PV-Anlagenplanung mit Wärmepumpe und Batterie (Solarwatt??)

  • Hi Folks,



    ich bin neu hier und lese schon eine ganze Weile mit, aber so richtig schlauer, ob das so geht, wie ich es mir vorstelle, bin ich noch nicht.


    Wir haben ein älteres (1956) EFH mit Dachgeschosswohnung, die von meiner Schwiegermutter bewohnt wird (85qm) und wir im Erdgeschoss mit 2,5 Personen (100qm) und Kellergeschoss.


    Zur Zeit ist eine Ölheizung verbaut, Buderus G115 als Niedertemperatur und 10.000l Öltank.


    Im EG haben wir einen Kaminofen, mit dem wir sogut wie das ganze EG außer Schlafzimmer/Kinderzimmer/Bad heizen, weil alles offen (8KW).


    Im OG ist für den Wohnbereich auch ein Kaminofen geplant.
    So. Jetzt zu meinem Plan.


    Ich möchte gerne autark vom Energieverbrauch werden.
    D.h. ich denke über eine PV-Anlage in ausreichender Größe, Wärmepumpe sowie Batteriespeicher und Pufferspeicher nach.
    Als Beispiel sei da von Solarwatt die MyReserve bzw. als Easy-In dachintegrierte Montage genannt, da das Dach in den nächsten Jahren sowieso neu eingedeckt werden müsste.


    Dachausrichtung ist Südwest, DN 35°.
    Einspeisung ins öffentliche Netz nicht geplant.


    Wenn alle Komponenten sauber abgestimmt sind, kann ein Betrieb nur über die PV-Anlage gewährleistet werden? Also erst Eigenverbrauch, dann in Batterie puffern, dann in WW-Speicher puffern.



    Kommt man so ohne Verbrauch aus dem öffentlichen Netz hin???



    Vielen Dank im Voraus.


    Gruß


    Frozen

    37x Solarwatt 265W Blue 60P
    9,62kWp mit E3/DC S10 9,2kW Speicher
    Feinwerk BWWP TopAir 270

  • Die Wahrscheinlichkeit, daß es ohne Netzbezug nur mit PV und Oder mit Solarthermie funktioniert sind sehr gering.


    Wie viel Energie benötigt ihr bisher zum heizen und für WW?


    Wie groß ist Das Dach und wieviel PV kann installiert werden?


    Im Winter nützt die beste Batterie nichts wenn der Tagesertrag nicht einmal für den Verbrauch tagsüber reicht und nichts gespeichert werden kann.




    Django

  • Da bräuchtest du dann noch ein kleines BHKW dazu - oder zumindest einen zweiten Energielieferant, der die Akkus im Winter lädt. Dann brauchst auch eine schöne unverschattete und große Süddachfläche in einer sonnenreichen Gegend....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • An ein BHKW habe ich alternativ auch schon gedacht, aber dann brauch ich ja wieder einen weiteren Energieträger.
    Standort ist Osthessen, Mitte von Deutschl., 36088 Hünfeld, unbeschattetes Dach in S/W.
    Und ein großer Pufferspeicher.....irgendwelche anderen Ideen auf möglichst viel Autarkie bzw. keine öffentliche Nutzung???

    37x Solarwatt 265W Blue 60P
    9,62kWp mit E3/DC S10 9,2kW Speicher
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  • Ich plan grad so ein Haus....
    Ich denke, wenn dein Haus nichtmal nach Süd geht, musst du halt schaeun, wie du mit dem Strom im Winter rumkommst.
    Wärme kannst du ja mit Holzofen mit WW Einbindung und Puffer und Vakuumröhren machen.
    Zur Not musst du dir halt doch ein Notstromaggregat mit Flüssiggas etc reinstellen - ist ja nur Notstrom und besser als dunkel und kalt.....
    Oder das Haus in Südspanien bauen - da ist das einfacher :lol:

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  • Achso, Verbrauch waren bisher so 4000-5000 kwh.....seit diesem Sommer ist großer Pool mit 30qm Wasser und Umwälzpumpe dazugekommen, deswegen warhscheinlich schon allein im Sommer es sich lohnen würde.

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    9,62kWp mit E3/DC S10 9,2kW Speicher
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  • Da muss man dann halt schon das Gesamtkonzept durchrechnen. So zwischen Tür und Angel geht da nix....

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  • Haus aus 1956 und Wärmepumpe - vergiss es
    "autark vom Energieverbrauch" wirst du, wenn du keine Energie mehr verbrauchst
    die von dir angegebenen 4-5000 kWh sind der Stromverbrauch, nehme ich mal an
    gefragt war aber der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser (=Öl)


    wenn du etwas am Haus ändern willst, steht am Anfang eine Bestandsaufnahme
    Ermittlung der Außenflächen und ihrer U-Werte, Berechnung des Wärmebedarfs im jetzigen Zustand,
    dann die Gegenüberstellung von Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit ihren Kosten und Nutzen


    Einfach eine Wärmepumpe in die unsanierte alte Hütte an die alten Heizkörper anschließen kann zwar funktionieren, aber dann kannst du genausogut einen Tauschsieder oder einen Durchlauferhitzer nehmen. Du kriegst eine Stromrechnung daß dir die Tränen kommen. Soviel zur Autarkie.


    Erste Priorität ist immer die Reduzierung des Bedarfs, danach kommt erst die Deckung des reduzierten Bedarfs.

  • Er hat ja schon Niedertemperatur, das wird wohl schon was isoliert sein, aber der Ölverbrauch wäre in der Tat hilfreich.
    Der G115 hat nach gockel 21kW, ist jetzt halt die Frage, wie der dimensioniert ist.
    Wenn ihr schon erstens Zentralheizung und zweitens Holz habt, würde ich ja zu einem Holzvergaser raten. Der verbennt das Holz effizienter als ein Kaminofen und man hat den Dreck nicht in den Wohnräumen. Mit einem ausreichenden Pufferspeicher kann man da die Brennzeit in den Tag legen, was etwa die hälfte des Stromverbrauchs sein dürfte (die andere Hälfte sind die Umwälzpumpen, die müssen halt mal dann laufen, wenn es kalt ist, da kann man wenig ändern).
    Den Strom dafür kann man dann schon einigermaßen mit PV machen und wenn es sein muß auch speichern (auch wenn das ein Draufzahlgeschäft ist).

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Zitat

    Erste Priorität ist immer die Reduzierung des Bedarfs


    Richtig Jodl,
    in meinem Haus Bj. 1936 bin ich jetzt mit Dachdämmung, neuen Fenstern, BWWP und Kachelofen auf 1200 l Öl heruntergekommen. Die BWWP macht nebenbei noch den Keller trocken.


    Als nächstes steht der Ersatz des 25 Jahre alten Ölers durch eine Heizungswärmepumpe an,
    Panasonic 5KW Monoblock "Geisha" für ca. 2000-3000EUR nach Förderung ist der Plan.
    Bei 1200 l Öl = ca. 12.000kWh Heizbedarf würden ca. 3500kWh Strom benötigt = ca. 800-900EUR Stromkosten, je nach PV-Anteil.
    Günstiger als Öl+Schorni+Wartung.


    Könnte beim Threadstarter auch funktionieren wenn er wirklich zwei Kaminöfen für die wirklich kalten Tage einbaut.

    10kWp + Offgrid 140Wp
    Brauchwasser-Wärmepumpe Ariston Nuos 80, Heizungswärmepumpe Panasonic Aquarea 5kWth,
    aWATTar (.de) variabler Strompreis (hourlyCAP)
    Kia Soul EV