Viele Nachteile und Hürden für PV-Betreiber

  • Neben
    - vielen allgemeinen Überlegungen,
    - einer aufwendigen Planung,
    - so manche Unannehmlichkeiten beim Bau
    - eventuellen Finanzierungskosten für die Installation einer PV-Anlage,
    - vie Bürokratismus (Schreckliche Formulare zur Anmeldung beim FA, BNA, evtl. Gewerbe, ...)
    gibt es für private Anlagenbetreiber m.W. noch jede Menge Nachteile bzw. Hürden, die einem Staat oder Unternehmen in den Weg legen:


    - Mancherorts keine Genehmigung seitens der Kommune für den Aufbau einer Anlage
    - Kappung des einspeisbaren Stroms durch RSE/Einspeisemanagement/70%-Regelung
    - Besteuerung des Eigenverbrauchs. Und dann noch auf den Preis des fiktiven Strombezugs
    - Zusätzlich EEG-Umlage bei Anlagen größer 10 kW
    - Aufwendige USt-Voranmeldungen usw bei Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung KUR, wenn man die MWSt der Installation zurückhaben will
    - Wahrscheinlich neue jährliche Gebühr für neue Zähler ab 2017 für Anlagen größer 7 kW
    - Förderung nur, wenn gleichzeitig auch energetisch saniert oder ein teurer Batteriespeicher eingebaut wird
    - Die Anzahl der möglichen Stromanbieter reduziert sich, da viele die Nutzer einer PV-Anlage nicht beliefern bzw Boni verweigern oder einen Verbrauch unter 1000 kWh gar nicht anbieten
    - Der noch vom Stromanbieter zu beziehende Strom wird teurer je kWh, da bei niedrigem Verbrauch der Preis meist höher ist


    Ich hoffe, das stimmt auch alles so.
    Vielleicht habe ich aber ja noch das eine oder andere vergessen ? (Falls ja, bitte ergänzen)


    Leider erfährt man davon erst, wenn man sich intensiver damit beschäftigt bzw. mitten drin steckt.
    Gott sei Dank gibt es ein Forum wie dieses, in dem man suchen und nachfragen kann.


    Hätte so mancher das alles aber vorher gewußt, so wäre die Entscheidung pro PV-Anlage eventuell anders ausgefallen ?


    Zumindest ist man ganz schön verärgert, wenn man im Lauf der Zeit feststellt, welche Nachteile sich so ergeben und die Lust daran schwindet doch etwas.


    Man könnte auch glauben, daß es im Allgemeinen nicht wirklich gewollt ist, daß solche Anlagen gebaut werden. Gewinnerzielung der großen Unternehmen steht dann wohl doch über dem Umweltgedanken.

  • naja man informiert sich auch vorher gruendlich bevor man in sowas investiert..
    aber warum der thread ?
    Macht fuer mich nicht viel Sinn :roll:

    28 x Heckert Nemo P60 260watt ( 7,28 kwh )
    Schletter Flachdach Ost West System
    Fronius 6.03M

  • 28 x Heckert Nemo P60 260watt ( 7,28 kwh )
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  • Hi,


    Zitat von krebs8

    Man könnte auch glauben, daß es im Allgemeinen nicht wirklich gewollt ist, daß solche Anlagen gebaut werden. Gewinnerzielung der großen Unternehmen steht dann wohl doch über dem Umweltgedanken.


    je was anderes geglaubt :-)


    Knut

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

    alle DN 22°


    FTP-Hosting für Photovoltaikanlagen - self.Logger.solar

    API für Prognosedaten zur Solarproduktion - Forecast.Solar

  • Moin Krebs8


    Volle Zustimmung.
    Bei der aktuellen Einspeisevergütung, bzw. möglichen Einsparung durch PV, kann man kleine Anlagen nur als Hobby ansehen.


    Zitat

    - vie Bürokratismus (Schreckliche Formulare zur Anmeldung beim FA, BNA, evtl. Gewerbe, ...)


    Plus Vorsteuer etc.


    Bei einer Anlage mit 7kWp hat man, wenn es gut läuft, 840€ Einspeisevergütung.
    Anschaffung etwa 10000€, sind während der Laufzeit 500€ / Jahr
    Bleiben 340€ pro Jahr, abzüglich Instandhaltung und Versicherung.
    Mit Glück bleiben 200€ pro Jahr übrig, abzüglich Steuern.
    Da kann man auch 5 Überstunden machen, kommt auf's Gleiche raus.
    Die 5 Stunden fallen so oder so an, entweder easy im Büro oder bei der formellen Betreuung der Anlage.
    Hier muss dringend eine Änderung gemacht werden, z.B. Anlagen bis x kWp , von der Steuer und anderen Bürokratismus befreien.
    Wird das nicht gemacht, hat sich das Thema PV auf Eigenheimen bald komplett erledigt.


    Gruß
    Manfred

  • Ich weiss nicht was ihr immer mit versicherung habt.
    Die kosten meist in der Wohngebäudeversicherung kein aufpreis !!
    Und was versteht ihr unter instandhaltung ?
    das reinigen alle 2-3 jahre ?
    ausserdem kann man den WR gegen aufpreis von zb 250 euro ( je nach groesse des WR ) die Garantie auf 10 jahre verlaengern.

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  • Zitat von italiano83

    Ich weiss nicht was ihr immer mit versicherung habt.
    Die kosten meist in der Wohngebäudeversicherung kein aufpreis !!
    Und was versteht ihr unter instandhaltung ?
    das reinigen alle 2-3 jahre ?


    Weil zwar in viel Wohngebäudeversicherungen Solaranlagen kostlos mitversichert sind, PV-Anlagen als Gewerbebetriebe aber zusätzlich versichert werden müssen.

    15x IBC Solar Monosol 265EX
    Kostal Piko 4.2
    Buderus WPT 270/2 A

  • Zitat von Dease

    Weil zwar in viel Wohngebäudeversicherungen Solaranlagen kostlos mitversichert sind, PV-Anlagen als Gewerbebetriebe aber zusätzlich versichert werden müssen.


    mich hat meine versicherung aber nicht gefragt ob ich gewerbetreibender bin oder nicht :roll:

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  • Die oben angeführten Argumente, sind ein Sturm im Wasserglas.


    Wenn die PV irgendwann mal konkurrieren will, kann nicht der 50 Cent Vergütung hinterher gejammert werden.


    Beta