Nachträglicher Eichnachweis Eigenzähler

  • Hallo zusammen,


    ich habe meine Anlage über einen eigenen geeichten Wechselstromzähler an geschlossen, welcher den Gesamtertrag erfasst. Am Hausanschluss ist dann noch ein Zweirichtungszähler vom VNB. IBN war im 09/2010. Nun will der VNB nachträglich wegen angeblichen Änderungen durch die neue EichV einen Eichnachweis, ansonsten können er über den Zähler nicht abrechnen. -> Komisch für einen Zähler der aufgrund seiner Stempels bei der IBN und in den Folgejahren ja als würdig betrachtet wurde. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und ggf. Tipps wie damit umzugehen ist? Ich habe mal das Eichamt um Stellungnahme gebeten, mal sehen was die dazu sagen. Ich kann das in EIchV / oder EIchG so jedenfalls nicht nachvollziehen.#


    sonnige Grüße


    flo

  • Zitat von jodl

    hat dir der Netzbetreiber denn einen Eichnachweis für seinen Zweirichtungszähler vorgelegt?


    Eine typische Jodl-Antwort, die mal wieder richtig weiterhilft!
    Der Zweirichtungszähler trägt wahrscheinlich eine Metrologie-Kennzeichnung

    Zitat

    Besteht aus dem Buchstaben „M“ und den letzten beiden Ziffern des Jahres, in dem die Kennzeichnung angebracht wurde, eingerahmt durch ein Rechteck. Die Höhe des Rechtecks entspricht der Höhe der „CE“-Kennzeichnung. Darf nur zusammen mit der CE-Kennzeichnung an Geräten der Richtlinie 2004/22/EG aufgebracht werden, die den Anforderungen dieser Richtlinie genügen und einem Konformitäts-bewertungsverfahren unterzogen worden sind.


    https://www.ptb.de/cms/fileadm…1/data/nat-Stempel_de.pdf


    Ansonsten hilft dieser alte Beitrag vielleicht:
    http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/eichsche.htm


    Du kannst den VNB auch bitten die gesetzliche Grundlage etwas präziser zu benennen.


    Oder nimm z.B. so einen Zähler:
    http://www.rakuten.de/produkt/…2a-geeicht-296645661.html
    Auch das wäre legal, bringt mit so einem VNB, der jetzt den Eichschein nachverlangt sicher auch große Freude und Diskussionen.


    Allerdings wird das alles nicht lange währen:
    http://www.photovoltaikforum.c…und-anlage-m-t109341.html

  • Teile deinem Kunden mit, daß alles mit deinem Zähler i.O. ist. Dann bedankst du dich, daß er bisher die Abrechnung übernommen hatte. Da das nach seiner Aussage nun nicht mehr möglich ist, übernimmst du als Lieferant nun gerne diese Aufgabe selbst und wirst monatl. Rechnungen für deine Lieferungen übermitteln.

  • M.W. kostet ein Eichschein 12,- €.
    Bitte um eine Vorabüberweisung in der entsprechenden Höhe (zzgl. sonstiger Auslagen) und teile deinem Netzbetreiber mit, dass du seinem Begehren danach gerne nachkommst. Ersatzweise kann er den Eichschein natürlich auch direkt bei der Eichstelle anfragen.


    Dies setzt natürlich immer voraus, dass du tatsächlich einen geeichten Zähler verbaut hast!?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Interessant.
    Bestätigt sich hier:
    http://www.molline.de/fileadmi…nformation_Eichgesetz.pdf

  • da "bestätigt" sich garnichts
    daß ab und zu willkürlich von Netzbetreibern die Vorlage eines Suchscheinwerfer verlangt wird, ist bekannt.
    Die Rechtsgrundlage für diese Forderung wird auch in deinem Beitrag nicht offengelegt.


    Ein Geeichter Zähler hat eine Eichmarke.
    Die Eichmarke bestätigt, daß der Zähler auf dem sie angebracht ist, geeicht ist.
    Welches Mehr an Information bietet hier ein Eichschein ???


    Die Forderung nach Vorlage eines Eichscheins ist nichts als Schikane.


  • Doch, es bestätigt sich die Aussage, dass man den Eichschein von dem Eichinstitut anfordern kann. Mehr habe ich nicht behauptet.

  • Hallo,
    stell doch mal ein Foto von deinem Zähler hier rein. Auf dem Zähler müsste sich entweder eine Eichmarke oder eine Kennzeichnung über die Konformität befinden.
    Eichmarke: wird von einer staatlich anerkannten Prüfstelle (oder Eichamt) angebracht.
    Kennzeichnung über die Konformität: wird vom Hersteller angebracht.
    Beide Kennzeichnungen sind möglich (und gültig).

  • Recht schön finde ich http://www.derenergieblog.de/a…on-messwerten/#more-19499

    Zitat


    Neu ist die Ver­pflich­tung für den Messwertever­wen­der, sich im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten zu ver­ge­wis­sern, dass die Mess­ge­räte, mit denen Mess­werte bestimmt wur­den, den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen genü­gen, und sich vom Messgerätever­wen­der die Erfül­lung der eich­ge­setz­li­chen Anfor­de­run­gen bei der Ver­wen­dung von Mess­ge­rä­ten bestä­ti­gen zu las­sen, § 33 Abs. 2 Mes­sEG.


    Dazu genügt ein formloses Schreiben, wei es wohl die meisten VNB handhaben, da braucht man keinen Eichschein.