Inselanlagen: Netzverträglich oder Netzdienlichkeit?

  • Verschoben aus dem Thread: "PV mit Speicher und E-Auto...kann sich DAS rechnen?"

    Zitat von photoenchen4me

    Vielleicht können wir uns auf den Terminus Netzverträglich anstelle von Netzdienlich einigen?


    Weil netzverträglich ist PV sowie Solar Akku schon lange, insbesondere im Kleinbereich (10kWp, Haushaltsgrösse).
    Hingegen ist deine - stets wiederkehrende - Forderung nach Netzdienlichkeit mMn lediglich eine weitere Möchtegern-Monopolisten Unverfrorenheit der EE Trittbrettfahrer (EVU / Netzbetreiber).


    NEIN, können wir nicht! Das sind zwei verschiedene paar Schuhe: Netzverträglich ist irgendwie alles Elektrische.
    Netzdienlich hingegen sind Anlageteile, welche problemlos ins Verbundnetz integriert werden können.
    So erachten offenbar deutsche Versorger PV-Anlagen nicht als netzdienlich, wenn sie betreiberseitig abgeregelt werden müssen, anstatt aktives Lastmanagement.
    Speicher sind erst recht nicht netzdienlich, solange sie nicht vom Netzbetreiber gesteuert werden können und so zur
    Stabilität des Verbundnetzes beitragen: http://www.energiezukunft.eu/s…r-netzentlastung-gn10902/
    Deshalb ist die Entwicklung der Bi-direktionalen Wallboxen von Elektrofahrzeugen, insbesondere Schwerverkehr
    nicht zu schaffen, ohne die Versorger einzubinden, bzw. sind es grösstenteils die Versorger selber, welche Schnelladestationen kostenlos zur Verfügung stellen.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    NEIN, können wir nicht! Das sind zwei verschiedene paar Schuhe: Netzverträglich ist irgendwie alles Elektrische.
    Netzdienlich hingegen sind Anlageteile, welche problemlos ins Verbundnetz integriert werden können.


    Schade.
    Weil weder deine Interpretation der technischen Sachlage, noch die von dir verteidigte Hierarchieposition, findet meine Zustimmung.
    :juggle:


    Weil:
    Netzverträglich sind Insel- bzw Halbinselanlagen samt Speicher schon lange.
    Netzdienlich hingegen bedeutet lediglich, dass sich ein monumentaler Wasserkopf an Geldsäcken und Dampfplauderern am kleinen Privaten gesundstossen wollen .



    Oder wie der engischmann zu sagen pflegt:
    I respectfully agree to disagee
    :wink:

    LiFePO ist anders.


  • gefallen mir sehr gut deine Formulierungen, wie z.B.:


    >....weitere Möchtegern-Monopolisten Unverfrorenheit der EE Trittbrettfahrer (EVU / Netzbetreiber)<
    >...ein monumentaler Wasserkopf an Geldsäcken und Dampfplauderern am kleinen Privaten gesundstossen wollen<


    Da können wir doch was draus machen, wie z.B.:


    Hier meine Definition zu "netzdienlich":


    "netzdienlich, adj." : Wenn Möchtegern-Monopolisten und EE Trittbrettfahrer (EVU / Netzbetreiber), zusammen ein monumentaler Wasserkopf an Geldsäcken und Dampfplauderern, sich an kleinen Privaten gesundstossen wollen.


    Sonnige Grüße


    P.S. mit deiner Erlaubnis übernehme ich diese Formulierung auf unsere Homepage.

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • Ich möchte mich von diesem Thread klar distanzieren:
    Ich habe ihn nicht eröffnet und kann auch nichts dazu beitragen.
    Ich unterstütze auch keine Inselanlagen im Netzverbund und auch keine Elektromobile mit Verbrennungsmotor!
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

    Einmal editiert, zuletzt von einstein0 ()

  • Ich meine, dass man beides schon sauber unterscheiden sollte.


    Netzverträglich bedeutet, dass von der Anlage keine externen Probleme verursacht werden (Thema EMV usw.); das ist allerdings eine generelle Regelung und mit der Anbringung des CE-Zeichens bestätigt der Hersteller/Verkäufer, dass die Netzverträglichkeit gegeben ist. Braucht man sich also nicht drüber unterhalten.


    Netzdienlichkeit bedeutet, dass man (händisch oder auch automatisch) eine Dienstleistung erbringt, beispielsweise Regelenergie zur Verfügung stellt. Aktuell ist es so, dass der Betreiber einer einspeisenden PV die Kosten dafür zu tragen hat, denn er ist Gewerbetreibender und muss die Rahmenbedingungen akzeptieren. Wenn einem die Rahmenbedingungen nicht gefallen, dann kann man es ja sein lassen.


    Etwas anders sieht es bei (Halb-)Inseln aus. Man ist nicht gewerblich tätig, folglich muss man nur dafür sorgen, dass die eigene Anlage netzverträglich ist. Wäre es anders, dann müsste sich ja jeder Kunde vorschreiben lassen, wann er seine Leselampe einschalten darf oder wann er sie sogar einschalten muss.Das wäre ein Eingriff in Grundrechte und somit verfassungswidrig (was nicht heißt, dass man es auf dem Umweg über Smart Meter nicht trotzdem versucht).


    Im Falle einer (Halb-)Insel wäre Netzdienlichkeit ein Service, der den EVUs einen geldwerten Vorteil bringt; folglich ist nicht einzusehen, dafür kein Geld zu verlangen. Dann wäre man aber wieder gewerblich und viele (Halb-)Insel-Betreiber wollen genau das nicht sein (zumindest nicht mit ihrer PV).


    Genau den gleichen Effekt hätte man, wenn man die Batterie vom EV für die Netzdienlichkeit zur Verfügung stellt. Freiwillig und als Gewerbetreibender ist das o.k., denn es ist die freie Entscheidung. Aber dann sollen die EVUs und die Batteriebesitzer auch für die Infrastrukturkosten aufkommen und sie nicht der Allgemeinhait auferlegen wollen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • na, ja möchte meine letzte Post ein bisschen entschärfen.


    > netzdienlich muss ja nichts Schlechtes sein, wenn man etwas Gutes draus macht :D


    Leider geht da Politik und Technik nicht immer zusammen.


    Sonnige Grüße

    Die neue Energiefreiheit kommt an!

  • @ steini .... du hast doch den tread eröffnet oder????
    und klar kann es ein weg sein privarte speicher um Verbundnetz zu nutzen ....
    in wie weit es sich durchsetzt ne andere Sache
    das nichtbenötigte Kapazitäten entlastend sind sollte doch jeden enleuchten oder???

  • Problem jeder redet von Regelenergie und dann sieht man wie groß die Hindernisse sind für Stromspeicher Hersteller. :twisted: ZB Kosten für extra Zählerplatz und Umschaltung. Zusätzlich verdiene ich als Akku - Besitzer genug um die Kosten pro Lade Zyklus die ich verliere auszugleichen? Inselsystem ist wie mein eigener Garten da kann ich selbst bestimmen und erweitern oder Umbauen... :)



    servus Solar Sepp 8)

    Für Energie Alternativen Solarstrom Simon aus Bayern München / Olching