Finanzamt stellt komische Fragen zu Anschaffung

  • Meine Anlage ist nun seit 17.09. vollständig am Netz.
    Der 30.06. war Tag der Fertigstellung und Meldung an BNA.
    Wie lange mein VNB zum Anschluss der Anlage brauchte und damit die besten Monate quasi wirtschaftlich verflossen, ist wohl erkennbar. :|


    Ich machte mich dann an die steuerliche Anmeldung (Ist-Besteuerung).
    Die erste nette Dame vom FA, welche die neuen Steuernummern generiert, fragte ich noch, wann ich denn mit der UstVA anfangen sollte. Diese meinte nur, wenn ich die erste Rechnung vom VNB bekomme.
    Eine Woche später hatte ich dann aber auch schon eine Mahnung von der Urlaubsvertreterin meiner Bearbeiterin im Briefkasten, dass ich meine UstVA abgeben soll. :?


    Naja, nun habe ich mir im August einen Laptop zugelegt und dessen Mwst. in die Anmeldung August eingetragen. Er ist zu 100% dem Unternehmen zugeordnet. Es handelt sich um ein Ultrabook für 870 €.
    Dazu muss ich sagen, dass ich dieses nur für die Anlage nutze und hier dem PV-Forum fröhne bzw. Exceltabellen meines Fronius auswerte, selbst welche erstelle und natürlich die Steuer der PV mache.
    Mehr ist nicht drauf. Ich habe ja noch ein Tablet fürs Websurfen und 2 weitere Rechner im Haus (Frau und Kind), welche noch höherpreisiger waren, wie dieser hier. Festrechner kam nicht in Frage, wäre wohl aber auch nicht günstiger geworden.


    Letzte Woche ging es los. Ich bekomme während meines Amerika-Urlaubs mehrmals Anrufe von meiner Bearbeiterin. Also rief ich zurück. Sie könne nicht die Inbetriebnahme der Anlage erkennen....
    Ich erklärte ihr dann die im Protokoll (natürlich mit übersendet) vermerkte betriebliche Fertigstellung der Anlage und die wirtschaftliche Inbetriebnahme vom 17.09.. Das nahm sie so an.


    Am 30.10. bekam ich meine erste Zahlung für August und September (Juni und Juli- sprich Ansatz der PV, ebenfalls schon eingereicht, waren nicht dabei).


    Heute, 03.11. ruft mich meine Bearbeiterin an und fragt, wofür ich den Laptop brauche.... Ihr Chef wolle das wissen.
    Ich hab ihr das so, wie im 3. Absatz geschrieben, erklärt.
    Sie sagte dann "OK" und beendete das Gespräch.


    Jetzt stehe ich irgendwie im Dunkeln. Die Mwst. vom Laptop habe ich schon bekommen, anschließend wird nachgefragt.
    Die Mwst. der PV-Anlage und eines S0-Zählers habe ich aus Juli noch nicht bekommen.


    Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist das normal? Wird jetzt bei Nichtgenehmigung wieder zurückgefordert?


    MfG Xilli

    Fronius 6.0-M-3, 22x 275Wp TrinaSolar TSM05 seit 2015
    BWWP Feinwerk Top Air LS/WT270 seit 2016
    Fronius 8.2-M-3, 36x 270Wp JAM-6-BK seit 2017

  • Zitat von Xilli

    Meine Anlage ist nun seit 17.09. vollständig am Netz.
    Der 30.06. war Tag der Fertigstellung und Meldung an BNA.
    Wie lange mein VNB zum Anschluss der Anlage brauchte und damit die besten Monate quasi wirtschaftlich verflossen, ist wohl erkennbar. :|


    Du hättest die Anlage einfach einschalten können.
    Ist ja Deine und alle Meldungen waren erfolgt!


    Die 1. UStVA würde ich ja abgeben (auf Papier), wenn ich die Rechnung vom Solarteuer bezahlt habe, oder wie möchtest Du an die VSt kommen? Wann hast du die VSt aus der Anlage erklärt? Kopie Rechnung lag bei?
    BTW: Auch Nuller Meldungen (keine Vergütung, kein Kauf mit 19% usw.) sind eine Meldung und so einfach. :wink:


    Freue dich also über die Mahnung, sonst hättest Du dem Staat vermutlich noch länger Kredit gegeben.


    Ich würde Haus und Hof sowie das Auto auch dem Unternehmen zuordnen. :lol:
    War der Amerika Urlaub nicht auch durch die PV begründet ... PV Anlagen im Death Valley besichtigen ...


    Fehlender Vergütung wird sich mit der Jahresrechnung des VNB klären ... oder Du schreibst dem VNB einfach eine Rechnung.


    Der Laptop wird wohl Dein Privatvergnügen sein ... das klärt sich dann mit der Umsatzsteuerjahreserklärung, sofern das FA nicht pennt.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hi Seppelpeter,


    zu deinem 1. Absatz.... ich schreibe seit Juli manchmal was in den monatlichen Threads zu Erträgen :wink:


    Mitte September habe ich alle Anträge, inkl. der Nuller aus Juni, abgegeben.
    Ich habe diesen Laptop für die Anlage gekauft und wollte kein 0815-Laptop kaufen, den ich nach 3 Jahren Abschreibung dann auch wegwerfen kann.
    Warum sollte der Laptop mein Privatvergnügen sein?
    Mir geht es hier mehr darum, warum sie mir die Mwst. erst erstatten und dann nachfragen und warum erst August/September und Juli noch nicht bearbeitet wurden.
    Ja, ich habe immer alle Rechnungen mit eingereicht.

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  • Zum Ablauf:


    Tatsächlich ist die UST-VA nur eine vorläufige Berechnung der zu zahlenden UST. Bei Neugründungen, bei denen eine Erstattung beantragt wird, wird grob die Plausibilität geprüft, mehr nicht. Auch nach der UST-Erklärung wird der Bescheid üblicherweise nicht weiter geprüft, sondern das FA übernimmt die Berechnung des Steuerpflichtigen und erläßt den Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Diese Nachprüfung findet dann im Rahmen einer Steuerprüfung mal statt und dann fällt final (=rechtssicher) der Hammer. Bei Kleinstbetrieben und insbesondere PV wird auf eine Prüfung auch mal verzichtet und dann wird im Rahmen des Bescheides schon geprüft.


    Zum Inhalt.


    Das FA ist nicht qualifiziert oder berechtigt, unternehmerische Entscheidungen zu hinterfragen, insbesondere nicht, ob eine Investition "angemessen" oder "notwendig" ist, Es kann allenfalls prüfen, ob die Investition tatsächlich betrieblich veranlaßt war.oder nicht doch eine private Nutzung vorliegt oder sogar überwiegt. Hier fällt also das Haus, der USA.Aufenthalt sowie das Auto hinten runter, beim Laptop sehe ich aber gute Chancen, sofern nachgewiesen kann, daß keine private Nutzung vorliegt.


    Gruß


  • Hallo,
    ja so sieht es aus.
    Xilli ein Laptop für 870 € bei einer 6 KW Anlage, da wird ein Finanzbeamter hell wach. Sie werden beim Finanzamt wahrscheinlich schon einen Aktenvermerk gemacht haben und die Endabrechnung kommt.


    Sonnige Grüße


    braunerbaer

  • Zitat von okomhard

    Das FA ist nicht qualifiziert oder berechtigt, unternehmerische Entscheidungen zu hinterfragen, insbesondere nicht, ob eine Investition "angemessen" oder "notwendig" ist, Es kann allenfalls prüfen, ob die Investition tatsächlich betrieblich veranlaßt war.oder nicht doch eine private Nutzung vorliegt oder sogar überwiegt.


    Wir reden doch hier über die USt., oder nicht?
    Dafür reicht eine 10%-ige betriebliche Nutzung: http://www.photovoltaikforum.c…tten--t77168.html#p690846

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)