Neubau 10kWp mit Speicher

  • Hallo Forengemeinde,


    Bin durch die Googlesuche auf das Forum aufmerksam geworden, schon einiges "abgearbeitet" durchs lesen, habe aber trotzdem noch einige Fragen und brauchen einige Erfahrungswerte.


    Wir wollen eine PV Anlage errichten (welch Überraschung..)


    Ausgangslage: momentaner Stromverbrauch ca. 6000kWh pro Jahr, demnächst steigend auf ca. 8000kWh, die Last verteilt sich recht gleichmäßig über den gesamten Tag und zum Großteil auch über die Nacht. Daher kam der Gedanke auf, einen Speicher mit einzubauen um die Energie auch nachts zur Verfügung zu haben. Dadurch sollte sich das ganze "etwas besser rechnen".


    Alternative wäre, die Anlage zumindest jetzt soweit vorzurüsten, das der Speicher evtl. nur minimal ausfällt und dann jederzeit durch "nachschieben" von Batteriekapazität "mitwächst". In's Auge gestochen haben mir da der Sony Speicher mit Modulen a 1,2kWh oder die Anlagen von Sonnenbatterie. Wobei da die Frage auftaucht, wo das Geld "drinsteckt"? In der Hardware oder in der Batterie? Wenn in der Hardware, dann macht das Batterie später nachrüsten nicht ganz so viel Sinn.


    Hausdach, Breite 12m, Höhe 7,0m, nur noch die Sat-Schüssel drauf die kommt aber noch weg. Ansonsten keine Verschattung, keine Fenster o.ä. Ausrichtung -10 Grad, Dachschräge 45 Grad, Standort ist 38154 Königslutter.


    Wenn ich das richtig bei PVGIS eingegeben habe, könnte ich 943kWh/kWp erzielen.


    Regelung des WR sollte nach dem was ich hier gelesen habe bei 70% weich liegen für meinen Fall, da der Eigenverbrauch recht konstant da ist. Der WR müsste nur auf Grund des Eigenverbrauches über alle 3 Phasen einspeisen. Datenlogger bzw. Monitoring sollte natürlich auch vorhanden sein.


    Der Speicher sollte auf jeden Fall eine Li.Batterie sein und kein Blei. Am besten wie schon oben erwähnt ein modularer Speicher, der nach und nach durch zustecken weiterer Module "mitwächst".


    Leistung der Anlage sollte bei kurz unter 10kWp liegen, müsste mit der Fläche machbar sein, oder?


    So, ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen, Installation sollte dann Anfang nächsten Jahres stattfinden. Irgendwo habe ich gelesen, das die KfW Förderung für Speicher Ende diesen Jahres ausläuft, auf der KfW Seite hab ich nichts gefunden, oder habe ich da was übersehen? Ich würde doch trotzdem mal davon ausgehen, das die Speicher nächstes Jahr billiger werden, oder nicht?


    Gruß Mathias

  • Hallo Mathias,


    wie du sicherlich auch hier gelesen hast, ein Speicher ist momentan leider sehr schwer wirtschaftlich darzustellen. Manche Anbieter rechnen das dem Kunden schön, ich würde empfehlen die Anlage mit 70% weich zu bauen und die Speicherentwicklung in Ruhe abzuwarten :wink:


    Sonnige Grüße

    Clen-Solar GbR - schlüsselfertige Montage von PV Anlagen --Bundesweit--
    -Vertrieb NRW- Kontakt: nrw(at)clen-solar.de


    Die Richtung der Rentabilität gibt der Solarteur mit seinem Maß an Entbehrung vor!

  • Willkommen im Forum Mathias,


    - 10 kWp passen gut aufs Dach
    - 45 Grad Neigung bei fast Suedausrichtung ohne Verschattung ist ein guter Kompromiss bei konstantem Verbrauch, da die Ertraege im Winter nicht ganz so stark abfallen
    - 3-phasig waere fuer Eigenverbrauch nicht noetig, da Zaehler in D phasensaldierend arbeiten, bei der Anlagengroesse aber sowieso Standard
    - Speicher zur Verbesserung der Rendite ist momentan noch schwierig, wie oben schon geschrieben
    - bei 8000 kWh hast du einen Dauerverbrauch von ca. 1 kW - v.a. im Winter kommt oft gar nicht so viel vom Himmel, da bleibt fuer den Speicher nicht viel uebrig

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


    Hier gehts zur Analyse meiner Anlage auf Einzelmodulbasis

  • Zitat von Clen Solar Vertrieb NRW

    Hallo Mathias,


    wie du sicherlich auch hier gelesen hast, ein Speicher ist momentan leider sehr schwer wirtschaftlich darzustellen. Manche Anbieter rechnen das dem Kunden schön, ich würde empfehlen die Anlage mit 70% weich zu bauen und die Speicherentwicklung in Ruhe abzuwarten :wink:


    Sonnige Grüße


    Was ist mit der Tesla Powerwall? Die Preise stehen doch schon fest oder?

  • Die ist noch nicht auf dem Markt, Preise sind soweit ich weiss ist nur fuer den Grosshandel bekannt.
    Was da fuer den Endverbraucher rauskommt muss man abwarten.


    Die Powerwall in Verbindung mit einem Hybrid-WR wie Fronius oder Solaredge koennte aber in der Tat einen Preisrutsch einleiten. Trotzdem wird vorr. vorerst wohl Liebhaberei und nicht Renditedenken die Motivation sein muessen...

    lg kassi


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  • Ein mitwachsender Teslaspeicher.... das wäre lustig....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von letsdoit

    Ein mitwachsender Teslaspeicher.... das wäre lustig....


    Das ginge schon, man kann sie kaskadieren.
    Die Vorr. sind auch guenstig, da das Gehaeuse nur Speicher, BMS, DC-DC-Wandler und Klimatisierung enthaelt.
    Der Rest wird vom Hybrid-WR erledigt.


    Man braeuchte nur eine grooosse Wand... :)

    lg kassi


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  • Bei bis 8000kwh mag sich eine Halbinsel lohnen, also rechnen...
    Halbinsel heisst keine Einspeisung, Batterie , der produzierte Strom wird möglichst selbst verbraucht.


    Gründe für ein potentielles Lohnen:


    Wenn Du die Mehrheit deines selbst produzierten Stromes selbst verbrauchst, musst Du auch darauf Einkommensteuer bezahlen, die ersten 5 Jahre sogar Umsatzsteuer, die Steuern werden mit dem Bezugskostenpreis als Basis berechnet. Dazu kommen die entsprechendne Jahre auf die Einspeisevergütung. Je nach Steuersatz ist das kontraproduktiv.


    Als berechnungsgrundlage kannst Du davon ausgehen, dass Du bis zu 65-70% deines Jahresverbrauchs über PV decken kannst. eine 10kwp Halbinsel kostet je nach Eigenleistung und Geräten zw. ca. 18 und 28 Tausend €. Bei dreiphasig brauchst Du 3 Inselwechselrichter, dazu Ladegeräte; als Batterie kommt günstigst eine Industriebatterie (Staplerbatterie) in Frage. mit mind. 15kwh nutzbar kostet die ca. 3,5-5 T€ neu...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Erst mal vielen Dank für die Antworten,


    Zitat von Clen Solar Vertrieb NRW

    Hallo Mathias,


    wie du sicherlich auch hier gelesen hast, ein Speicher ist momentan leider sehr schwer wirtschaftlich darzustellen. Manche Anbieter rechnen das dem Kunden schön, ich würde empfehlen die Anlage mit 70% weich zu bauen und die Speicherentwicklung in Ruhe abzuwarten :wink:


    Sonnige Grüße


    Ich möchte aber nicht in 2 oder 3 Jahren nachrüsten und dann wieder ein Teil der schon bezahlten Teile (WR etc.) wieder rausschmeissen wollen. Dann ist der eingesparte Vorteil schnell wieder dahin. Außerdem ist es mir lieber, die Anlage von einer Firma bauen zu lassen, erstens wegen der Gewährleistung, und zweitens hab ich dann alles aus "einem Guß". Wenn ich später die Batterie nachrüste, kann (muss) ich entweder AC ankoppeln (Verluste bei der Wandlung) oder DC ankoppeln mit noch einer "Kiste" und / oder einen neuen Wechselrichter. Gefällt mir nicht so richtig.


    Zitat von kassiopeia

    Willkommen im Forum Mathias,


    - 10 kWp passen gut aufs Dach
    - 45 Grad Neigung bei fast Suedausrichtung ohne Verschattung ist ein guter Kompromiss bei konstantem Verbrauch, da die Ertraege im Winter nicht ganz so stark abfallen
    - 3-phasig waere fuer Eigenverbrauch nicht noetig, da Zaehler in D phasensaldierend arbeiten, bei der Anlagengroesse aber sowieso Standard
    - Speicher zur Verbesserung der Rendite ist momentan noch schwierig, wie oben schon geschrieben
    - bei 8000 kWh hast du einen Dauerverbrauch von ca. 1 kW - v.a. im Winter kommt oft gar nicht so viel vom Himmel, da bleibt fuer den Speicher nicht viel uebrig


    Heisst also das der Speicher im Winter wenn "er" zu gross ist sowieso nicht voll wird und dann würde ich Kapazität bezahlt haben und nicht nutzen können. Also wäre hier kleiner in dem Falle sowieso wirtschaftlicher in der Nutzung und in der Anschaffung.


    Zitat von christosser

    Was ist mit der Tesla Powerwall? Die Preise stehen doch schon fest oder?


    Hört sich vor allem preislich interessant an, wenn ich da Preise von 3800$ für den Großhandel lese, was ich darf ich denn dann erwarten bis der Speicher bei mir im Keller funktionsfähig an der Wand hängt? 6000,7000,8000....??? Den darin nicht enthaltenen WR muss ich sowieso kaufen.


    Zitat von kassiopeia


    Das ginge schon, man kann sie kaskadieren.
    Die Vorr. sind auch guenstig, da das Gehaeuse nur Speicher, BMS, DC-DC-Wandler und Klimatisierung enthaelt.
    Der Rest wird vom Hybrid-WR erledigt.


    Man braeuchte nur eine grooosse Wand... :)


    Die grosse Wand wäre nicht das Problem, die hätte ich..... :D



    Einspeisen wollte ich schon, alles bekomme ich ja nicht "alleine weg". Aber eine Bleibatterie sollte es auch nicht mehr sein. Die Lebensdauer bei Li scheint mir doch höher zu sein, Tesla scheint wohl 10 Jahre Garantie zu geben und eine extra Lüftung für den Keller wollte ich auch nicht mehr einbauen.


    Gruß Mathias

  • Moin ,
    ich geh da auch mit Clen Solar , das ein Speicher derzeit nur etwas für Individualisten ist .
    Dann achte mal auf den Status von Clen Solar " Solarteur " genießt soweit ich das mitbekommen habe hier im Forum
    einen " Guten Ruf " :wink: arbeitet Bundesweit lass dir doch von Ihm ein Angebot erstellen . Mit den aktuellen Vergütungspreise und der 10 KW Regelung kenn ich mich aber nicht mehr aus , weil es für mich unwichtig ist .


    Gruss ioni

    48 Siliken SLK60P6L 245
    Dachneigung 30°
    Wechselrichter SMA-Tripower 12000TL