Säureschichtung oder Sulfatierung im endzustand?

  • Hi Leute,
    war heut mal wieder für die Jährliche Batteriewartung in der Hütte von meinen Jungs und wollte die SD messen und Wasser nachfüllen.
    dabei stellte ich fest das die Ruhespannung der Batterie (24V/930AhPzS) um 8 uhr morgen noch bei 24,9V lag aber die SD unter 1,10 also mit meinem Saure heber nicht mehr messbar war.
    Hab jetzt erst mal den generaror angeworfen und wer in mal nen Tag durchlaufen lassen.

  • Hallo,
    das passt ja so gar nicht zusammen.
    24,9V bedeutet Ladezustand irgendwie >75%. Deine SD sagt Ladezustand 0%.
    Also Säureheber oder Voltmeter oder Batterie ist fertig.
    Wenn du aussuchen kannst , nimm den Säureheber :mrgreen:


    msG Thomi

    Irgendwann,wenn ich weiss wie es funzt, entsteht hier eine Signatur.

  • Es scheint Säreschichtung zu sein hab den Generator seit 8:30 auf 29V und die SD ist jetzt 1,12 gestiegen.

  • Dann lass mal ordentlich blubbern. Hast du schon mal über EUW nachgedacht?
    Ist ja bei einer solchen Batterie schon fast Pflicht.


    msG Thomi

    Irgendwann,wenn ich weiss wie es funzt, entsteht hier eine Signatur.

  • Das klingt mehr nach sulfatiert.. das prozedere wird lange dauern.. ob was zu retten ist sieht man erst nach ein paar tagen

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Moin, eine Säureschichtung von mehr als 0,05kg/l Unterschied wird man auch bei hohen PzS-Zellen nicht leicht sehen.
    Ist das Messequipment in Ordnung ? Hatte schon mal einen undichten Schwimmer im Säureheber... :(
    Und schau mal nicht die Gesamtspannung der Bank sondern das Verhältnis Spannung/SD jeder Zelle einzeln an!
    Mal richtig vollladen und umwälzen ist auf jeden Fall gut. Während dessen Einzelspannungen messen, evt. geht Dir da
    eine Zelle durch und sagt dem Laderegler Ladeschlussspannung erreicht !
    Wäre meine erste Vermutung. Und das hieße dass der Akku evt. länger nicht mehr voll geladen wurde und sulfatiert ist =
    Nochmal norm. Vollladung, Ausgleichsladung und dann Schnarchladung...........
    Wenn alle Zellen Strom annehmen und die Spannungen gleichmäßig steigen : Mal richtig Last drann und schauen ob/welche Zellen schnell einbrechen. Idealerweise jede Zelle einzeln belasten, ich nehm da sowas: http://www.ebay.de/itm/DDR-Zel…kumulatoren-/141795096838 , gibts auch noch sofort : http://www.ebay.de/itm/ANALOGE…TERIETESTER-/161844839377
    Vielleicht beschreibst Du auch mal was alles dran hängt, wie genau mit was geladen wird , Alter usw.
    lg,
    Philip

  • Zitat von quattro1975

    ...heut mal wieder für die Jährliche Batteriewartung .... aber die SD unter 1,10 also ...


    Wenn nur einmal im Jahr geschaut wird, wie es der Batterie geht, dann brauchst du dich nicht zu wundern, wenn die ach so teure Batterie Schaden genommen hat. Und Säurdedichte von 1,10 bedeutet, die Batterie war tiefentladen, was man auch nicht machen soll.


    In so einer Batterie hat man Blei, Bleidioxid und Schwefelsäure als Aktivmaterialien und Wasser als Hilfsmittel. Die Massen werden bei der Herstellung optimal aufeinander abgestimmt und keines dieser Materialien kann aus der Batterie verschwinden, wenn man vom Wasser absieht. Wenn du also eine SD von 1,10 gemessen hast, dann ist der Schwefel nicht verschwunden, sondern muss als Bleisulfat gebunden sein (keine andere Fluchtmöglichkeit).


    Das Bleisulfat liegt normalerweise in sehr kleinen Kristallen auf der Elektrodenoberfläche. Wenn eine Batterie lange Zeiten nie wirklich voll geladen wird, dann wachsen die größeren Kristalle auf Kosten der kleineren Kristalle und große Kristalle lassen sich nur noch mit sehr viel Zeitaufwand wieder auflösen (die Schnarchladung, die auch einige Wochen dauern kann).


    Da sich bei einer Pb-Batterie schon nach wenigen Zyklen eine ausgeprägte Säureschichtung einstellt wird der obere Teil der Batterie kaum belastet und der untere Teil der Elektroden wird gequält, wobei es dort auch zu strukturellen Schäden kommen kann. Ob das schon der Fall war, kannst du eigentlich nur feststellen, indem du die Zellen einer Schnarchladung unterziehst; wenn sich innerhalb von Tagen die SD nicht mehr ändert und weit unter 1,28 liegt, dann hast du eine schöne Batterien gehabt.


    Also: Wartungsintervall auf einmal alle drei Monate erhöhen. EUW einbauen und die muss mindestens einmal am Tag für ein paar Minuten laufen (am besten abends; öfter laufen lassen schadet nicht). Die Batterie muss zumindest einmal alle zwei Wochen voll geladen werden (also bis an die Gasungsgrenze). Nötige deinen Jungs das Führen eines Batterietagebuches auf, in dem bei der Wartung auch die Leerlaufspannungen und Säuredichten aller Zellen eingetragen wird; Zellen gehen normalerweise nicht plötzlich kaputt sondern kündigen das schon lange vorher an.


    Schnarchladung im laufenden Betrieb kannst du vergessen; als Zwischenlösung vielleicht ein paar LKW-Batterien vom Schrott ausleihen und die PzS daheim ans Ladegerät hängen, jeden Tag mindestens einmal ausgiebig gasen lassen (wegen Auflösung der Säureschichtung) und alle paar Tage die SD in allen Zellen messen. PzS sind ziemlich robust und vielleicht hast du Glück.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo zusammen,
    erstmal danke für Eure Anteilnahme.
    Thomi61
    Euw ist hier fast unmöglich. Aber sie blubbert fleißig.


    pezibaer
    Du hast warscheinlich recht sieht doch sehr nach Sulfat aus.


    @e-zapp
    Säureheber is ok was mich fuchsig macht ist die Abweichung zwischen SD und Ruhespannung.
    Sd jetzt bei 1,18 Ruhespannung bei 2,12-2,14V.


    jdhenning
    Ja der Service Intervall war definitiv zu lang.



    Desweiteren sind mir in den letzten Tagen noch paar böse Fehler aufgefallen.
    1. Das 60A Hauptladegerät ist Tot.
    2. Das 40A Backup Ladegerät schaltet immer nach 240ah auf Störung
    3. Unser Notlader schaltet schon bei 27,6V mit nur 15min nachladezeit ab.


    Bin nun am überlegen ob ich es mir wirklich antun soll die Batterie abzubauen da sie unter ner Falltür in nen 150*150*150cm kleinem Keller steht und ich keinen flaschenzug hab. Aber den Generator mehrere Tage laufen lassen geht auch ins geld.

  • Hm, wie alt ist denn das schlechte Stück? Was hat sie schon geleistet ? Wenn`s eine ehemals mit <80%Kapa
    ausrangierte Stapler ist und die jetzt seit einem Jahr dahinstirbt wirst Du um einen Ausbau nicht herum kommen :(
    Wenn Du aber meinst dass ein Regenerationsversuch lohnend wäre alle Verbraucher weg und mit ein paar südseitig steil aufgeständerten Modulen( ca10-20A) bis zum Frühjahr laden :mrgreen:
    Oder, weil`s so schön war, zumindest mal bis Nikolaus :)
    Die ist halt extrem hochohmig geworden, die hohe Spannung sagt eigentlich nur dass die Platten völlig zu sind.
    Wenn Du z.B einen >C10-Verbraucher anschließt wirst Du sehen was die Spannung wert ist :(
    Glaub der SD. Aber auch wenn Du die jetzt mit knackigen Strömen aus dem Generator wieder einigermaßen hoch bekommst, richtig erholen kann sich der Akku nur über lange Zeit mit kleinen Strömen(C50-C100) und moderater Ladepannung(<2,4V)
    Wenn.
    lg,
    Philip

  • Hi e-zepp,
    zum alter, sagen wir mal so eigentlich hat sich die ach so teure Batterie schon bezahlt gemacht. :wink:
    Sie wahr die ersten 4 Jahre in ner Grubenbahn im 3 Schicht wechselbetrieb und dann seit ca 16 Jahren bei uns.
    Der Ladezustand wird über nen Steca Delta angezeigt Unterspannungsabschaltung vom Wechselrichter ist auf 23,8V.
    komischerweise funktioniert auch noch alles nur die SD ist im Keller.
    Gruß Werner