Weidezaungerät mit 30mA und Laderegler mit sep. Last-Ausgang

  • Hallo,
    beschäftige mich seit einiger Zeit mit einer Inselanlage für ein Weidezaungerät. Habe meiner Meinung nach auch schon viel gelesen und gesucht. Habe aber noch nicht die Antworten auf meine Restfragen gefunden.


    Ausgangssituation:
    Weidezaungerät(WG) 10,5 Volt (keine 9 oder 12V),
    20-30mA und damit auch 20-30mAh (bei 100Ah Betriebsdauer 140 -200 Tage),
    Einsatz nur von April bis Oktober


    Planung (teilweise bekomme ich die Teile günstig):
    Solar-Modul mit 50Wp Anlage (Umax 18Vp und Imax 3Ap)
    Solar-Laderegler Steca PR 0505 (Serien-Regler, kein Shunt)
    Akku 50Ah
    Ich weiß, dass das Modul und der Akku bis zu 5-fach überdimensioniert sind. Aber evtl. kommt noch ein Verbraucher dazu…


    An den Laderegler (3 Anschlussmöglichkeiten) würde ich den Akku an den Eingang „Batterie“ und das o.g. WG an den Eingang „Lampe“ („Last“) anschließen. (Das Modul an den Eingang „Modul“.) Zwischen „Last“ und WG evtl. noch einen Verbraucher in Reihe, damit Ugesamt 12V = WG 10,5V + zusätzl. Verbraucher 1,5V ist.


    Fragen:
    a)Habe ich jetzt schon einen großen Gedankenfehler?


    b) Ist der Verbrauch an Ah bzw. A zu gering, sodass die Anlage mit den einzelnen Komponenten (Akku und WG) eher Schaden nimmt? Die 0,03A bzw. 0,03Ah sind ja nicht viel.


    c) Was kommt beim Laderegler mit Serien-Regler am Ausgang „Last“ raus?
    c1)Hat jemand Erfahrung, wie viel an Spannung dort anliegt, wenn die Batterie voll geladen ist und ein Verbraucher an „Last“ angeschlossen ist?
    Mein Verständnis des Serien-Reglers ist so, dass, wenn die Batterie voll ist, der Regler den Verbrauchern an „Last“ das zur Verfügung stellt, was vom Modul kommt. (Meine Kenntnis: Ein Shunt Regler "klempt" das Modul durch Kurzschluss komplett ab, wenn die Batterie voll ist.) Falls nix vom Modul kommt (z.B.Nachts) dann wird der Verbraucher über die Batterie versorgt bis Unterspannungsschutz greift.
    c2)Was geschieht mit den überschüssigen Ampere? Das ist ohl Elektro-Grundlagenwissen, aber gerade da bin ich mit meiner Physik am Ende. :oops:


    d) Ist ein Spannungswandler von 12V auf 9 V anstatt 1-2 Glühbirnen auch sinnvoll?


    Über Antworten freue ich mich.:

  • Was ich in diesem Forum gelesen habe:


    Weidezaungerät13mA 9V
    Weidezaungerät Ganzjahresbetrieb bis 450mA
    Ladegerät für Modul 185Wp und Weidezaungerät 450mA
    Weidezaungerät 540mA 12V
    Ähnliches Thema
    Weidetränke
    Solarregler Serien vs. Shunt
    Unterschied Laderegler
    Allerdings wurden die entscheidenden Fragen von timmbo im Thread Unterschied Laderegler nicht beantwortet:

    Zitat

    Was ich mich auch noch Frage ist, ich dachte immer das wenn ich auch einen Verbraucher angeschlossen habe, dieser erst vom Modul gespeist wird und das was übrigbleibt in die Batterie geht, bzw. wenn "Akku-Voll" angezeigt wird,
    der Verbraucher vom Modul geladen wird, ist dass dann beim serien-regler so?


    so weit...

  • d) Kann ich auch einen Spannungsregler zwischen "Last" und WG anstatt des zusätzlichen Verbrauchers anschließen?


    Einen mit 10V?
    L7810CV Spannungsregler Festspannungsregler L7810 10 V 1,5 A


    Kann mir jemand helfen?

  • Hi claasbaas,


    lade Deinen Akku mit dem Modul und schliße dein Weidezaungerät über einen Widerstand an, an dem ca. 2 V abfallen, also ca. 100 Ohm. Wenn Du ganz sicher gehen willst, spendierst du noch 'ne Zenerdiode mit 11 V parallel zum Weidezaungerät. Die braucht dann nochmal soviel Strom wie das Gerät.


    Freundlichen Gruß
    pvx

  • Sehr wahrscheinlich macht es keinen Unterschied, ob das Gerät mit 12, 13 oder 10,5 Volt betrieben wird. Wer baut schon ein Gerät, das Spezialbatterien benötigt? Ich vermute, dass mit 10,5 V die minimale Spannung gemeint ist, die erforderlich ist, damit das Gerät funktioniert. Im Zweifelsfalle eine Anfrage beim Hersteller machen. Wenn der sagt, 10,5 muss sein, dann nimm eine 12 Volt Batterie (Ausgangsspannung 12 bis 14 Volt) und schalte einen 7812 und zwei Silizium-Dioden in Durchlassrichtung dahinter (die nehmen jeweil 0,7 Volt weg, also bist zu zuverlässig bei 10,6 Volt).

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Bitte keine Widerstände für solche Anwendungen.


    Bei ebay gibt es für sehr geringe einstellige Eurobeträge
    Step-Down Wandler (Tiefsetzsteller, Buck-Converter) welche
    hier die gewünschte Ausgangsspannung geregelt bereitstellen kann.


    Beispielsweise ein LM2596

  • Hallo, ich würde auch nicht mit Vorwiderständen oder Dioden als Spannungsvernichter arbeiten. Ich würde da einen einfachen einstellbaren Spannungsregler LM317 nehmen, oder einen DCDC Stepdown aus Fernost.
    Den LM 317 einfach an den Lastausgang des Ladereglers, 10,5V einstellen, eine 1A Sicherung und es funktioniert.
    http://www.reichelt.at/LM-317-…+317-220+SG&SEARCH=lm+317
    https://www.pollin.de/shop/downloads/D810029B.PDF
    http://www.pollin.de/shop/dt/O…_DAYPOWER_M_SD_LM317.html
    Grüße Toni.

  • ein beliebiger DC/DC-Wandler aus Fernost (z.Bsp ein LM2596) wäre meiner Meinung nach hier eher ungeeignet.
    Warum?
    Wegen einem schlechten zu erwartenden Wirkungsgrad von lediglich ~70%. :(
    Der käme bei der Verbrauchsrechnung dann zusätzlich negativ zum Tragen.
    Da gibt es viel modernere sprich bessere Bauteile.
    Beim Eigenstromverbrauch schenken sich ein LM2596, LM317 oder ein Festspannungsregler aber fast nichts.
    Der liegt bei allen genannten Bauteilen bei ca. 5mA.
    Ich persönlich würde hier auch einen LM317 nehmen.
    Damit lassen sich einfach beliebige Ausgangspannungen generieren.
    Auf diese Art habe ich vor Jahren einmal erfolgreich einen defekten Spannungsregler in einem griechischen Uraltkäfer nachgebaut.
    Und der läuft heute noch...

  • Hallo,


    vielen Dank Euch allen. :danke:
    Das ist erstmal genug Input für mich, um die Datenblätter etc. zu den gnannten elektronischen Bauteilen zu lesen. Die Ideen funktionieren bestimmt alle. Leider kann ich nur eine davon aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwirklichen.


    Aber bevor ich meine Output zu den Vorschlägen gebe (und bestimmt noch Nachfrage(n) stelle), greife ich den Punkt von jdhenning auf :

    Zitat

    Ich vermute, dass mit 10,5 V die minimale Spannung gemeint ist, die erforderlich ist, damit das Gerät funktioniert.


    Das kann gut sein, da ja auch eine Batterie für das WG verwendet werden kann. Da werde ich erstmal ein wenig Zeit für Nachforschungen verwenden. Hätte ich eigentlich vorher machen sollen...


    Danach widme ich mich den Zenerdioden und den genaueren Referenzdioden und melde mich hier wieder.
    Nochmals danke für den Input - ich hoffe, bei mir kommt was Vernünftiges raus.

  • Hallo,


    der Händler konnte/wollte nichts sagen, der konnte/wollte mir auch nicht den Hersteller nennen. Am Gerät ist auch kein Hersteller zu erkennen. Ich muss zu diesem Thema wohl noch andere Wege einschlagen. Aber einer Erkenntnis habe ich gewonnen. Die Batterie besteht aus 7 Zylindern (ca. 10cm hoch, D 4cm), die in Reihe (von - am Zyl. n zu + am Zyl. n+1 ) geschaltet sind. 7 x 1,5 V = 10,5 Vgesamt. Gibt es solche Zylinder mit 100Ah?


    Also gehe ich von 10,5 V aus. Um aber flexibel zu bleiben, nehme ich einen Spannungsregler (ADJ = einstellbar), dann kann ich immer noch am Potentialmeter nachjustieren, wenn ich nicht die gewünschte Spannung messe. (So ein Spannungsmesser muss ich mir dann noch besorgen). Und falls das WG -irgendwann- kaputt gehen sollte, brauche ich nicht zwingend wieder 10,5V. Dementsprechend kämen LM2596 und LM317 oder weitere ähnliche in Frage.


    Die beiden genannten einstellbaren Regler haben den gewünschten Voltbereich Input/Output und liegen bei 5mA (rechne ich richtig mit 2V Differenz x 0,025A (zw. 20 - 30 mA) = 0,05W und weiter 0,05W / 10,5V = 0,005A). Was ist mit dem Wirkungsgrad? Worauf bezieht der sich? Gibt es da einen Link, um nicht in die Tiefe zu gehen, aber doch zu wissen, worum es geht?


    Da ich mit dem Lötkolben höchsten nen dicken Klumpen Zinn hinbekomme, nehme ich einen fertigen einstellbaren Spannungsregler (ca. 3,- EUR sind vertretbar) und die 1A Sicherung on top, damit auch ja nichts schief läuft.


    Danke :D