Beschädigte Dacheindeckung

  • Hallo,


    wir haben nach der Installation einer zusätzlichen dritten Reihe Module ein Problem mit einem Wassereintritt nach starkem Regen gehabt. Zum Glück lief das Wasser nur auf die Unterspannbahn, von wo es über die Untersicht ablief. Es ist also kein weiterer Schaden entstanden.


    Der Dachdecker des Installateurs hat die undichte Stelle durch beregnen mit dem Gartenschlauch gefunden (das Wasser lief im Bereich eines Schneehakens, wohl windunterstützt, aufwärts). Vier defekte Dachplatten (zwei davon der Länge nach durchgerissen) wurden zum gleichen Zeitpunkt durch übriggebliebene neue Platten ersetzt. Beim Einsetzen der Platten zerbrach dem Installateur sogar eine brandneue Platte, ohne dass er besonders viel Kraft angewendet hätte.


    Beim genaueren Betrachten des noch feuchten Daches stellten wir fest, dass viele der erst sieben Jahre alten Eternitplatten Anrisse aufweisen. Das Foto zeigt einen typischen Schaden. Die Gesamtlänge des Risses ist etwa 30 Zentimeter. Ob diese Anrisse eine Folge der Begehung während der Installation sind oder ob sie durch einen Materialfehler entstanden ist unklar. Leider habe ich keine genügend nah aufgenommenen 'vorher/nachher' Fotos.




    Das Dach ist mit Eternitplatten ähnlich dem Welleternit gedeckt (das Produkt nennt sich Eternit ‚Structacasa‘). Der Dachdecker, welcher das Dach seinerzeit gedeckt hat, kommt den Schaden noch zusammen mit dem Hersteller Eternit vor Ort anschauen.


    Möglicherweise hat der eine oder andere von Euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Über einen Informationsaustausch würde ich mich im Hinblick auf die bevorstehenden Gespräche freuen.


    Vielen Dank für Eure Meinung
    Mege66

    Bilder

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Hallo mb84,


    Ich nehme an Du meinst die UK der PV Anlage: Mittels Stockschrauben.


    Diese wurden dort eingesetzt, wo die Befestigungsschrauben der Dachplatten waren. Die Löcher der originalen Befestigungsschrauben wurden etwas aufgebohrt damit die M12 Stockschrauben eingeschraubt werden konnten.

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • ...,was sollen wir jetzt mit dieser INFO, das dein Dach beschädigt ist ??


    mfg

  • Wenn es zweckdienlich ist wiederhole ich mich gerne (kann mich nur selten selber zitieren :wink: )

    Zitat

    Möglicherweise hat der eine oder andere von Euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Über einen Informationsaustausch würde ich mich im Hinblick auf die bevorstehenden Gespräche freuen.


    Also, wer jemand auf seinem Eternit-gedeckten Dach nach der Installation einer PV Anlage ähnliche Schäden festgestellt hat (oder als Installateur solche angerichtet hat), dann bitte ich ihn um Infos wie es danach weiterging.


    Besten Dank,
    Mege66

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Sind denn diese Platten überhaupt begehbar ? und durchsturzsicher ?
    Bei dem Zeugs wundert mich nix.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von Mege66

    ....das Wasser lief im Bereich eines Schneehakens, wohl windunterstützt, aufwärts


    Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, wie ein Schneehaken in eine Dachfläche ohne Falze eingebaut wird und der Bereich nachher noch dicht sein soll :?::?: Aber ich bin auch kein Dachdecker! :wink: .


    Zitat von Mege66

    Der Dachdecker, welcher das Dach seinerzeit gedeckt hat, kommt den Schaden noch zusammen mit dem Hersteller Eternit vor Ort anschauen.


    Da dürfte sich dann ja herausstellen, ob der Schneehaken fachgerecht eingebaut wurde.


    Was ist denn mit den Rissen? Ist die Dachfläche dort auch undicht?
    Hierfür käme als Verursacher dann natürlich zusätzlich der Solarteur infrage. Ich könnte mir vorstellen, dass Eternit und Dachdecker dann schnell den "schuldigen Dritten" gefunden haben. Sollte man aber schnell feststellen können, denn es gibt bestimmt noch eine Dachseite, die nicht mit PV belegt wurde. Ist bestimmt auch keine schlechte Idee, den Solarteur dazu zu bitten.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Zitat

    …,austauschen, was sonst ??


    Das wäre die sauberste Lösung, deswegen sammle ich Argumente und Erfahrungen von 'Leidensgenossen'. Wäre sogar bereit dafür einen Anteil der Dachdeckkosten zu tragen (7/30, da man von rund 30 Jahren Lebendsauer ausgeht und das Dach bislang 7 Jahre alt ist).


    Zitat

    Sind denn diese Platten überhaupt begehbar ? und durchsturzsicher ?


    Ja, das sollten sie schon sein. Der Dachdecker selber hat davon auch ausgiebig Gebrauch gemacht. Das Dach meines Vaters hat Jahrgang 64 und ist trotz x-facher Begehung noch in Ordnung. Das war aber noch Asbest-Ware.


    Zitat

    Was ist denn mit den Rissen? Ist die Dachfläche dort auch undicht?


    Nein, noch nicht. Aber mit jedem Frost werden diese Risse sicherlich geweitet. Gut möglich dass die Risse alle so entstanden sind.


    Zitat

    ch könnte mir vorstellen, dass Eternit und Dachdecker dann schnell den "schuldigen Dritten" gefunden haben. Ist bestimmt auch keine schlechte Idee, den Solarteur dazu zu bitten.


    Nach meiner Erfahrung ist dies häufig so. Deswegen will ich alle drei Parteien gemeinsam vor Ort haben. Wie üblich dann zuerst mal zuhören und bei Gefahr von entgleiten schonend eingreifen.


    Zitat

    Sollte man aber schnell feststellen können, denn es gibt bestimmt noch eine Dachseite, die nicht mit PV belegt wurde.


    Ja genau, die Nordseite.


    Vorerst besten Dank an alle. Mal schauen wie es weitergeht. Den Besichtigungstermin habe ich noch nicht erhalten (Urlaubszeit).


    Gruss, Mege

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Heute war der Sachverständige vom Herstellwerk da und hat sich die Platten angeschaut. Ganz unbekannt war ihm das Schadensbild nicht, offenbar muss es bei den ersten Fertigungslosen Qualitätsprobleme gegeben haben. Eine der Platten hat er für eine genaue Analyse ins Werk mitgenommen. Der Analysebericht wird an mich und den Dachdecker gehen.

    Erfreulicherweise gab es keinerlei gegenseitige Schuldzuweisungen. Der Rest wird sich zeigen. Falls was gewechselt wird, dann erst im nächsten Frühling. Für den kommenden Winter besteht keinerlei Gefahr von Leckstellen. Die bestehenden durchgehenden Risse wurden bereits vom Solarteur mit Butylband abgeklebt.


    Gruss, Mege

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.