rechnet Steuerberater richtig ??

  • Wir haben eine Anlage aus 2011 mit Selbstverbrauch.
    Steuererklärung etc. bisher vom Steuerberater machen lassen.
    Netzgesellschaft liest Daten aus und erstellt monatl. Abrechnung wie nachfolgend.
    Für Jahreseinkünfte (Einnahmenseite) wird vom Steuerberater nur der resultierende Betrag(die erste Zeile) aufsummiert.
    Ausgaben sind dann nur noch Abschreibung, Kontoführung, Versicherung und seine Rechnung.
    Ist ja eigentlich ganz einfach, warum wird es hier im Forum immer so kompliziert dargestellt?
    Oder ist da was falsch?

  • Hallo dibo,
    zunächst, für Anlagen vor dem 01.04.2012 ist die Steuererklärung wirklich einfach. Die von Dir angesprochene Verkomplizierung betrifft erst die PV-Anlagen nach diesem Datum.
    Zum Zweiten, wenn Dein STB nur die erste Zeile berücksichtigt, hilft er Dir bei der Steuerhinterziehung, da auch die zweite Zeile mit eingerechnet werden muss. UST nach 2.5 und steuerbare Einnahme.
    In der EÜR ist zudem auch die ans FA gezahlte UST eine Ausgabe, wobei evtl. auch noch ein paar kleinere Ausgaben erfasst werden könnten.
    Sonnige Grüße und gute Recherche beim demnächst selber machen.

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Danke Anion.
    Er nimmt natürlich die erste Zeile aus "resultierender Betrag", also den gesamten erzeugten Strom.
    Umsatzsteuer wurde im betrachteten Jahr nicht ans FA gezahlt, weil Umstellung auf jährliche Umsatzsteueranmeldung, fällt also erst im darauffolgenden Jahr an.
    was ist 2.5 ?

  • Der Steuerberater sollte schon wissen was er macht. Die Frage ist nur ob ernur die G+V macht oder auch die Umsatzsteuererklärung und evtl. auch die EkSt-Erklärung. Er haftet schließlich für sein Tun.
    Mein Stuerberater macht die Jahresumsatzsteuererklärung und die EÜR. Die Ekst-Erklärung mache ich selbst.

    12,975KWp 21 Kyocera 215 36 Kyocera 235 1x21 2x18 an WR SMA 12000TL Südausrichtung 38 Grad Dachschräge

  • Hallo dibo,
    resultierender Betrag ist dann natürlich richtig, war ja auch nicht die erste Zeile.
    Nach UST 2.5 unterliegt der gesamte erzeugte Strom der UST, ohne Berücksichtigung, ob davon ein Teil direktverbraucht wurde, also Zeile eins und zwei, gleich resultierender Betrag.
    Die UST-Voranmeldung wäre eigentlich nur bis 31.12.2012 fällig gewesen, so war es zumindest bei mir.
    Ansonsten, es ist wirklich so einfach.
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Zitat von sitraani

    Der Steuerberater sollte schon wissen was er macht. Die Frage ist nur ob ernur die G+V macht oder auch die Umsatzsteuererklärung und evtl. auch die EkSt-Erklärung. Er haftet schließlich für sein Tun.
    Mein Stuerberater macht die Jahresumsatzsteuererklärung und die EÜR. Die Ekst-Erklärung mache ich selbst.


    Hallo @straani,
    die UST-Erklärung und die EÜR ist doch gegenüber der EST eigentlich simpel, insbesondere bei einer Anlage vor dem 01.04.2012. Wenn schon EST, dann auch den Rest und eine Gebühr gespart,
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Zitat von dibo

    Wir haben eine Anlage aus 2011 mit Selbstverbrauch.
    Steuererklärung etc. bisher vom Steuerberater machen lassen.


    Hallo dibo,
    du solltest ab sofort deine Erklärung ohne einen Steuerberater erledigen...
    sonst kommst du finanziell nie auf einen grünen Zweig.. :juggle::juggle:


    lg
    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • Der Berater rechnet richtig.
    Er vereinfacht sich den Ausweis.
    Das kann er auch ruhig tun; denn jede noch so blöde Frage des FA wird er locker beantworten.
    Die hier nicht sichtbare (scheinbare) Abweichung zwischen einkommensteuerlicher und umsatzsteuerlicher Würdigung, hat für ihn den Anspruch eines Toilettengangs (ohne Spritzer); und genau daran verzweifeln Laien gerne. (bzw. hier im Forum sind einige dran verzweifelt).



    Das es so einfach ist, wie es ausschaut, hat aber auch Gründe:
    1. Bei Altanlagen entfällt die Problematik "unentgeltiche Wertabgabe"
    2. Hier wird nach erbrachter Leistung abgerechnet; für die Deklaration die mit Abstand einfachste Methode
    3. Der VNB übernimmt die Abrechnungslast... UND macht das auch noch richtig und übersichtlich. Zumindest aus Deiner Sichtweise
    (Das sind paradiesische Zustände. Das ist ein Novum hier im Forum. Hier triffst Du eher die armen Säcke, die mit 7 Seiten Zahlendreck vollgemüllt werden (die sich auch auf einer Seite übersichtlich darstellen ließen) - und die wirklich relevanten Werte musste man sich - teils sehr mühselig - selbst ausrechnen).


    4. Die Routine des Profis schlägt wieder zu: Er befasst sich mit dem Thema "Sachentnahme" gar nicht;
    er agiert "wie bei Volleinspeisung"... und berücksichtigt damit die Sachentnahme stillschweigend; der Wertansatz entspricht den Opportunitätskosten (= das, auf was man verzichtet)
    Den Berater wird gar niemand ansprechen wegen 5 oder 50 Euro; der lacht den Sachbearbeiter aus - und legt den Hörer auf.
    (Und dann hat der SB noch Glück gehabt, wenn der Berater auf der nächsten Klimatagung dem Sachgebietsleiter mal steckt, was für einen Narren er da am Werk hat)



    Ist es wirklich so einfach wie es aussieht?
    Höchst subjektiv.
    Ich hab etwa 5-10 Sekunden auf die Abrechnung schauen müssen, um zu erkennen, was er da wie abfackelt.
    Ich finde es genau so einfach wie Du meinst, das es ist.


    Jemand der in Thematik nicht absolut sattelfest ist.. würde ich diese Darstellung nicht empfehlen. Da könnten viele blöde Fragen vom FA kommen, denen er dann nicht gewachsen ist. (Das haben wir hier bis vor zwei Jahren nun wirklich reihenweise erlebt.)

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Danke kpr.
    Auf Deine Antwort habe ich gewartet und gehofft.
    Freut mich dass es wirklich alles so klar ist, nochmals Danke.
    Nun und dann werde ich es wohl künftig auch allein durchziehen.