Welche Akkus werden benötigt?

  • Hallo an @lle,
    wir wohnen in Spanien und besitzen eine Finca ohne Stromanschluss in der Nähe von Sevilla. Dort haben wir vor ca 5 Jahren eine Inselanlage aufgebaut, bei der nun die Batterien den Geist aufgegeben haben.


    Wir haben eine 12V Anlage!!


    Die gesamte Deckenbeleuchtung wird mit 12V versorgt. Wir haben im gesamten Haus ca 30 x 3Watt LED's verbaut.


    Folgende Komponenten sind verbaut:


    1,7 KWp Solaranlage - Ausrichtung Süd - 800 WP sind auf 45 Grad aufgestellt, der Rest auf 25 Grad eingestellt, da dieses die Dachneigung war.
    Von den Solarzellen zu den Sammelpunkten auf dem Dach haben wir 16 mm² benutzt, Länge ca. 2 Meter.
    dann 35mm² vom Sammelpunkt zum Solarregler (8m) und 35mm² zu den Batterien.
    Wir haben 3 Solarregler - 2x40A und einmal 30A.
    An dem 40A hängen 8x100WP / an dem zweiten 40A hängen 4x130WP und an dem Steca 3030 hängen 4x100WP
    Windgenerator - derzeit nicht in Betrieb.
    3000 Watt Wechselrichter
    derzeit 6x240 Ah Tudor Batterien


    An unseren Laderegler liegen allerdings meistens nur 50% der Nennleistung an - heisst, bei den 8x100WP Platten zeigt unser Laderegler max 400 - 420 Watt an.


    Verbraucher haben wir zum einen das Deckenlicht wie oben erwähnt - zum anderen aber auch einen Kühlschrank der Energieklasse A++, eine Wasserrpumpe mit 1500 Watt (Betriebszeit pro Tag ca 2 Std), im Sommer Poolpumpe für den Swimmingpool mit 1500 Watt (Betriebszeit pro Tag ca. 2 Std) und Fernseher / Sat mit Verbrauch ca. 80 Watt /h.


    Da wir nun neue Batterien benötigen, möchten wir das beste Preis Leistungsverhältnis kaufen. Wir haben schon viel über Staplerbatterien gehört - aber wir sind uns nicht sicher, ob dieses eine gute Alternative zu OPzS ist. Hier in Spanien gibt es Staplerbatterien der Firma rebacas - diese heissen Cynetic CPzS. Diese hätten bei c10 - 1100 Ah und bei c100 - 1500 Ah - 6 Stück würden Euro 1.489 kosten - dies ist echt keine Werbung - aber wir benötigen eure Hilfe.


    Die Starterbatterien von tudor haben damals das Stück 250 Euro gekostet und nun 5 Jahre gehalten. Vielleicht haben wir diese auch falsch aufgestellt - nämlich auf dem Dachboden und im Sommer ist es hier sehr warm ;-) Anfängerfehler. Die nächsten Batterien werden wir wohl im Erdgeschoss aufstellen.


    1) Welche Amperegrössen würdet Ihr für die Akkus empfehlen?
    2) Welchen Batterietyp würdet Ihr empfehlen?


    Für Hilfe wären wir dankbar.


    Liebe Grüsse
    Claudia

  • Hallo Claudia, willkommen im Forum der vielen Meinungen :)
    Möchtest Du nur eine kurze Antwort bezüglich der Akkus (= OPzS1250-1500Ah Einzelzellen:)
    oder wollt Ihr gerne auch Tips wie die Insel besser läuft ?
    Was mir sofort auffällt ist der hohe Verbrauch der Pumpen im Verhältnis zum Rest- 6kWh zu ca1,8kWh Resthaushalt !
    Wenn ich jetzt mal annehme dass die Pool-Pumpe nur von April-Sept läuft geht das ja so grade wenn die PV optimal funzt.
    Dein Hinweis

    Zitat von Gibraltanerin


    An unseren Laderegler liegen allerdings meistens nur 50% der Nennleistung an - heisst, bei den 8x100WP Platten zeigt unser Laderegler max 400 - 420 Watt an.

    "riecht" aber nach einigen Verlusten, auch wenn die andalusische Hitze schon mal 30% der Leistung schlucken kann.
    Wie soll es weitergehen mit den Verbrauchern? Wird das eher mehr oder weniger ? Wenn mehr würde ich jetzt
    auf zumindest 24V-System umsteigen, auch wenn Ihr dann die Module anders verkabeln , einen neuen WR besorgen
    und der Akku natürlich aus 12 Zellen bestehen muss.
    lg,
    Philip

  • Ich denke, etwas kühler hätten die auch 3 Jahre länger halten können.


    Willst du Serviceaufwand haben - mit Nasszellen hast du das - oder nicht ? Dann bleibt Gel oder Vlies.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Hallo Claudia,


    ich hab auch eine 12V Anlage, mit PZS Zellen. Bin damit zufrieden. Ich werde auch die Spannung nicht ändern.
    Ich würde die zu den Staplerzellen (PZS) raten, das "C" davor ist ein Werbegag des Herstellers. Bei meiner Batterie steht EPZS, ist von Exide.
    Starterbatterien sind für Solaranlagen ungeeignet, und gehen schnell kaputt. 5 Jahre sind eine extrem lange Lebensdauer für Starterbatterien.


    Ein 100Wp Modul hat 100Watt bei 18 Volt, bei 12 Volt nur zwei Drittel, außer du hast einen Mpp Laderegler.


    MfG Georg

  • Bei Batterien ist es so, dass sie bauartbedingt nur eine bestimmte Menge an kWh durchschleusen können. Das kann man bei PzS innerhalb von drei Jahren erreichen oder in 20 Jahren. Alles eine Frage dessen, wie die Batterien belastet wurden. Die ideale Temperatur für eine Batterie sind 20°C. Mit jeden 10°C mehr halbiert sich die Lebensdauer (es sei denn, die Batterie wird sehr intensiv genutzt und korrekt behandelt). Die Idee die nächste Batterie etwas kühler zu lagern ist sehr sinnvoll.


    Grundlegende Informationen über Pb-Batterien gibt es hier: http://wiki.polz.info/doku.php
    Dieses Wiki wurde von Leuten hier aus dem Forum erstellt. OPzS ist die ortsfest Variante der Staplerbatterie PzS. Die Auswahl war also schon mal nicht schlecht, nur minimal teurer. In Deutschland kann man PzS für rund 150 Euro pro kWh Nennkapazität beziehen. Mit Elektrolytumwälzung (solltet ihr unbedingt mitbestellen) kommt man auf rund 230 Euro pro kWh nutzbar. Freunde von mir wohnen zwischen Alicante und Valencia haben nach sehr viel Suche einen Anbieter gefunden, der die PzS für rund 240 Euro pro kWh Nennkapazität anbietet (also nicht kWh nutzbar). Entweder seid ihr extrem glücklich dran mit eurem Anbieter oder es gibt da eindeutige Missverständnisse.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo Claudia


    frag mal bei ACL baterías nach, da kommst du billiger weg, die grössten Zellen die ich gesehen hab warn 1240 Ah, C5
    Und bei den 50% von de 8X100Wp muss ja wohl irgendwas schieflaufen, normal ist das nicht ..
    viel Erfolg ..


    :idea:

    720 wp - 700 Ah Pzs - PR 3030 - Xantrex Prosine 1800i

  • Es ist schon auffällig das sich die meisten User aus Südeuropa mit weiblichen Usernamen hier anmelden.
    Da soll wohl der Beschützereffekt damit geschürt werden :?:
    :mrgreen:

  • Hallo,
    erst einmal herzlichen Dank für alle Antworten und auch Tips.
    Natürlich verwundert es uns auch, dass nur 50% der WP am Laderegler ankommen. Hier noch einige Details der Laderegler:
    1x STECA PR 3030 und 2x Schneider Elektrik C40 DVM.
    Wir wollen wenn alles wieder läuft und wir nicht mehr bei Teelicht sitzen müssen, vielleicht MPPT Laderegler kaufen und einbauen - vielleicht kommt dann mehr vom Dach runter ;-)


    @ Philip - mit den Verbrauchern soll es erstmal so bleiben - also nicht mehr Verbraucher anschliessen. Wir wollen erstmal auf 12V bleiben, da wir ansonsten einen neuen Wechselrichter benötigen. :( Wir wollen aber vorsorgen - also 12 Batterien a 2V kaufen, die man dann ggf. bei Umrüstung auf 24V anschliessen kann. Kann man eigentlich einen Wechselrichter, der für 12V funktioniert umrüsten auf 24V???
    letsdoit - Serviceaufwand spielt nicht so eine grosse Rolle - für uns ist momentan das Preis / Leistungsverhältnis enorm wichtig.


    Herzlichen Dank für eure Hilfe


    Liebe Grüsse Claudia

  • Sag uns mal, was für Module ihr verbaut habt. Wenn deren Vmpp oder Voc (mpp = maximum power point; oc = open contact) deutlich über 18 Volt liegt, dann wäre der 'Verlust' erklärt.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von jdhenning

    Sag uns mal, was für Module ihr verbaut habt. Wenn deren Vmpp oder Voc (mpp = maximum power point; oc = open contact) deutlich über 18 Volt liegt, dann wäre der 'Verlust' erklärt.


    oc= open circuit :) und 100W-Module haben eher selten deutlich mehr als 18V Vmpp.
    Claudia, doch, das geht schon mit 12 Einzelzellen zu einer 12V-Bank verschalten. Ich würde dann aber empfehlen
    erst je 2 Zellen parallel und dann die 6 Pärchen in Serie zu verkabeln. Das ist zwar etwas blöder zu verkabeln aber
    die Zellen driften Euch nicht so leicht auseinander. Über die Art der bisherigen Verkabelung hast Du noch nichts geschrieben!
    Oft ist der Spannungsabfall wegen dünnem, langem Kabel und schlechten Verbindungen so hoch dass nicht mehr viel
    im Akku ankommt. Und kaputte Akkus nehmen entweder zuviel (Zellschluss) oder zu wenig(sulfatiert) Strom an.
    Im warmen Süden würde ich auf jeden Fall flüssige OPzS nehmen und so kühl wie möglich stellen. Wir haben bei
    Vinaroz im Schatten einer Ruine eine kaputte Tiefkühltruhe eingegraben und die Zellen da reingestellt....
    Den Wechselrichter auf 24V umbauen geht für Normalsterbliche nicht, hier gibts schon jemand der das kann
    aber lohnen wird es wohl nicht. Aber er hat glaub ich noch ein paar gebrauchte WR zu verkaufen,
    sind wahrscheinlich besser als neu. Kannst ja mal bei @Leon_M nachfragen :)
    Wo es gute günstige Zellen und anderes Material vor Ort gibt weiß wohl Wile (hallo,lg!) am Besten.
    lg,
    Philip


    Murray, vielleicht solltest Du das auch mal probieren :mrgreen: