleinspeisung. Die gesamt eingepeiste Energie mit Z1 gemessen minus der mit Z2 gemessenen Energie ist die Einspeisung aus der 2014er Anlage. Der Bezug der Altanlage wird nun über den Zweirichtungszähler mit dem allgemeinen Bezug miterfasst. es gibt nur noch einen Zähler über den Strom bezogen werden kann.


    Letzendlich ist es nur ein Umklemmen des alten Einspeisezählers auf die andere Seite des Zweirichtungszählers der 2014er Anlage.

  • Hallo zurück,


    vielen Dank für Deine Info mit der Grafik.


    Ich habe mir das zig mal angesehen, verstehe es aber trotzdem nicht (blöd?).


    Ich habe bei mir im Schrank 2 Stück Zweirichtungszähler (Anlage 2010 und Anlage 2014) - der 2014er Zähler ist auch der Bezugszähler mit Eigenverbrauch, bei der 2010 Anlage ist im Bezug ca. 1 KW pro Jahr.


    Dann habe ich noch einen 3. Zähler (das ist meiner), ein ungeeichter Ferraris Zähler ohne Rücklaufsperre, der misst die gesamte Menge an entnommener Energie (nur für mich).


    Im Zählerschrank ist somit kein Platz mehr.


    Wenn ich nun Bezug auf der 2010er Anlage habe, dann würde doch auf der Anlage auch Eigenverbrauch von der 2010er Anlage anfallen, welcher vergütet werden muss mit 0,22 Cent oder so?


    Ich verstehe auch nicht, warum bei diesem "Umklemmen", dann plötzlich ein Einrichtungszähler verwendet werden kann und jetzt nicht.


    Ich hoffe noch einmal auf Deine Hilfe, kann Dir auch ein Foto vom Zählerschrank senden.


    Mike

  • Es ist ja kein weiterer Zähler erforderlich. Nur eine Umverdahtung. Danach hängt nur noch ein Zähler am Netz, der den Bezug der Volleinspeiseranlage mit erfasst, weil diese auch dahinter hängt. Es gibt nur noch eine Bezugsmessung. Den Verbrauch der Bestandsanlage als Unterverbrauch braucht nicht gemessen zu werden. Daher reicht da ein Einrichtungszähler.
    Oder hat die 2014er Anlage über 10 kW und braucht noch einen Erzeugungszähler? Den müsstest du dann aber auch schon haben. Ansonsten ist der nciht erforderlich.


    Eine Frage hab ich noch Warum hast du die 2010er Anlage in Volleispeisung betrieben? Das EEG 2009 hat doch den Eigenverbrauch besonders gefördert.