Schlechte Leistung der Anlage - Schadensersatz über Anwalt

  • Hallo alle zusammen,
    wir haben ein kleines Problem mit der Leistung unserer Anlage. Wir haben seit 08/2011 eine 10,29 Kwp Anlage auf dem Dach. Unser Monteur hat uns eine Leistung von 9.560 kw pro Jahr prognostiziert.
    Im Jahr 2012 hatten wir auch noch "Erfolg" mit 10.150 kw, doch seitdem nimmt der Ertrag der Anlage immer weiter ab. Klar, das Wetter ist nicht immer gleich bla bla, aber wenn man über 1000 kw von der Pronoseleistung liegt und auch unter der Garanieleistung, dann kann irgendwas nicht stimmen.
    2013 waren es nur noch 8.572 kwp, 2014 8.282 und dieses Jahr sind wir gerade mal bei 7000. Wir hatten zwar auch 63 Tage lang ein defektes Modul aufm Dach wodurch die Leistung der Anlage geschwächt wurde, aber jetzt funktionieren alle wieder.
    Jedoch läuft die Anlage immer noch sehr schlecht. Der Spitzenwert bei schönstem Wetter ohne Wolken und jetzt auch kälteren Temperaturen geht über 5,0kw nicht hinaus. Im ersten Jahr waren wir da immer bei ca 8,0 kw und der Lüfter des Wechselrichters wurde mitm Kühlen gar nicht mehr fertig...


    Hat jemand zufällig einen Anwalt bei der Hand, der sich mit Vertragsrecht hinsichtlich PV-Anlagen auskennt? Am besten im oberbayerischen Raum.


    Unser Monteur druckst nämlich immer nur herum und vertröstet uns immer wieder und sagt, man könne das schon genauer Ausmessen, aber wir müssen dann mit erheblichen Kosten rechnen. Aber normal muss doch der Monteur dafür aufkommen, wenn die Leistung laut seinem Angebot nicht erreicht wird oder??
    Wir hätten da gerne Rat von einem Fachmann, aber der einzige den wir empfohlen bekommen haben meinte für Ihn rechnet sich das nicht bei so "geringem" finanziellen Verlust.


    Liebe Grüße
    Astrid

    MfG
    Astrid

  • Moin


    Immer einen Schritt nach dem andren.
    1. Mängel feststellen und ja Du bist zu erst in der Beweispflicht. also auf Dien Kosten die vermeintlichen Fehler finden.
    2. Sind die Fehler lokalisiert a. Mängel beseitigen entweder vom Solarteur oder selber reparieren lassen.
    b evtl. über einen Anwalt nach denken ob sich der Klageweg überhaupt lohnt
    3. eine Prognose ist halt eine Prognose und keine Ertragsgarantie.


    Also ERST einen SV im PV-Bereich DANN gegebenenfalls ein Anwalt

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Interessant wären Details zur Anlage, also
    Module, Verstringung, WR, Standort und Ausrichtung.
    Vielleicht können die Profis im Netz hierzu schon einen Kommentar zur Fehler-Eingrenzung geben.
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Zitat von rudis

    Welche module (Hersteller) und WR wurden denn verbaut?


    Soll ich mal raten? First Solar?


    Edit:
    Wohl zu klein für FS!
    Vielleicht Antec?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • ... ich glaube, die TS ist schon schlafen gegangen...


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Zitat von Bento


    Soll ich mal raten? First Solar?


    Edit:
    Wohl zu klein für FS!
    Vielleicht Antec?


    Wenn ich raten müsste, Schott Perform?

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Hallo Astrid,

    Zitat von woiterin

    wir haben ein kleines Problem mit der Leistung unserer Anlage. Wir haben seit 08/2011 eine 10,29 Kwp Anlage auf dem Dach. Unser Monteur hat uns eine Leistung von 9.560 kw pro Jahr prognostiziert.
    .........
    Unser Monteur druckst nämlich immer nur herum und vertröstet uns immer wieder und sagt, man könne das schon genauer Ausmessen, aber wir müssen dann mit erheblichen Kosten rechnen. Aber normal muss doch der Monteur dafür aufkommen, wenn die Leistung laut seinem Angebot nicht erreicht wird oder??


    Eine Prognose ist keine Garantie und daher völlig unverbindlich. Darauf kannst du dich nur berufen, wenn es als zugesicherte Eigenschaft im Vertrag vereinbart wurde.


    Aber selbst dann würdest du gegen den Solarteur nur Gewährleistungsansprüche geltend machen können, wenn es sich entweder um eine Indachanlage handelt oder im Vertrag eine längere Gewährleistungsdauer als 4 Jahre vereinbart wurde. Da reicht also selbst eine VOB-Gewährleistung nicht mehr. Schau mal nach, ob du dazu was findest, aber ich sehe da schon mal grundsätzlich schwarz, wenn der Vertrag nicht von euch oder einem RA kam. Ein Solarteur würde sich nie freiwillig eine längere Haftung als nötig in die AGBs schreiben.
    Ansprüche gegen den Solarteur wirst du also vermutlich nicht durchsetzen können. Da blieben dann nur noch die Ertragsgarantien des Modulherstellers, falls dieser nicht gerade insolvent ist und die Ursache wirklich in einem übermäßigen Ertragsverlust der Module liegt. Wenn du das allerdings für jedes Modul nachweisen musst, dann kannst du dir besser gleich neue Module kaufen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Erstmal rausfinden, was da los ist. Dabei kann das Forums helfen.


    Gibt's einen Datenlogger?
    Ist die Leistung immer schlecht, oder gibt es vielleicht intermittierende Wechselrichterausfälle?


    Laufen mehrere Stränge (wenn es mehrere sind) alle gleich schlecht?


    Hat sich eine Verschattung verstärkt? Weinranken? Schnell wachsende Bäume? Neubau in der Nachbarschaft?


    Postleitzahl? Wenn es hier in der Gegend ist (PLZ 67***) komm ich gerne mal vorbei und schau es mir an (als Forums- und DSC Mitglied, nicht als Solateur).


    Gruß
    Jochen



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    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
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    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH