Platinum WR für ost/west ca. 20 kWp

  • Servus,


    plane gerade eine Anlage für Überschusseinspeisung.


    Anlagengröße rund 20 kWp auf einem Ost/Westdach (-100° / 80°) im Allgäu. Dachneigung 19°.


    Morgens und abends, v.a. von Oktober bis Anfang März hat die Anlage mit Verschattungen (Bäume, Nebengebäude) zu kämpfen.


    Geplant sind je Dachseite rund 10 kWp, d.h. etwa 40 Module à 250Wp, wobei hier durchaus noch Spielraum nach unten oder oben ist.


    Von Platinum sind noch die 9000er verfügbar: der 9000 R3S2 und der 9000 R3MDX. Da ich mit Geräten von Platinum beste Erfahrungen habe, würde ich noch gerne solche WR verbauen.


    Welcher der beiden passt hier besser und wie könnte eine mögliche Verschaltung aussehen?


    Grüße
    Allgäulix

  • Moin,


    natürlich der 9000 R3S2, da der 2 Tracker hat. Somit kannst pro WR je 20 O und 20 W Module verstringen.
    Schatten zu der Jahreszeit ist fast egal, da das eh die saure Gurkenzeit für O/W Anlagen ist. Ich habe auch Schatten zu der Zeit auf einer O/W Anlage - sowas von egal :D


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Servus,


    der R3S2 ist auch mein Favorit, selbst wenn er merklich teurer ist.


    Wieviel kann der WR unterdimensioniert werden bei der von dir vorgeschlagenen Verstringung? Spannungstechnisch passen 21 Module je String. Würde das auch noch mit 260 W Modulen funktionieren?


    Grüße
    Allgäulix

  • Zitat von Allgaeulix

    Würde das auch noch mit 260 W Modulen funktionieren?
    Grüße
    Allgäulix


    Problemlos - kannst auch 22 kWp ranhängen. Verlust aufs Jahr gesehen unter 1%.
    Ich würde mind. soviel (22 kWp) hinhängen, da die Anlage somit ja wirtschaftlicher wird.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Vielen Dank für die Antworten.


    @ Retrerni


    zum besseren Verständnis und zum Nachvollziehen. Wie berechnest du "geometrisch" die größere Modulnennleistung?


    Grüße
    Allgäulix

  • Aus der Leistungsverteilung pro Ausrichtung/Neigung sowie der daraus resultierenden Sonneneinstrahlungswinkeln, da die Nennleistung der Module ja nur bei STC-Bedingungen erreicht wird, welche ja u.A. die senkrechte Einstrahlung beinhalten, welche hier ja nicht gegeben ist (zumindest nicht gleichzeitig für beide Dachhälften, dazwischen gibt's ja noch den sinus des Winkels ;)


    Ciao


    Retrerni

  • Zitat von Retrerni

    dazwischen gibt's ja noch den sinus des Winkels ;)


    :shock:
    Aha! ...


    Und ich dachte schon, so eine Berechnung sei kompliziert. :wink:


    Immerhin, Retreni, du hast es versucht, mich über die Mathematik in die Tiefen der Physik zu lotsen. So aus der Distanz betrachtet bleib' ich wohl besser bei meinen Leisten, und frag im Forum die Experten :idea: , wenn ich mal wieder etwas nicht kapiere!


    Grüße
    Allgäulix

  • Hallo,


    ganz einfach...


    Nimm ein Blatt Papier und halte es in der Mitte links und rechts fest. (Modul)
    Nun schaue von oben auf das Papier. (volle Fläche = volle Leistung)
    Dreh das Papier (Dachneigung) nach unten. (Fläche wird kleiner = Leistung wird kleiner)


    Ganz einfach...


    Jetzt kommt noch der Sinus dazu...


    Schwenke das Papier von links nach rechts...
    Was siehst du?


    Richtig, morgens (links) wenig Fläche,
    Mittags (Mitte was für ein Zufall) die größte Fläche
    und dann abends (rechts) wieder wenig Fläche...


    So nun Ende der Mathe Stunde.
    (So habe ich es meinen zwei Enkeln erklärt)


    Gruß Verona

    7,995 kWp - 37 IBC 215TS - Solarmax + Mastervolt
    2,160 kWp - 12 Day4 180 - Solarmax
    2,250 kWp - 10 Sanyo HIP225 - Solarmax
    1,890 kWp - 06 Sunpower 315 - Mastervolt
    6,000 kWp - 24 Yingli 250 - 2 Steca
    12 kW ESS Peus-Testing
    http://www.solarlog-heckmann.de

  • Servus,


    ich hol' mal diesen Faden wieder hervor.


    Bei der geplanten PV Belegung dieses (noch nicht gebauten) Daches kommen zwischenzeitlich weitere Aspekte hinzu.


    Zum gesamten Projekt:
    Die Pläne für den Bau der Halle sind soweit eingetütet.
    Halle mit ost/west Dach,
    18° Neigung
    Dachfläche gesamt rund 900 m²


    Auf das Dach soll eine PV bis zu 30 kWp für Eigenverbrauch. Jährlicher Stromverbrauch 20-25k kWh.


    Ich möchte den WR im Verhältnis zum Generator stark unterdimensionieren. Meine Vorstellung liegen bei rd. 60%. Die Gründe: geringere Inverstitionskosten, WR läuft zeitlich öfter im besseren Wirkungsgradbereich, Mittagsspitzen im Frühjahr/Herbst kann ich i.d.R. nicht durch Direktverbrauch abschöpfen.


    Gehen wir mal von günstigen 250 Wp Modulen aus, das wären dann 60 Module je Dachhälfte, also je 3 Strings à 20 Stück. Optimal hierfür sind WR mit 2 Trackern.
    Wie könnte ein WR mit 3 Trackern bei o/w verschaltet werden? 2 Tracker ost, 1 Tracker west?


    Wie hoch sind die Mismatching Verluste bei 1 Tracker mit o/w?


    Zudem muss ich nämlich durch den Bau der neuen Halle voraussichtlich ein paar Strings von Anlagen auf anschließenden Gebäuden abbauen. Die Module dieser Strings sind bisher nach süden ausgerichtet und werden jetzt wohl auch auf das o/w Dach wandern. Ist es besser, die Module parallel auf beide Dachseiten aufzuteilen, oder aufgrund des Mismachings nur auf eine Dachhälfte zu legen? Innerhalb eines Strings mischen oder je String eine Dachseite?


    Grüße
    Allgäulix