Umfrage "Besteuerung von Photovoltaikanlagen"

  • Liebe Photovoltaikanlagenbetreiber, liebe Steuerberater,


    viele Photovoltaikanlagenbetreiber realisieren die steuerlichen Konsequenzen ihrer Tätigkeit als Stromerzeuger erst nach der Inbetriebnahme. Oftmals sind es Privatpersonen, die zuvor – abgesehen vom Lohnsteuerabzug – keinerlei Berührungspunkte mit dem deutschen Steuerrecht hatten. Die unternehmerische Tätigkeit als Anlagenbetreiber führt nun dazu, dass sich jene mit dem deutschen Steuerdschungel auseinandersetzen müssen oder aber einen Steuerberater zu Rate ziehen. Vielleicht ging es auch Ihnen so? Vielleicht haben Sie einen Mandanten, dem es so ging?


    Aus diesem Grund führe ich an der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Unternehmensrechnung von Herrn Univ.-Prof. Dr. Lutz Richter (Universität Trier) im Rahmen meiner Dissertation eine Online-Umfrage zum Thema „Besteuerung von Photovoltaikanlagen“ durch.


    Ziel der Untersuchung ist die Entwicklung eines praxistauglichen Lösungsansatzes zur Vereinfachung der Besteuerung von Photovoltaikanlagen. Die Umfrage richtet sich zum einen an Betreiber von Photovoltaikanlagen und zum anderen an deren steuerliche Berater.


    Die Bearbeitungszeit beträgt etwa 5 bis 10 Minuten. Die Teilnahme an der Umfrage ist voraussichtlich bis einschließlich 31.12.2015 möglich.


    Für Ihre Teilnahme werden 0,50 Euro an eine wohltätige Organisation gespendet.


    https://www.unipark.de/uc/PVAnlage/


    [Blockierte Grafik: https://www.unipark.de/www/front.php?module=efs&controller=qri&d=https%3A%2F%2Fwww.unipark.de%2Fuc%2FPVAnlage%2F]


    Der Link darf gerne weiterverteilt werden!



    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
    :danke:


    Mit sonnigen Grüßen
    Stefanie Hontheim

  • Zur Frage "Wie ermitteln Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil bzw. den Eigenverbrauchsanteil Ihres Mandanten?" fehlt die Antwort Datenlogger o.ä.. Habe mir WR geantwortet.


    Zur Frage "Beabsichtigen Sie, zurück zur Kleinunternehmerregelung zu optieren?" fehlt der Zeitpunkt ... zum nächsten USt Jahr, nach Ablauf von 5 USt Jahren ... habe mir weiß nicht geantwortet.


    Zur Frage "Berücksichtigen Sie bei den Umsatzsteuervoranmeldungen den Eigenverbrauch als unentgeltliche Wertabgabe?" fehlt die Antwort ... nur im Dezember. Antower ist nein.


    Zur Frage "Nach welchem Wert wird die Entnahme für Zwecke der Einkommensteuer bemessen?" fehlt mir die Antwort Wert der Einspeisevergütung. Keine Antwort.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    3 Mal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Hallo Seppelpeter,


    Danke für die Beantwortung des Fragebogens und danke für die Rückmeldung! Andere Formen der Ermittlung können über die Option "Andere + Text" eingefügt werden.


    Beste Grüße
    Stefanie Hontheim

  • Bei der Bestimmung des ertragsteuerlichen Wertansatzes fehlt die naheliegendste Antwort: Mit den Opportunitätskosten = der entgangenen Einspeisevergütung.
    Kein Wertansatz ist besser zu verteidigen und schlechter anzugreifen.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo kpr,


    kann es sein, da Du hier ausnahmsweise daneben liegst?
    Aus mehreren Quellen habe ich entnommen, dass der Wertansatz ab 2015 der Stromabgabepreis des örtlichen EVUs ist.

  • Dann nenne doch die Quelle.
    Wenn das in den St. Pauli-Nachrichten stand.... wähne ich mich mich fachlich in Sicherheit.
    Sollte ein BMF-Schreiben an mir vorbeigegangen sein... müsste ich den geistigen Erguss erstmal lesen.


    Den §6 EStG hat man nicht geändert.
    Die Definition des Teilwertes auch nicht.
    Der Ansatz eines Marktpreises lässt sich relativ leicht zerpflücken, da er das Besteuerungsziel nun wirklich komplett verfehlt.
    Ohne Gesetzesänderung würde ich mich hier sehr sehr sehr weit aus dem Fenster lehnen.


    Wir sind nicht bei der Bewertung von Arbeitslohn der nicht in Barlohn gewährt wurde. Beim Arbeitnehmer geht es darum zu ermitteln, was er für seine Tätigkeit bekommen hat. Da macht der "Marktwert" durchaus Sinn.
    Wir sind bei der Einkunftsermittlung eines Gewerbebetriebes. Es geht nicht darum zu ermitteln, was der Unternehmer bekommen hat, sondern was das Unternehmen verdient hat....... OHNE das der Gewinn von Einlagen oder Entnahmen des Unternehmers beeinflusst wird.
    Bei allen anderen Branchen ein (gelöstes) Problem; bei PV gibt es gar keine Problemstellung (wg. Abnahmeverpflichtung und Vergütungszusage).


    Bei gnadenlos unterdimensionierten Anlagen könnte man auf andere Ideen kommen.
    Nicht aber dort, wo weitere Erzeugung mehrheitlich eingespeist worden wäre.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Meine Quellen sind:
    - BMF Schreiben von 07.10.14, Mail vom 10.12.14, Punkt 10
    - Bay. Landesamt für Steuern, Hilfe für PV, Seite 9
    - Blickpunkt Steuern, Ausgabe 12/2014
    - Mein Steuerbescheid

  • Sorry... Aktenzeichen oder Links wären hilfreich gewesen.
    Was ich aus der Aufzählung (mit Ausnahme Deines Steuerbescheides) erahne... und sich bei der berühmt berüchtigten "Hilfe für Photovoltaikanlagen" bestätigt:
    Thema verfehlt. Die Fundstellen behandeln die umsatzsteuerliche Seite.
    Wir turnen hier gerade in der Ertragsteuer.
    Zwei völlig unterschiedliche Dinge. Schon weil USt Gemeinschaftsrecht und Etragsteuern nationales Recht sind.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Liebe Photovoltaikforum-Besucher,


    :danke:


    Herzlichen Dank für die zahlreiche Teilnahme und insbesondere für die großartigen Anmerkungen bei den offenen Fragen. Die Umfrage ist noch bis zum 31.12.2015 online. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich noch einige Anlagenbetreiber (oder natürlich Steuerberater) zur Teilnahme bereit erklären. Für jeden Teilnehmer wird gespendet!


    Vielen Dank an alle!


    Mit (leider nicht mehr so sonnigen) freundlichen Grüßen aus Trier
    Stefanie Hontheim