Planung PVA im EFH mit WP

  • Hallo,


    wir sind Eigentümer eines Fertighauses mit LW-Wärmepumpe. Der Stromverbrauch liegt bei etwa 3400kwh/a, die WP frisst nochmal etwa so viel.


    Das Haus hat eine Ost-West-Ausrichtung, DN 40 Grad. Wohnort nahe Frankfurt am Main.


    Wir sind nun auf der Suche nach einer Anlage, um möglichst viel Strom einzusparen, bzw eben selber zu verbrauchen. Ein Speicher kommt allerdings nicht in Frage.


    Uns wurden verschiedene Vorschläge unterbreitet und ich würde gerne wissen, was ihr vorschlagt.
    Wie groß sollte die Anlage ausfallen, wie verteilt (Ost/West)??


    Auch bietet jeder Monteur unterschiedliche Hersteller an, der 1. will Yingli oder Solarworld, der 2. IBC oder Heckert verbauen, und der 3. hat noch nen Haufen Solar-Fabrik rumfliegen.


    Solar-Fabrik soll insolvent sein, wie sieht es da mit einer Gewährleistung aus??


    Ähnlich verhält es sich mit den Wechselrichtern. Der eine bietet Fronius an, der andere schwört auf SMA, und der Dritte verbaut nen Chinesen.


    Zum Thema Wärmepumpe scheiden sich auch die Geister. Der eine will sie auf jeden Fall mit über die Anlage versorgen, der andere rät dazu ab wegen der vergünstigten Stromtarife. Allerdings muss ich sagen, dass der HT-Tarif der Wärmepumpe mittlerweile teuerer ist als der normale Hausstrom. Das rentiert sich also kaum noch...


    Über zahlreiche Meinungen und Ratschläge würde ich mich freuen...


    Gruß

  • Wenn du die WP brauchst scheint wenig Sonne.
    HT/NT, Nachts ist es kälter und die WP hat einen geringeren Wirkungsgrad. Spar dir den NT/HT Tarif und verbau einen großen Wärmepuffer, damit die WP nur Tags laufen muß. Die WP muß dann aber etwas größer sein. Dann kannst du wenigstens in der Übergangszeit mit PV heizen.


    Gruß
    Thomas

    9,99KWp Yingli 270W Ost/West, SMA9000TL-20, Home Manager.
    48V 775Ah Bater an 2 Victron Multigrid
    2,7KWp Axitec AC-300M/156-60S Südausrichtung
    Victron BlueSolar 150/60-Tr

    Panasonic Aquarea 9KW Split

    Vectrix VX-1

  • Hallo,


    in der Übergangszeit heizen wir mit einem Kaminofen... Das Holz mache ich selber im Wald, somit nahezu kostenlos...


    Gruß

  • Der Puffer verschlechtert allerdings die Effizienz der WP wieder, da das Wasser stärker erwärmt werden muss und der Speicher selbst auch Verluste hat. Und je größer die WP-Leistungsaufnahme, desto öfter reicht der Strom aus der WP nicht aus und es muss zugekauft werden.


    Heizt die WP nur im Kernwinter wird das nicht viel mit PV. November bis Februar bringt die PV nicht viel Ertrag.

  • Zitat von Stoni01

    Was wäre demnach die beste Lösung für uns?


    Du schreibst nichts dazu wie alt oder wie gut oder schlecht gedämmt dein Fertighaus ist
    grundsätzlich gilt aber:
    Gebäudekennwerte erfassen (Umhüllungsflächen und U-Werte), Wärmebedarf berechnen
    Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmebedarfs mit den jeweiligen Kosten und Einsparungen ermitteln und gegenüberstellen
    Möglichkeiten zur Deckung des Wärmebedarfs gegenüberstellen
    in dieser Reihenfolge
    "einfach" alles so lassen wie es ist, eine PV-Anlage aufs Dach bauen und glauben daß man sich damit maßgeblich was an den Heizkosten spart, wird nicht den erwarteten Erfolg bringen können.

  • Zitat von Stoni01

    Was wäre demnach die beste Lösung für uns?


    PV so groß wie möglich knapp 10 kWp, Nachtabsenkung in der Heizung einstellen, Warmwassserbereitung nachts ausstellen. Somit verschiebst du nochmal einen Teil der Wärmebereitung in die hellen Stunden.


    Zweitzähler ausbauen lassen, hab ich auch so gemacht und das spart allein schon mal eine Zählermiete.


    Ansonsten bleiben dir noch Effizienzmaßnahmen: stromsparende Umwälzpumpe, Zirkulation nachts aus, hydraulischer Abgleich, Heizkurven optimieren.


    Bastel


  • Das Haus ist 8 Jahre alt und verhältnismäßig gut gedämmt. Der Wärmekoeffizient liegt bei 0,14. Der Strombedarf ist natürlich im Winter exorbitant höher als im Sommer, darüber bin ich mir durchaus im Klaren. Aber übers Jahr gesehen denke ich schon, dass da Einsparpotential ist.
    Zur Reduzierung des Wärmebedarfs haben wir uns letztes Jahr einen Kaminofen zugelegt, der jetzt in der Übergangsphase schön bruzzelt. Ich denke selbst den Oktober könnte man mit Ofen und PV abdecken. Danach zahl ich drauf, dafür speise ich im Sommer recht viel ein. Die Abschlagszahlungen werden ja letztlich gegengerechnet, und da macht sich die Einsparung dann sicher bemerkbar. Jemand anderer Meinung?


    Ok soviel mal zu Heizung, bleibt noch die grundlegende Frage: welche der genannten Module sind empfehlenswert, welcher Wechselrichter? Gibt es denn da überhaupt gravierende Unterschiede?


    Was ist mit der insolventen Solarfabrik?


    Gruß

  • Zitat von Stoni01

    ....Die Abschlagszahlungen werden ja letztlich gegengerechnet, und da macht sich die Einsparung dann sicher bemerkbar. .....


    Gruß


    Was meinst du damit? Außer dir selbst rechnet das niemand gegen. Für die eingespeiste kWh erhälst du derzeit ca. 12,7 ct/ kWh zzgl. MWSt, die du aber abführen musst. Was dich dein gekaufter Strom kostet weißt du sicher selbst. Auf den selbst verbrauchten Strom musst du auch MWSt zahlen. Diese bemisst sich nach dem Wert,zu dem du Strom kaufst und nicht nach der Höhe der Einspeisevergütung. Und letztlich musst du den Gewinn aus der Anlage versteuern. Zum Gewinn trägt auch der selbst verbrauchte Strom bei.

  • Kommt mal bitte zur Ausgangsfrage zurück. Was ist mit den verschiedenen Modulherstellern, die mir angeboten wurden? Welche sind ok, welche sollte man nicht nehmen? Wo liegen die qualitativen Unterschiede bei den Wechselrichtern?