PV-Anlage auf Mietshaus

  • Hallo zusammen ich habe folgenden Fall:


    Ich habe ein Mietshaus gekauft. Der verstorbene Vorbesitzer hat dort selber eine Wohnung bewohn und im Jahr 2013 eine PV anlage (8,4 kwp) installieren lassen. Im Keller stehen zwei Batterien und im Zählerschrank ist ein Zweiwegezähler. die Anlage ist so installiert, dass der PV-Strom für den Eigenverbrauch der EG-Wohnung genutzt wird und nur die Überschüsse eingespeist werden.
    Ich werde die Wohnung aber nicht selber nutzen, sondern vermieten.


    Nun habe ich aus meiner sicht die folgenden Möglichkeiten:
    1) Ich rüste die Analge um auf Volleinspeisung und trenne das Stromnetzt der EG - Wohnung davon ab.
    2) Ich finde eine Lösung, dass der neue Mieter meinen Strom in irgendeiner Variante "kauft".


    Variante 1 kostet ersmal Geld (Umklemmen etc.) und bringt mir nur 15,92 ct/kwh.
    Variante 2 könnte für mich und den Mieter interessant sein, ich habe aber keine ahnung, was da an Verwaltungsaufwand auf mich zukommt...


    Wer kann mir das erklären?

    40 Module á 210Wp = 8,4 kWp, Kalysto M-Serie
    mit zwei Wechslerichtern Solar Max 4200 C
    Ausrichtung 200°, DN 40°

  • Was machen die Batterieen im Keller? Hat der Vorbesitzer Speicherförderung kassiert? Dann bist du auf 60% für immer begrenzt.


    Bau auf Volleinspeisung um, beim Verkauf an den Mieter fallen 100% EEG-Umlage an, du mußt also (2016) vom Mieter mindestens 22.274ct/kWh netto nehmen. MIR wäre das zu teuer ;) Außerdem brauchst du natürlich enen geeichten Zähler, der den Direktverbrauch erfaßt, der ist typisch unter 10kWp ja nicht vorhanden, wenn man den Strom selbst nutzt.
    Theoretisch kannst du noch kaufmännisch bilanziell volleinspeisen, auch dafür brauchst du einen (geeicht versteht sich von selbst) Erzeugungszähler. Hätte halt den Vorteil, daß du da keinen Zählerplatz bruachst, weil es Zwischenzähler z.B. auch als Hutschienenzähler gibt.

  • "Was machen die Batterieen im Keller? Hat der Vorbesitzer Speicherförderung kassiert? Dann bist du auf 60% für immer begrenzt."


    Die Dinger sehen aus wie zwei große Autobatterien. In den Unterlagen habe ich nichts über Speicherförderung gefunden. Daher gehe ich da mal nicht von aus.

    40 Module á 210Wp = 8,4 kWp, Kalysto M-Serie
    mit zwei Wechslerichtern Solar Max 4200 C
    Ausrichtung 200°, DN 40°

  • Schließe mich dem Vorredner an.


    Dein Plan B) endet in einem einzigen großen Problemsalat. Wenn Du den einen Fuss endlich von der Tretmine runter hast - stehst Du mit dem anderen Fuss auf einer anderen Mine.
    Wenn EEG-Umlage anfällt.... wirds für den Mieter unwirtschaftlich.
    "Krumme Lösungen" halten immer nur solange, wie Friede herrscht. Der herrscht aber zwischen Mieter und Vermieter naturgemäß nicht.
    Es gibt wohl Lösungen, bei der der Mieter die Anlage pachtet - und dann selbst zum Betreiber wird. (Rechtssicher bin ich da nicht; aber nur mal gesetzt, es wäre so...)
    Überleg mal bitte..... im Moment kannst Du zu traumhaften Konditionen an die Städte vermieten; zur Unterbringung von Facharbeitern oder Ärzten. Meinst Du, das wird was mit verpachten?


    Bau auf Volleinspeisung um.
    Stell Dir einfach vor... der Verkäufer hätte gesagt:
    "Guter Mann.... mit dem gegenwärtigen Messkonzept wrden sie garantiert nicht glücklich. Ich bau ihnen das noch auf Volleinspeisung um - und dafür kostet das Haus 100 Euro mehr. Hättest Du gesagt: NIE! AUF KEINEN FALL!! Damit wird ja alles unwirtschaftlich.
    ??
    wohl kaum....

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von didisolar

    "Was machen die Batterieen im Keller? Hat der Vorbesitzer Speicherförderung kassiert? Dann bist du auf 60% für immer begrenzt."


    Die Dinger sehen aus wie zwei große Autobatterien. In den Unterlagen habe ich nichts über Speicherförderung gefunden. Daher gehe ich da mal nicht von aus.


    In einem Mietshaus würde ich die dann eher nicht stehen lassen, vor allem, wenn da auch Kinder einziehen.
    Mach dich mal schlau, wozu die da sind, werden ja nicht einfach so rumstehen ;) Notfalls (im Inselbereich) einen Thread aufmachen und ein paar Bilder einstellen. Wenn sie schon länger ungeladen rumstehen, dürften sie aber hinüber sein, dann such dir einen Schrotthändler, der dir wenigstens den Bleipreis zahlt.

  • Geht in so einem Fall eigentlich auch verschenken?
    Also alles so lassen wie es ist und einfach z.B. 10€ mehr KM verlangen? Erfahrungswerte zum EV sollten ja vorhanden sein.

  • Klar, ändert aber nichts daran, daß EEG-Umlage fällig wird - ganz blöd ist der Gesetzgeber auch nicht Gestaltungsmöglichkeiten nicht schon vorher zu bedenken ;)
    Wie das dann steuerlich ist, sollte jemand anderes durchleuchten.

  • man könnte die PV Anlage auch zum Bestandteil der Mietsache deklarieren.Damit entfällt der Stromverkauf an die Mieter.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!