Marktintegrationsmodell mit Eigenstromnutzung

  • Hallo zusammen!
    ich habe eine Frage bzw. eher eine Verständnisfrage:
    Und zwar laufen größere Anlagen bis 500 kW nach dem EEG unter dem Marktintegrationsmodell und müssen deshalb Direktvermarktet werden. Ab dem Jahr 2016 gilt das für Anlagen schon ab 100kW.
    Ausgangspunkt: eine Anlage mit 350 kW ab dem 2.1.2016 betreiben und möchte selbst Eigenstrom nutzen (Energieverbrauch ca. 125.000 kWh/a).
    Wie wird das nun berechnet? Werden die 100 kW von 350 kW abgezogen weil diese ja sozusagen "frei" sind. Sprich es bleiben dann 250 kW übrig. Von diesen wird dann der Eigenstrom abgezogen. Und den Rest der dann noch übrig bleibt wird ins Netz eingespeist und zu 90% vergütet? Stimmt dieser Gedankengang oder liege ich völlig falsch?


    Danke für euere Hilfe! Im Netz konnte ich dies bezüglich keine eindeutige Meinung finden!

  • :?: MIM und Direktvermarktung sind zwei verschiedene Dinge, MIM gibt es für neue Anlagen seit dem 1.8.2014 nicht mehr.
    Was du mit "frei" meinst, verstehe ich nicht. Neue Anlagen über 100kWp müssen ab 1.1.2016 direkt vermarkten und zwar alles, nicht nur die Menge über 100kWp.
    fast OT: es geht aber nciht um eine Freifläche? Da müßte man in die Ausschreibungsbedingungen schauen, ob Direktverbrauch überhaupt erlaubt ist.

  • okay also muss die komplette Leistung von 450kWp direkt vermarktet werden. Und wie gestaltet sich das mit der Eigenstromnutzung? Wie wird das dann am Ende berechnet?
    Nein es ist nur eine Überlegung und hat nichts mit einer Freifllächenanlage zu tun :)
    Danke für deine Hilfe!

  • Was gar nicht ins Netz gelangt, geht natürlich vorher ab.
    §20 EEG2014

    Zitat

    (3)
    Unbeschadet von Absatz 1 können Anlagenbetreiber jederzeit
    1. ihren Direktvermarktungsunternehmer wechseln oder
    2. den Strom vollständig oder anteilig an Dritte veräußern, sofern diese den Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Anlage verbrauchen und der Strom nicht durch ein Netz durchgeleitet wird.


    Dafür gibt es dann natürlich keine Marktprämie ;)


    Bezüglich EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch ist darauf zu achten, daß der Betreiber der Anlage identisch mit dme Nutzer des Stroms ist, also auch keine Tochter-/Schwester-/...-Gesellschaft, sonst fällt statt (2016) 35% 100% der Umlage an.