Frage zu Zählerschrank im Bestandsbau

  • Hallo,
    ich bekomme bald die Elektrik für meine gerade im Bau befindliche kleine PV-Anlage (4kWp) installiert.
    Ich habe Altbau mit einer Elektrik von Ende der 80er Jahre, alles 3-phasig, sieht für mich nach wie vor modern aus.
    Es gibt einen separaten Verteilerkasten mit Sicherungsautomaten und FI, und es gibt ein zweites Gehäuse mit dem guten alten Stromzähler, der sich dreht...


    Frage: Ist es für die erforderlichen Maßnahmen (neue Zähler, Integration WR) notwendig, den bestehenden Verteilerkasten auseinanderzureißen, oder reicht es, den alten Zählerkasten passend zu ersetzen? Der Elektriker will alles neu machen, aber ich habe meine Zweifel, ob das so eine gute Idee ist, weil ich mir nicht so recht vorstellen kann, wie er den Inhalt des bestehenden Verteilerkastens ohne neue Probleme umzieht.


    Danke für schnelle Antwort...!

  • pauschale Antwort ohne genaue Kenntnisse des Aufbau´s
    sind da schwer abzugeben, welcher VNB ? und dann man in den TAB was ersehen.


    Stell einfach mal Bilder von beiden ein!

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020
    9,69 kWp = 38 St. WSP-255P6, STP10000-10
    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
    Solar-Lamprecht - 90765 Fürth - mail: info @ solar-lamprecht.de

  • Wenn die UV vernünftig gebaut wurde, besteht dort wohl erst mal kein Bedarf an Überarbeitung.
    Um das besser beurteilen zu könen, müsstest Du entsprechende Bilder mit entfernter Schutzabdeckung einstellen.
    Das gleiche gilt für den Zählerschrank und dort zusätzlich den Hersteller und die Typebezeichnung.
    Aber Achtung es ist Strom drinnen, also nicht´s berühren und vor Sachunkundigen schützen !

  • Zitat von Uli21

    ..., sieht für mich nach wie vor modern aus...


    keine Ahnung was bei deinem Netzbetreiber so üblich ist, auf mich macht das jetzt nicht unbedingt einen modernen Eindruck.
    Bei uns jedenfalls sieht ein Zählerschrank "etwas" anders aus...

  • Du sagst Ende der 80er?
    So hat man schon lange keine Zähleranlagen mehr aufgebaut.
    Ende der 80er waren bereits Zählervorsicherungen als SLS die Regel.
    Ich gehe davon aus, daß in dem Henselkasten unterhalb des Zählers sich nur ein Klemmstein befindet.
    Es gibt zwar Unterschiede zwischen den Netzbetreibern, aber eine Umrüstung auf Zweirichtungszähler wäre prinzipiell ohne Umbau zulässig, da die Zählertafel der Schutzklasse II entspricht und ein Klemmstein im unteren Anschlußraum existiert.
    Allerdings sehe ich keine Hauptsicherung (Überstromschutzeinrichtung) im oberen Anschlußraum.
    Sind die drei Neozed im Verteilerfeld Deine Hauptsicherungen?


    Ich würde raten hier einen anständigen Zählerschrank mit Verteilerfeld zu installieren.
    Dieser Aufbau war schon Ende der 80er nicht Stand der Technik und auch nicht modern.
    Ich würde diese Art der Installation (vom FI abgesehen) eher Ende 70er/Anfang 80er zusprechen.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 49kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Ende der 80er stimmt mit Sicherheit.


    Wie funktioniert denn so ein Umzug der Automaten in einen neuen Schrank? Die Leitungen sind ja alle auf den derzeitigen Standort abgelängt... Ich kann mir vorstellen, daß das Stress gibt. .


    Der Elektriker will da ein sehr großes (breites) Ding reinbauen - wie groß muß der Schrank denn wirklich sein? Brauche ich mehr als ein Spalte für Zähler und eine für Verteiler?

  • Wenn es ein EFH ist, baut man i.d.R. einen Zählerschrank mit drei Feldern ein.
    Ein Verteilerfeld und zwei Zählerfelder/TRE-Feld.
    Der Schrank kommt an die Stelle der jetzigen Installation.
    Wahrscheinlich wird man auf der obersten Hutschiene des Verteilerfelds nicht um Reihenklemmen herum kommen.
    Die obere linke Ecke des Zählerschranks würde dann etwa der des alten Verteilers entsprechend, um mit den vorhanden Leitungslängen der abgehenden Leitungen auszukommen.
    Du wirst halt für einen Tag keinen Strom im Haus haben.
    Sämtliche Automaten und den FI würde man in diesem Zuge gleich erneuern.
    Schließlich sind die fast schon 30 Jahre alt.

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    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Austauschen und gut ist

    ZOE intens 10/2014, Kona 12/2018, Peugeot e-208 11/2020
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    6,7 kWp = 28 St. Risen 240, STP5000-20
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  • Laienfrage am Rande - die Zuleitung sieht mir recht dünn aus, paßt das so? Ich meine, wenn man schon mal dabei ist, ... Oder käme der Elektriker gar nicht auf die Idee die zu nehmen und baut automatisch was neues ein?