Gas o. Diesel Aggregat

  • Moin.


    Kurze Geschichte.
    Habe einen Raum ausserhalb vom Haus (werkstatt 30m3) gebaut ohne Heizung.
    Nun überlege ich ob ich den Raum evtl mit einem Notstromaggregat heize bisher gas heizer. Da gehts nur um Frostsicherheit.
    Die Idee wäre dann halt das ich quasi heize und als Abfall Produkt Strom in die PV Batterie schieben könnte (2-3kw?) Lärm spielt da keine Rolle.


    Sinfrei oder sinvoll. Was denkt ihr?

  • Zusatz.


    Könnte man ohne Netzteil direkt auf einen Laderegler Pv gehen (450 VOC) ?
    Also Brückengleichrichter statt der reglung für 230V!
    Dann hätte ich die Verluste der Netzteile nicht und Regelung der Ladung wäre dann ja Inkl.


    Hat da einer Erfahrung?

  • Das Ganze ist auch eine Frage der benötigten Motorlaufzeit und Verschleiß dessen. Wie hast Du Dir den Wärmetauscher vorgestellt oder hast Du einen wassergekühlten Motor? Der Wärmetauscher hat auch noch Verluste, so dass Du entweder mehr Gas oder Diesel brauchst.
    -> Verlustgeschäft

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Ne es ist geplant das teil direkt im Raum zu haben inkl Abgasanlage. Abgekühlte Abgase dann nach draußen.
    Es soll zb bei minus 5 Crad 1x 3Std laufen (Theorie)
    Also Steuerung würde ich so auslegen dann wenn es zu kalt wird eine Mindest Laufzeit vorhanden sein muss. Optimal in dem Fall wäre dann,bis Batterie voll.

  • Moin, ein klares Jain auf deine Frage. In Diesel/Gas ist eine spezifische Menge an Energie chemisch gespeichert. Ob du das direkt verbrennst oder komplizierter in einem Motor verbrennst, macht energetisch keinen Unterschied. Der Unterschied liegt in den Betriebskosten. Bei Gasheizung sind die Investitionskosten minimal und man hat um und bei 6 Cent pro kWh thermisch zu zahlen. Wenn man einen Motor-Generator einsetzt hat man wesentlich höhere Investitionskosten (Zinsen!) und wesentlich höhere Wartungskosten. Das größte Problem wird aber sein, ob man immer dann, wenn es in der Werkstatt kalt ist, auch die Batterie laden muss. Das alles technisch unter einen Hut zu bekommen dürfte nicht ganz einfach sein. Das so hin zu bekommen, dass sich das auch noch rechnet, wird ganz schwierig.


    Ist die Gasheizung temperaturgesteuert? Falls ja, mach es doch einfach so, dass du die im Winter durchgehend laufen lässt. Wenn die Batterie mal wieder geladen werden muss, startest du den Generator und nutzt dessen Abwärme und reduzierst automatisch den Gasverbrauch. Offen bleibt dann nur noch die Frage, ob das Netz nicht preiswerter ist als der Generator.


    Abschließend auf den Titel des Thread. Da der Generator nicht die gesamte Heizleistung erbringen wird, sollte man einen auf Gas umgerüsteten nehmen. Die Gasflasche steht ja sowieso da.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Moin,
    bin neu hier und habe mich u.A. wegen dieser Frage registrieren lassen.
    Will keinen Zoff mit Jdhenning, weil ich ihm etwas widersprechen muss. Mal etwas Physik: Bei der Angabe des Wirkungsgrades von Heizungen geht man vom Brennwert des Heizmaterials aus. Also 1 l Gas / Benzin / Diesel bringen soundso viel KW Heizleistung. Hier wird die Expansionskraft des Heizmaterials nicht berücksichtigt. Anders ist es bei einem Verbrennungsmotor: Die Expansion bei der Verbrennung des Kraftstoffes treibt den / die Kolben an. Dabei entsteht Wärme, die wiederum nicht in die Leistungsangabe des Motors hinein gerechnet werden kann; sie wird über Auspuff und Kühler abgeführt. Ein großer Dieselmotor kommt auf 50% Leistungsabgabe, bei kleineren ca. 45%. Bei Benzinern sieht es etwas schlechter aus. Man kennt das von PKW’s, also höherer Verbrauch bei Benzinern auf 100 km gegenüber dem Diesel.
    Bei stationären Motoren besteht die Möglichkeit, die Abwärme mittels Abgaskessel und Wärmetauschern „aufzufangen“ und diese für Heizzwecke zu nutzen. Stichwort: Wärme – Rückkopplung.
    Im Fall von HavokII würde ich einen kleinen wassergekühlten Dieselmotor empfehlen. Ich weiß, dass man da schlecht dran kommt. (Alter Golf – Dieselmotor mit 2000 U/pm laufen lassen?) Dann schauen: 380 / 400 V Drehstromgenerator dranhängen oder 24 V Gleichstrom – Lichtmaschine. Drehstrom lässt sich relativ einfach in Gleichstrom umwandeln; zur Not ein starkes Batterie – Ladegerät. Mit der 24 V Lichtmaschine kann man direkt auf den Solar – Akku gehen. Als Warmwasser – Speicher könnte man ein gebrauchtes Ölfass nehmen, dass sich mit relativ wenig Aufwand isolieren lässt. Den Warmwasser – Speicher mit Bypass vom Kühlwasser – Kreislauf plus dem Wasser vom Abgaskessel „heizen“. Nun kann man variieren: Je nach Bedarf den Warmwasser – Speicher oder / und Akkus dimensionieren. Liefert die Anlage zu viel Strom? Kein Problem: Dann elektrische Heizstäbe in den Warmwasserspeicher. Je nach Isolierung etc. sollte da eine Effizienz von mindestens 75 % herauskommen. Und durch Speicherung von Warmwasser und Strom kein Dauerlauf des Motors.
    Dies ist nur ein ganz grober Umriss. Für Details muss man in die Tabellen einsteigen oder probieren.

  • Diesel ist gut.Efizienz ist recht gut.
    Bei Gas wird dessen Potenzial energetisch nicht voll ausgenutzt.Theoretische maximalenergieausbeute liegt in einer
    Verdichtung von bis zu 1:30 .Mann könnte fast einen Dieselmotor(von der Verdichtung her) für Gas verwenden ,
    wenn dieser nur ne Zündanlage hätte.
    Eine Heizung braucht braucht man meist eh noch zusätzlich.
    Ob das wirtschaftlich wird hängt von der Standfesigkeit und Betriebszeiten ab.
    Bei wenig Laufzeit ,wird wenig Wärme erzeugt. 3Std Ca alle 2-3 Tage Batterieaufladen für ein paar Wochen
    im Winter ist angesagt.Die Frage ist rechnet sich das oder ist demgegenüber nicht Netzstrom unschlagbar
    günstig?

  • Moin Seeschrauber und herzlich willkommen im Forum.


    Ich lege mich nur dann mit Leuten an, wenn sie polemisch werden, weil sie keine nachvollziehbaren Argumente habe, oder wenn man jemandem mehrfach aufgezeigt hat, wo man nachlesen kann, wie es richtig ist und er/sie immer noch meint, dass die Physik/Chemie nicht für sie gilt.


    Bei Kraftstoffen wird angegeben, wieviel Energie pro Gramm gewonnen werden kann. Du hast geschrieben "Hier wird die Expansionskraft des Heizmaterials nicht berücksichtigt." Diese Expansionskraft enspricht aber exakt dem chemischen Energieinhalt des Treibstoffes. Eines der 'Grundgesetze' der Thermodynamik besagt, dass Energie weder erschaffen noch vernichtet werden kann. Ein anderes Grundgesetz besagt, dass bei der Umwandlung von einer Energieform zu einer anderen immer ein Anteil an nicht nutzbarer Energie als Wärme verloren geht (Wirkungsgrad).


    Das ist nicht meine persönliche Meinung, sondern das ist seit rund 100 (oder mehr) Jahren die übereinstimmende Meinung innerhalb der Naturwisenschaften.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von Seeschrauber


    Mal etwas Physik: Bei der Angabe des Wirkungsgrades von Heizungen geht man vom Brennwert des Heizmaterials aus. Also 1 l Gas / Benzin / Diesel bringen soundso viel KW Heizleistung.


    Fangen wir doch erst mal bei den richtigen Einheiten an, wenn wir über Physik reden:
    Eine gewisse Menge Gas / Benzin / Diesel hat einen gewissen Energieinhalt in kWh. Das hat mit Leistung nichts zu tun. Bezogen auf die Wärmeenergie gibt es dann auch noch den oberen und unteren Heizwert.


    Zitat


    Hier wird die Expansionskraft des Heizmaterials nicht berücksichtigt. Anders ist es bei einem Verbrennungsmotor: Die Expansion bei der Verbrennung des Kraftstoffes treibt den / die Kolben an. Dabei entsteht Wärme, die wiederum nicht in die Leistungsangabe des Motors hinein gerechnet werden kann; sie wird über Auspuff und Kühler abgeführt.


    Der Energieinhalt des Energieträgers hat einen bestimmten Wert. Dieser wird bei der Heizung in reine Wärmeenergie und bei Verbrennungsmotoren in mechanische Energie und Wärme umgewandelt. Und natürlich gibt der Verbrennungsmotor insgesamt nicht mehr Energie ab als im Energieträger enthalten war.


    Zitat


    Ein großer Dieselmotor kommt auf 50% Leistungsabgabe, bei kleineren ca. 45%.


    Was Du meinst ist der Wirkungsgrad, d.h. das Verhältnis von Mechanischer Energieabgabe zur eingesetzten Gesamtenergie. Damit ein Dieselmotor einen mechanischen Wirkungsgrad von 50 % hat muss er sich schon im 50+ Megawattbereich bewegen. Diese Motoren sind Zweitakt-Diesel und ausgesprochene Langsamläufer und werden in großen Containerschiffen und in großen Dieselkraftwerken oft noch in Kombination mit einer Dampfturbine zur Verstromung der Abgaswärme eingesetzt.


    Dieselmotoren in modernen Fahrzeugen haben im Bestpunkt einen Wirkungsgrad von knapp über 40 %.


    Kleindieselmotoren im Leistungsbereich von 10+ kW, wie für einen mittleren Generator haben einen Wirkungsgrad von nur etwa 35 %, Kleingeneratoren in der kW Klasse kommen kaum über 25 % Wirkungsgrad, bei ihrer Nenndrehzahl.


    Zitat


    Bei Benzinern sieht es etwas schlechter aus. Man kennt das von PKW’s, also höherer Verbrauch bei Benzinern auf 100 km gegenüber dem Diesel.


    Der höhere Verbrauch in l von Benzinmotoren gegenüber Dieselmotoren liegt auch zum Teil daran, dass 1 l Benzin wegen der geringeren Dichte nur einen Energieinhalt von etwa 8,8 kWh, während Diesel einen Energieinhalt von etwa 9,8 kWh hat.


    Zitat


    Im Fall von HavokII würde ich einen kleinen wassergekühlten Dieselmotor empfehlen. Ich weiß, dass man da schlecht dran kommt. (Alter Golf – Dieselmotor mit 2000 U/pm laufen lassen?) Dann schauen: 380 / 400 V Drehstromgenerator dranhängen oder 24 V Gleichstrom – Lichtmaschine. Drehstrom lässt sich relativ einfach in Gleichstrom umwandeln; zur Not ein starkes Batterie – Ladegerät. Mit der 24 V Lichtmaschine kann man direkt auf den Solar – Akku gehen.


    Ein Fahrzeugmotor ist nicht darauf ausgelegt im Dauerbetrieb zu laufen. Typischerweise ist alle 200-500 h eine Wartung nötig. Ein Drehstromgenerator mit 400V muss mit der richtigen Drehzahl laufen, d.h. mit 3000 U/min für 50 Hz und der Motor braucht dazu dann eine Regelung. Läuft der Motor nicht im Bestpunkt dann hat er einen sehr schlechten Wirkungsgrad. Eine 24 V Lichtmaschine hat typischerweise einen Wirkungsgrad unter 70 %. Drehstromlichtmaschinen mit entsprechender Leistung kosten mehrere 1000 Euro.


    Insgesamt gesehen halte ich diesen Vorschlag für völlig untauglich.


    Zitat


    Als Warmwasser – Speicher könnte man ein gebrauchtes Ölfass nehmen, dass sich mit relativ wenig Aufwand isolieren lässt. Den Warmwasser – Speicher mit Bypass vom Kühlwasser – Kreislauf plus dem Wasser vom Abgaskessel „heizen“. Nun kann man variieren: Je nach Bedarf den Warmwasser – Speicher oder / und Akkus dimensionieren. Liefert die Anlage zu viel Strom? Kein Problem: Dann elektrische Heizstäbe in den Warmwasserspeicher. Je nach Isolierung etc. sollte da eine Effizienz von mindestens 75 % herauskommen. Und durch Speicherung von Warmwasser und Strom kein Dauerlauf des Motors.
    Dies ist nur ein ganz grober Umriss. Für Details muss man in die Tabellen einsteigen oder probieren.


    Warum glaubst Du gibt es so wenige Anbieter von BHKWs in dieser Größenklasse?


    Die Anlagen sollen schließlich wie eine normale Heizung 20+ Jahre halten. Rentabel ist so was nur bei sehr hohem Wärmebedarf (Schwimmbad, Gewerbe, usw.), da der elektrische Wirkungsgrad einfach zu schlecht ist und man deshalb sehr viel Wärme abführen muss.


    Im normalen Einfamilienhaus ist das nicht wirtschaftlich und man kann den Betrieb nur als Hobby ansehen. Für das eingesetzte Geld kann man viele Jahre heizen.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Hallo Havollk,ich bettreibe seit ca.15Jahren ein 8kwh Bhkw,alle meine Vorredner können ja rechnen wie die Maikäfer,aber keiner hat best.ein Bhkw in Eigenregie laufen.Wenn Du aber 10TE übrig hast kann man das machen.Das einfachste ist ein kleiner Werkstattofen mit viel Schamott drin,wäre die preiswerteste Alternative.Ein Bhkw ist eine techn.Leckerbissen und verlangt viel Pflege und Aufmerksamkeit.Ich hab jetzt 64000 Betriebsstunden auf dem Zähler,da hatte ich schon so einiges an Stress am Hals.Gruss Bernd