Arbeitnehmervertreter fordern eigene Zellproduktion in Dtld

  • heise online schreibt mit Bezug auf ein Handelsblattartikel (leider nur mit Digipass):


    "Ohne eigene Zellfertigung gefährdet die deutsche Automobilindustrie mittelfristig ihre Innovationsführerschaft", sagte VW-Betriebsratsboss Bernd Osterloh am Dienstag und forderte "eine Entscheidung der deutschen Hersteller und Zulieferer für eine Zellfabrik". Osterlohs Kollege beim Autohersteller Daimler, Michael Brecht, hatte zuvor im Handelsblatt ebenso wie sein Pendant bei BMW eine konzertierte Aktion gefordert. Gestützt werden sie von der Politik. "Ein Premiumstandort, der auch ein Premiumstandort bleiben will, braucht eine eigenständige Akku- und Zellproduktion", sagte Matthias Machnig (SPD), Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, dem Handelsblatt.


    Der Artikel ist tendenziell positiv, man kann aber auch einiges Negatives aus dem Artikel rauslesen
    Ich hoffe aber mal, dass etwas Bewegung in die Sache kommt.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Was soll man dazu sagen? Daimler hat seine Batterieaktivitäten eingestellt und jetzt diese Forderung?
    Da kann es ja nur wieder um erkleckliche Subventionen seitens der Steuerzahler gehen mit dem Argument von 50 Arbeitsplätzen :idea:


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Ich würde hier ganz klar zwischen Arbeitnehmernvertretung und Arbeitgebervertretung unterscheiden. Dass die Nieten in Nadelstreifen es nicht verstehen war klar. Mich freut es aber, dass - im Gegensatz zur Braunkohleförderung und -verstromung - die Arbeitnehmervertretung bei den Automobilern die Zeichen der Zeit erkannt hat.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    „Wenn Weitblick ortsgebunden ist, kann es mit den Visionen auch nicht so weit her sein.“


  • Vor wenigen Wochen war Diesel die evil technology, jetzt dreht sich in den Medien gerade wieder das Blatt und unsere Bundesregierung macht ja auch gerade kräftig Lobbyarbeit in China und in den USA.


    Von daher wird weiterhin an dieser Technik festgehalten und der Elektromarkt weiterhin verschlafen. Ich glaube nicht, dass sich bei den deutschen Herstellern auch nur mittelfristig etwas ändert. Innovationsfreude und Risikobereitschaft ist in Deutschland schon nahezu ein Fremdwort geworden.

  • Tesla Gigafactory 3 in Germany... :oops:
    Aber erst nachdem GF 1 voll ausgelastet ist und auch GF 2 in Asien nicht reicht...
    Werden die trotzdem hier die ersten sein?

    83% landwirtschaftlichen Flächen für 18% Kalorien, für das 6-te Massenaussterben [1] und für Ihre Zivilisationskrankheiten [2]:
    1
    2

  • Die deutsche Automobilbranche wird langfristig nicht auf Batterie-Elektromobilität setzen, sondern auf Wasserstoff-Elektromobilität.
    War ja vor kurzem in der Presse, bis 202x sollen 400 Wasserstofftankstellen errichtet sein. Dazu wurde ein eigenes Netzwerk gegründet, alle wesentlichen Autobauer und, viel wichtiger, die Mineralölindustrie sind im Boot.
    Ging quasi unter diese Meldung, aber dürfte in der BEdeutung weitgehend unterschätzt worden sein.


    Letztere kann keinerlei Interesse an Batterie-Elektromobilität haben, solche Autos können schließlich an jeder Steckdose geladen werden. Wasserstoff ist deutlich schwieriger im Handling, da ist eine Tankstelleninfrastruktur notwendig.
    Die Autobauer in Deutschland haben relativ viel seinerzeit mit Brennstoffzellen getestet, wenig mit Batterien. Außerdem lässt sich das Thema Reichweite und Nachtankzeit mit Wasserstoff und Brennstoffzelle sicherlich schneller in den Griff kriegen.
    Außerdem kann man bei ner Brennstoffzelle mehr Wartung vorschreiben, mit Batterien kommen einfach zuviele Menschen alleine klar.

    Die Hybridisierung als Übergangstechnologie hingegen ist nichts anderes als die Verlängerung der Zeit, in der die Verbrennertechnologie abgeschrieben werden kann. Technologieabschreibung ist immer der Grund, warum große Unternehmen neue Technologien langsam einführen.
    Das man auch ein paar Elektroautos baut, zeigt lediglich wie simpel dies ist und ist Schaufenstermarketing.


    Die zitierte Forderung der Arbeitnehmervertreter zeigt also leiglich, wie wenig die Arbeitnehmervertreter in die Konzernstrategien eingeweiht sind... und das sie keine Schlussfolgerungen aus Pressemitteilungen ziehen können.


    Für die paar Nahbereichsfahrzeuge, die man tatsächlich mit Batterien und Reichweiten unterhalb 150 km ausstatten wird, kauft man bei Panasonic oder ähnlichen zu, da lohnt keine eigene Fertigungstechnologie.

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 50 kWp, mehrere Anlagen

    2020: 10 kWp Erweiterung Nord-Süd

    ELEKTROAUTO :love:

  • Zitat von doppeldecker1678

    Die Hybridisierung als Übergangstechnologie hingegen ist nichts anderes als die Verlängerung der Zeit, in der die Verbrennertechnologie abgeschrieben werden kann. Technologieabschreibung ist immer der Grund, warum große Unternehmen neue Technologien langsam einführen.


    Sorry - aber was willst da denn noch abschreiben? Verbrenner werden deshalb gebaut, weil die Gewinne gigantisch sind. Und mit Hilfe der Hybridtechnologie die (theoretsich) strengen Grenzwerte für die Flotte locker eingehalten werden können. Wenngleich das alle Beschiss ist. :evil:


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • @ doppeldecker1678: ich denke nicht dass der E-Mobilitätszug noch aufzuhalten ist (kann höchstens noch verzögert werden).
    Die H2-Fahrzeuge sind schon seit 1990-ern immer "5-7 Jahre in der Zukunft", siehe z.B. hier:
    http://www.buch-der-synergie.d…stoffzelle_d_bis_1999.htm

    Zitat

    April 1997 ... Daimler-Benz setzt sich allerdings auch das Ziel, schon bis 2004 rund 100.000 Autos mit Brennstoffzellen-Antrieb zu verkaufen...
    Der Bus mit einer Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h und einer Reichweite von 250 km könnte laut Daimler-Benz 2004 auf den Markt kommen....
    Der zweisitzige ‚Necar 3’ von Daimler-Benz absolviert am 4. Mai 1998 seine Jungenfahrt in Bonn – und gilt zu diesem Zeitpunkt als weltweit erster Brennstoffzellen-PKW mit bordeigener Wasserstofferzeugung. Ab 2005 sollen Fahrzeuge auf Basis dieser Technologie auf dem Markt angeboten werden...
    Im August nimmt Opel in der Nähe von Rüsselheim ein Brennstoffzellen-Forschungszentrum in Betrieb, an dem ein multinationales Forscherteam bis 2004 eine serienreife Fahrzeug-Brennstoffzelle entwickeln soll, da man davon ausgeht, daß bereits 2010 jedes zehnte verkaufte Auto mit einem Brennstoffzellen-Antrieb ausgestattet sein wird...


    und und und (ich will nicht den ganzen Text kopieren).


    Damit etwas gekauft wird, muss ein Produkt besser und/oder günstiger sein als ein vergleichbares Modell. Und mit der unaufhaltsamen Entwicklung der Akkus schmilzt der (theoretischer) Vorteil von H2 immer weiter weg, genauso wie die Möglichkeiten der Schnellladung die schnelle Betankung von H2 (die dann doch nicht so schnell ist) die letzten Argumente raubt..
    Schon mit i3 ab 2016 wären mittlere Reisen um 400-600 km mit CCS gut machtbar (mit 1x oder für 600km 2x Nachladen mit CCS). Und mit Bolt, Model 3 und Leaf 3 (ab 2018?) mit > 300 km Reichweite sehe ich weniger Berechtigungen für was anderes als direkte Stromverwendung im PKW für allermeisten Fahrten (natürlich müssen die Nutzer das erstmal verstehen, das ist der langsamster Schritt bei einer Wende, deswegen wird es noch Jahrzehnte dauern).
    Naja, wir werden sehen, der Stand heute ist aber dass die Aufwendungen für H2 von der Automobilindustrie nur verschwendetes Geld waren.

    83% landwirtschaftlichen Flächen für 18% Kalorien, für das 6-te Massenaussterben [1] und für Ihre Zivilisationskrankheiten [2]:
    1
    2

  • Arbeitnehmervertreter fordern...
    wie kommen die dazu überhaupt was zu fordern ? Wenn überhaupt bestenfalls schön bitte bitte machen und sich bedanken wenn jemand hier etwas investiert statt nach Asien auszulagern.
    Keine Ahnung was die sich einbilden, hängt wohl mit deren Gehalt und der einhergehenden hochnäsigkeit zusammen. :evil:

  • @ Doppeldecker,


    Träume weiter.


    Bei sinkenden Löhnen wegen dem Missmanagement der "Elite" und deren "Anapruch auf ungerechtfertigte Vergütung wird dann eben das Asiatische /Französische E-Auto gekauft. H2 Technologoie ist viel zu teuer und vor allem u n e f f e k t i v.


    Deine Denke ist voll vom Deutschen Managerträuimen von wegen Elite und so vernebelt.


    Wer nimmt Strom um daraus H2 zu produzieren um dann wieder mit Strom zu fahren??? Das machen nur Ignoranten und deutsche Manager.


    Außerdem soll man als blinder nicht über Farben Promovieren wollen.


    Die H2 Autos die schon über 30 Jahre in Worten dreisig in der "Erprobung/Forschung" sind brauchen übrigens auch eine Batterie.


    Wenn H2 so simpel wie ein Hubkolbenmotor wäre dann müsste er doch schon lange Marktreif sein, oder sind inzwischen alle so blöde?


    Benz hat für seinen Motorwagen keine dreisig Jahre Entwicklung gebraucht.


    Django