Winter-PV-Anlage

  • Hallo zusammen,


    mein Name ist Dirk und ich lese schon einige zeit mit. Ist alles sehr interessant.


    Mich interessiert besonders die Autarkie. Nun ist es ja so, das ich im Sommer eh zuviel Strom erzeuge wenn ich mir eine entsprechende PV Anlage anschaffe. Dazu müsste man natürlich noch einen Batteriespeicher anschaffen. Im Winter aber habe ich dann in der Regel zu wenig erzeugten Strom. Wenn ich aber möglichts Autark über den Winter kommen möchte muss ich doch meiner Meinung nach die Anlage anders auslegen als wenn ich den maximalen Ertrag erhalten möchte. Wie müsste den die optimale "Winter-PV-Anlage" aussehen?


    Dünschichtmodule?
    Flache Neigung?
    Nachgeführte Systeme? ( für mich wohl eher unwarscheinlich, da meine Frau sowas nicht im Garten haben will)
    ...


    Ich freue mich auf eure Vorschläge. Es geht mir noch nicht um die konkrete Auslegung sonder um die generellen Fragen.
    Gruß
    Dirk

  • Wenn Du im Winter mehr über die Solaranlage ernten möchtest, muss diese auf der Südhalbkugel aufgestellt werden.

  • Hallo Dirk,


    Du hast auch im winter ein Auslegungsproblem wenn du keinen Tracker hast.


    Wenn die Sonne scheint ist eine steile Anlage besser als eine flache. Wenn aber ein trüber Wolkenverhangener Tag ist dann ist eine Flache Anloage besser weil die fläche die senkrecht in den Himmel "schaut" größer ist.


    Und für den Winter muß die Anlage immer größer sein um einigermaßen Ertrag zu bekommen.


    Ich habe eine 9.25 kWp Anlage und einen Haushaltsstromverbrauch von knapp 4000 kWh trotzdem gab es in den letzten Wochen oft Tage wo keine 5 kWh am Tag erzeugt wurden. Um auch im winter meinen Haushaltsstrom zu erzeugen müßte die anlage bestimmt 3x so groß sein und dann bräuchte ich noch einen Speicher.


    => bei uns nicht vernünftig realisierbar.



    Django

  • 100 % Autark


    Das ist mal ne Aufgabe. Wirtschaftlich nur mit PV / Speicher eher nicht möglich.


    Aber, in Verbindung mit PV / Speicher und Blockkraftheizwerk kann das gehen, bzw. gibt es das wohl.


    Schönes Wochenende


    Buchonia

  • Zitat von hofeBY

    Wenn Du im Winter mehr über die Solaranlage ernten möchtest, muss diese auf der Südhalbkugel aufgestellt werden.


    Da fehlt wohl der Smiley :roll:
    Wenn du im Winter moeglichst viel Ertrag haben moechtest musst du die Anlage recht steil aufstellen, da die Sonne ja nicht sehr hoch ueber dem Horizont steht. Etwa 60 Grad waeren anzustreben.
    Ausserdem muss die Anlage zwingend genau Richtung Sueden gucken, da die Sonne ja im Winter im Suedosten aufgeht und im Suedwesten unter.
    Autark wirst du trotzdem nur werden wenn die Anlage absurd gross wird, da es hier im Winter einfach zu lange Schlechtwetterperioden gibt.
    Oder du hast noch weitere Energiequellen zu Verfuegung, ein Bach mit ausreichend Gefaelle waere ideal...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Danke schon mal für die Antworten,


    100% autark wird ohne BHKW wohl kaum möglich sein. Das ist richtig. Aber so viel wie möglich ist mein Ziel.


    Die steil aufgestellten Module Richtung Süden sind natürlich bei Sonnenschein gut. Aber nun schein im winter leider eher selten die sonne. Müstte man dann nicht die Module möglichst flach ausrichten, damit sie das defuse Licht auffangen?


    Wie sieht es denn mit Dünnschichtmodulen im Winter aus?


    Gruß
    Dirk

  • Hallo
    Du schreibst, daß dich besonders die Autarkie interessiert. An dem Punkt war ich auch mal.
    Bei mir hat es so funktioniert: Wasserbett, alte Kühlgeräte usw entsorgt, LED´s nur da, wo oft Licht
    an ist ,um erstemal die Jahres-kWh`s runterzukriegen.(Wasserbett hat viel gebracht).Als nächstes musst du
    schnell Dünnschicht,Flache Neigung usw vergessen. Deine Verbräuche kenne ich zwar nicht, aber dein Dach und Garten
    sind zu klein für Winterautarkie, behaupte ich einfach mal eben so. Mit Dünnsch... sowieso.
    Als nächstes adäquate PV, Speicher netto für 1-2 Tage, gern grösser, und Micro- bzw. Mini-BHKW für winterliche
    Batterieladung und Warmwasser.
    Zu meinen 3500-4000 kWh/a muss ich Ca. 100-200 von den Stadtwerken zukaufen( kostet eine davon dann richtig
    Geld wg. Grundgegühren :| )


    msG Thomi


    PS.: wenn du son ein Projekt beginnst, unterschätze niemals den Suchtfaktor :mrgreen:

    Irgendwann,wenn ich weiss wie es funzt, entsteht hier eine Signatur.

  • Zitat von Litti

    Die steil aufgestellten Module Richtung Süden sind natürlich bei Sonnenschein gut. Aber nun schein im winter leider eher selten die sonne. Müstte man dann nicht die Module möglichst flach ausrichten, damit sie das defuse Licht auffangen?


    Quer denken ist immer gut, man muss nur damit rechnen dass es meistens nicht klappt :P


    Ich habe eine Anlage mit 6,75 kWp und 60 Grad Neigung sowie eine mit 9,88 kWp bei 13 Grad, da werde ich Ende des Winters mal auswerten wie oft/lange bei Autarkie und einem entspr. Akku das Licht aus geblieben waere...

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Hallo Kassi,


    deine Wintererträge würden mich ja brennend iteressieren.
    Kenn jemand genaue auswertungen für den Winter?