Batterie und Photovoltaikanlage für ein altes Wohnmobil

  • Eine Frage an die Spezialisten
    Ich suche für unser recht altes Wohnmobil eine neue Versorgungsbatterie. Der zur Verfügung stehende Platz ist ca. 330x330x300 (BXTXH) ein Entgasungsschlauch ist vorhanden. Das Wohnmobil ist mit einem automatischen aber alten Ladegrät CALIRA 507a (7A max Ladestrom, Abschaltung 14,4 Volt Wiedereinschaltung 12,8 Volt) ausgestattet welches jedoch keine Möglichkeit hat auf AGM oder GEL Batterien umgestellt zu werden. Zusätzlich ist ein Batterie-Trennautomat Tremat TS45 installiert der einerseits bei Motorstillstand den Kühlschrank auf 12V abschaltet weiters wird bei Erreichen einer Ladespannung von 14 Volt auch die Starterbatterie mitgeladen, bei 12,5 Volt abgeschaltet. Die Verbraucher sind Pumpe und Licht ca. 3ooWh/Tag und Kompressortruhe 500Wh/Tag.
    Geplant ist eine Solaranlage mit 150 Watt und einem Steca PR1515 Regler der auf die verschiedenen Batterietypen einstellbar ist. Ich möchten den zur Verfügung stehenden Platz 330X330X300 mit einer möglichst hohen Kapazität und der richtigen Batterie ausnutzen könnt Ihr mir weiterhelfen?



    Danke schon Vorab


    Martin Lederer

  • Bei dem Tagesverbrauch wären bei 50 % Entladung mindesten 160 Ah nötig, besser mehr um mehr als einen Tag durchzuhalten. Auch sind 150 Watt PV zu wenig für den Tagesverbrauch. 200 W oder besser 250 W sollten es schon sein. Dann reicht es im Sommerhalbjahr ungefähr im Schnitt. Der durchschnittliche Tagesertrag in Wh ist ungefähr 3 x Wp.


    Das Format ist aber ziemlich ungünstig für Blei. Die nahezu quadratischen Natoblockbatterien (284x267x230) haben leider nur maximal 125 Ah und sind nur als AGM/GEL zyklenfest. Die sollten aber mit Deinem Ladegerät nicht geladen werden.


    Ich sehe leider momentan keine befriedigende Lösung mit Blei.


    Eine Lösung mit LiFePO4 mit 8x 100Ah Zellen, also insgesamt 12,8V/200Ah wäre denkbar, ist aber natürlich ein Vielfaches teurer. Außerdem erfordert es intensive Beschäftigung mit dem Thema.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Hallo Holter, Egn vielen Dank für die schnellen Antworten wo könnte ich die genannten Trojan TMH beziehen und sind diese für mein Ladegerät geeignet bzw. was passiert wenn ich einen GEL Akku verwende z.B. diesen hier der würde vom Format gut passen "Sonnenschein GEL 12 V / 130 Ah Versorgungsbatterie Boot Caravan Reha Solar USV "


    Würde ein GEL mit dem Ladegerät zu wenig geladen und wenn ich den Solarregler auf GEL einstelle die Autobatterie überladen?


    Ich lerne vielen Dank

  • Bei Gel/AGM besteht bei hohen Temperaturen im Sommer dass diese überladen werden. Schon bei 30° C dürfte die Ladespannung schon nur mehr etwa 14,16 V betragen. Und im Wohnmobil kann es da wo die Batterie eingebaut ist noch etwas wärmer sein als die Schattentemperatur draußen.


    Hinzu kommt das Problem dass die 130 Ah bei Deinem Verbrauch nicht reichen wenn mal nicht so viel Sonne scheint. Das Problem ist die Komprossorkühlbox. Wenn die nicht wäre wäre es wahrscheinlich ok.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Wenn in eine Richtung mehr als 33cm möglich ist, also 34, 35 oder gar 36cm, dann wäre die Auswahl deutlich größer.
    Die Trojan gibt es zum Beispiel in folgendem Laden:
    https://www.online-batterien.d…fuer-Traktionsanwendungen
    Ich kenn den Laden nicht, das hat nur die Suchmaschine ausgespuckt. Wenn die Batterie nicht passt (168mm steht im Datenblatt auf der Herstellerhomepage, 171mm im Onlineshop), dann müsstest Du unten die Haltenasen abfeilen, dann sollte sie eigentlich passen:
    http://www.trojanbattery.com/p…MH_Trojan_Data_Sheets.pdf