PV-Anlagenplanung mit Wärmepumpe und Batterie (Solarwatt??)

  • Hallo,


    das hatte ich auch mal im Sinn.


    Das Problem bei der Sache ist (zumindest bei älteren Häusern und höherer Vorlauftemperatur), dass man gerade im Winter wenn man den höchsten Energieverbrauch hat, am wenigsten PV-Ertrag rein kommt.
    Dann noch tagsüber mit erhöhter Temperatur in den Puffer fahren, damit man durch die Nacht kommt erzeugt einen sehr schlechten COP an der Wärmepumpe.


    PV muss dann so dermaßen überdimensioniert sein, dass es eine sehr große Investition wierden wird.


    Wenn Platz vorhanden, würde ich wie empfohlen einen Holzvergaser installieren.
    Als Notsystem wenn man im Urlaub ist oder krank entweder einen HV mit zusätzlichem Pelletmodul, oder das Ganze mit einer Wärmepumpe koppeln, oder gleich einen Heizstab (uneffizient) in den Puffer bauen.


    Da tummeln sich die Heizungsspezialisten:


    http://www.haustechnikdialog.d…ikforum?showOverview=true


    Michael

    38 x Winaico WST-P6 Poly, 9,88 kwp Ost-West, Fronius Symo 8.2-3-m

  • Reden wir doch den Vorteil der PV nicht schlecht.
    Die Winterzeit gibt es nur einmal im Jahr, die Übergangszeit zweimal. Und da ist die Deckung durch PV ziemlich gut.


    Ich habe bei der Panasonic WP mit COP 3,5 gerechnet, obwohl die eigentlich 4,5 hat. Grund sind bei mir die Heizkörper (keine FBH vorhanden) und die resultierende Vorlauftemperatur von ca. 45°C an Eistagen. Den Rest macht ggf. der Kachelofen (11kW)..


    Im Extremfall wird gegenangedämmt bzw. in einzelnen Räumen ein größerer Heizkörper installiert bzw. nochmal ein Heizungsgebläse von unten mit Magnet an den "schlechtesten" Heizkörper gehängt, anschließend der hydraulische Abgleich leicht nachjustiert.

    10kWp + Offgrid 140Wp f. LED Garagen-Beleuchtung, Ladung Pedelec und Akku-Rasenmäher,
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80, Heizungswärmepumpe Panasonic Aquarea 5kWth,
    naturstrom
    Kia Soul EV

  • Mein Ausgangspunkt sind die 21kW der bestehenden Heizung, denke bei der Leistung brauchen wir über WP nicht nachdenken. Wenn da noch 10kW durch die Öfen weggehen, wird es langsam interessant, ich würde es nicht machen wollen (und geanu deshalb habe ich auch den Holzvergaser statt WP plus Holzofen gemacht, in Summe war das wohl auch nicht teurer)

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Meine bald zu ersetzende Ölheizung ist ähnlich groß, 18kW.
    Selbst an Eistagen mit max. ca. -5 bis min -15°C hat diese summiert nur ca. 5-8h Betriebszeit innerhalb 24h. Sie taktet also selbst dann (!!). Somit Wärmebedarf ca. 90-150kWh/Eistag.


    Die Wärmepumpe würde 5kW*24h=120kWh täglich liefern, passt also ungefähr :? . Da lege ich dann gerne noch ein paar Scheite Holz in den Kachelofen nach wenns nicht warm genug ist. Auch weil die Arbeitszahl (TAZ) der WP (Panasonic) an so einem Tag zugegeben bei nur noch 1,7 bis 2 liegt.


    Zum Vergleich:
    Wärmepumpe 5kW ca. 2000 EUR nach Förderung (ca. 3000EUR mit Handwerker), BWWP 250 l ca. 1000-1500EUR, Kaminofen ca. 500-1000EUR (Kachelofen ist natürlich teurer), 2 neue Heizkörper (zusammen 800EUR) oder 2 Heizkörpergebläse (zusammen 350EUR)

    10kWp + Offgrid 140Wp f. LED Garagen-Beleuchtung, Ladung Pedelec und Akku-Rasenmäher,
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80, Heizungswärmepumpe Panasonic Aquarea 5kWth,
    naturstrom
    Kia Soul EV

  • Wie groß wäre denn die zur Verfügung stehende Dachfläche? L x B, Dachfenster, Kamine+Bäume die Verschatten?


    Kocht ihr mit Gas oder Strom? Soll Schwiegermutter mit an die PV?


    Wie hoch ist die momentane Spitzenlast im Haus, wenn z.B. 2 Herde und 1 Backofen, TV, PC, Wärmepumpe usw. zeitgleich an sind?


    Nur mal so: bei einer 10 kWp-Anlage kannst du im Winter bei bedeckten Himmel noch nichtmal den Toaster anschmeißen ohne Strom Zukaufen zu müssen. Batterie bringt dir da auch nichts, da die nicht mehr voll wird. Du musst schon ein wirklich großes Dach haben, wenn du auch nur halbwegs im Winter autark sein möchtest. Allerdings hast du im Sommer extremen Überschuß.


    Gehts dir nur um Autark sein, oder Energie/Geld sparen?


    Grüße

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • SmartPanel
    Das mit der bwwp musstbdu mir bitte nochmal erklären....ich bin ja für alles offen, Hauptsache weg vom Standard.
    Ölverbrauch war bisher so 2500 l pro anno.
    Das mit dem zweiten. Ofen kommt auf alle Fälle, will die Ofenwärme nicht mehr missen. Und günstig Holz nach ich selber..


    Klär mich mal bitte über deine Anlage auf. Danke

    37x Solarwatt 265W Blue 60P
    9,62kWp mit E3/DC S10 9,2kW Speicher
    Feinwerk BWWP TopAir 270

  • Hallo Frozen,
    eine BWWP ist ausgesprochen eine BrauchWasser-WärmePumpe.


    Hier findest Du mehrere Umsetzungen und Meinungen (zumindest aus PV-Sicht :wink: ):
    http://www.photovoltaikforum.c…rmepumpe-bwwp-t93430.html


    Allgemein nimmt eine BWWP Kellerluft, trocknet diese und kühlt Sie ab und macht daraus Warmwasser (z.B. zum Duschen).
    Die gibt es mit 80 l - Tank ab 650 EUR bis 250 l Tank für ca. 2000 EUR.
    Im alten Haus wie bei mir sinnvoll weil ich sonst tagsüber wie früher Entfeucher laufen lassen müsste.


    Wenn Dein Keller trocken ist, ist vermutlich eine große außenstehende Wärmepumpe (WP) besser, da effektiver.
    Schau Dir die aus einem Betreiberforum mal an:
    http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Hauptseite


    Betrieb der WP eigentlich ohne Pufferspeicher (da modulierend 500Wel/2kWth bis 2,5kWel/5kWth). Da Du irgendwann Warmwasser (WW) machen musst unterbricht die WP aber die Wärmeversorgung des Hauses für ca. 1h, heizt auf 60°C auf um einen WW-Tank (empfohlen 200-300 l) über Heizschlange zu beaufschlagen.
    Mit Fußbodenheizung aufgrund der schieren Estrichmasse kein Problem, Deine und meine Radiatoren (Heizkörper) sind aber bald kalt. Also doch das WW mit BWWP getrennt warmmachen um nicht unterbrechen zu müssen ? Oder einen effienzvermindernden Heizwasserpuffer einbauen ? Deine Entscheidung. Jeder hat eine andere Meinung dazu, ist wie beim Autokauf.


    Aus PV Sicht ist der Vorteil, dass die BWWP nur ca. 300-500W elektrisch braucht, die große WP auch oft nur 500-1000W. In der Übergangszeit somit hoher PV-Eigenverbrauch (bei z.B. 7kWp Ost-West oder Süd)

    10kWp + Offgrid 140Wp f. LED Garagen-Beleuchtung, Ladung Pedelec und Akku-Rasenmäher,
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80, Heizungswärmepumpe Panasonic Aquarea 5kWth,
    naturstrom
    Kia Soul EV

  • Danke erstmal für deine Antwort. Sehe schon, das bedarf alles eines längeren Studiums der verschiedene n Möglichkeiten... aber der Winter ist lang....werde was machen, vielleicht Kombi aus MicroKWK und Pufferspeicher und Batterie und PV. Oder doch meine EiswasserWP und PV....ist ne Preisfrage

    37x Solarwatt 265W Blue 60P
    9,62kWp mit E3/DC S10 9,2kW Speicher
    Feinwerk BWWP TopAir 270

  • Scheint ja geklappt zu haben. Und zufrieden damit

    DIE SONNE GEHT IM OSTEN AUF!!! nördlich Bln.

    Ausrichtung: 245° SW DN 40°

    30x LG Neon2A5 330WP 1x Fronius Symo 10.0-3-M
    1x My Reserve Command 5x My Reserve Pack 24.3 12kWh

    1x Stiebel WPL17 ICS 1x WWK220 elektronic
    E-Auto ist bestellt. Anlagenerweitern durch Wasserspeicher in Planung
    Jeder Tropfen Öl, der nicht verbrannt wird, hilft.

    Ich habe das Genöle satt, was alles bei der Energiewende NICHT geht. Fangen wir doch damit an, was geht! Für die nächste Generation rechnet es sich in jedem Fall!