Bitte um Hilfe bei Laderegler-Auslegung (TriStar)

  • Moin, liebe "Insulaner",


    nach viel Mitlesen hier im Forum, mehreren schlaflosen Nächten mit Handbücher wälzen und Web-Recherchen bin ich inzwischen mit meiner Planung bei einer (Halb-)Insel angekommen und erlaube mir, hier einen neuen Thread zu eröffnen - in der Hoffnung, von Euch noch etwas Hilfestellung bei der richtigen Auslegung der Anlage zu erhalten :)


    Geplant ist eine PV-Anlage mit 15x 250 Wp (Standard 60-Zeller) bei 48V-Systemspannung - entweder direkt an einem TS-MPPT-60 als 5x3 verstringt oder aufgeteilt auf 2x3 an einem TS-MPPT-30 und 3x3 an einem TS-MPPT-45.


    Ich habe beide Varianten schon im Morningstar String Calculator mit meinen (bereits vorhandenen) Modulen durch gespielt; 5x3x250Wp läge am TS-MPPT-60 über dem "Nominal Solar Input Power", so dass dieser entsprechend gelegentlich abregeln würde. Gibt es hier Erfahrungswerte, wie sinnvoll eine Überbelegung am TS-MPPT-60 ist - insbesondere, ob es dann zu Temperaturproblemen kommt und die Variante mit TS-MPPT-30 und TS-MPPT-45 daher empfehlenswerter wäre?


    Am TS-MPPT-60 schätze ich als "Netzwerker" den integrierten Ethernetport, der das weitere (leider Aufpreis-pflichtige) Zubehör zum Auslesen der beiden anderen LR überflüssig macht - andererseits möchte ich in absehbarer Zeit die PV-Anlage noch um ein 1kW (bei 12,5 m/s) Kleinwindrad erweitern und deren Hersteller FuturEnergy empfiehlt für seine AirForce 1 den TS-60 (PWM) für "Diversion/Dump Load" (dachte eh an eine Heizpatrone für den WW-Speicher für Überschuss), dieser hat jedoch leider keinen Ethernetport... daher wäre es jetzt meiner Meinung nach (bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege!) nicht weiter schlimm, gleich einen entsprechenden Ausbau vorzusehen und u.a. zum Auslesen/Steuern des TS-MPPT-30 und des TS-MPPT-45 (und später des TS-60 PWM) ein MeterHub und ein TriStar Digital (Remote-)Meter-2 anzuschaffen - nach meinem Verständnis kommunizieren alle die genannten Geräte über das "MeterBus-Netzwerk" dann miteinander und ich sollte in der Lage sein, mit einem geeigneten Adapter (welchem?) das Ganze ans LAN anzubinden zwecks Fernzugriff (möglichst FHEM, da schon vorhanden - bin aber auch offen für jegliche Arduino- oder RaspberryPi-Bastelei).


    Leider habe ich keine Möglichkeit, die Laderegler in einen kühlen Keller o.ä. zu verfrachten; die Module kommen auf einen s.g. "Offenstall" (an 2 Seiten offener Holzstall mit Trapezblech darauf, ca. 40m vom Haus entfernt - deswegen auch der notwendige Fernzugriff), in dem ich ein extra "Kabuff" für Laderegler, Wechselrichter und Blei-Batterie schaffen möchte. Unter dem Dach sollte es eigentlich mit genügend Abstand nach oben und Luftzirkulation nicht ganz so heiß werden, wie für die Module darüber - dennoch mache ich mir bei der Planung etwas Sorgen bzgl. der Temperatur und der Lebensdauer der Komponenten :?


    Noch ein paar Hintergrundinfos:


    Als Batterie-Bank sind 8 St. Trojan T-105-RE (6V/250Ah, 2.750 Zyklen bei 30% DoD = 3,6 kWh Nutzkapazität) geplant; das "Kabuff" wird natürlich entsprechend gut belüftet gebaut :wink: Als Wechselrichter soll ein Victron MultiPlus 48/3000/35-50 und zur Batterieüberwachung ein BMV-700 zum Einsatz kommen.


    Unser Jahresverbrauch liegt derzeit bei ca. 4.500 kWh. Wir sind den ganzen Tag zu Hause (Heimbüro), haben hier mehrere Server 24/7 laufen (die allerdings gerade etwas reduziert bzw. durch sparsamere Varianten ersetzt werden) und kommen aktuell noch auf eine Grundlast von derzeit ca. 280W, nach den Maßnahmen ca. 90W (nachts zukünftig nur noch 1 Server). Höchster Tagesverbrauch lag dieses Jahr bei 14,5 kWh, der niedrigste Tagesverbrauch bei 10 kWh (Server teilweise aus). Gekocht wird mit Gas, geheizt mit Holz und Gas; es gibt keine 3-phasigen Verbraucher (es sind im Haus überhaupt nur 2 Phasen im Sicherungskasten aufgelegt) und alle sind jetzt schon darauf "trainiert", keine Großverbraucher, wie Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner (fast nie im Einsatz), Staubsauger, Toaster oder Mikrowelle parallel zu betreiben. Sollte dies dennoch mal erforderlich sein, erhalten die stationären Großverbraucher jeweils eine zweite Steckdose, auf die umgeschaltet werden kann und die an einer eigenen Phase mit "Landstrom" (wie Victron das so schön nennt) hängen. Für die Werkstatt wird ebenfalls eine eigene (dritte) Phase "Landstrom" gelegt, so dass der MultiPlus hier nicht unnötig belastet wird, wenn Kreissäge etc. kurzzeitig in Betrieb sind (es gibt bei einem alten Haus ja immer etwas zu tun).


    Das von den Vorbesitzern unseres Hauses bereits vorhandene zusätzliche Fundament, auf dem der Offenstall zukünftig stehen soll, ist 6x10m groß, der Offenstall (derzeit noch an anderer Stelle) 5x8m mit einem Trapezblechdach in Pfettenbauweise. Die eine Breitseite des Fundaments weist nach SSW (wenn Süden 180 Grad sind, dann ungefähr 200 Grad) zu einem offenen Feld, die beiden kurzen Seiten haben in jeweils 15-20 m Entfernung hohe Bäume stehen, so dass eine Ost-West-Anlage leider nicht möglich ist. Ich bin bezüglich des Aufbaus des Offenstalls am neuen Standort noch völlig frei und hatte überlegt, ihn mit 5x6m in SSW-Ausrichtung bei 20-30 Grad DN neu aufzubauen, so dass ich das Modulfeld darauf mit 5x3 senkrecht ausgerichtet (also 5x 1m breit und 3x 1,65m lang untereinander) montieren kann... ggf. irgendwelche Anregungen oder Einwände hierzu? Bin für alles offen - außer für eine EEG-Anlage :mrgreen:


    Besten Dank vorab, towe

  • Warum ausgerechnet Tristar?
    Wenn eh VictronBMV zum einsatz kommt kann z.b.bei 100%SOC auch ein Heitzelement schalten.
    Der Outback bzw Midnight Classic Lite ebenfalls bringen die entspechende Software und Anschlüsse/Funktionen ebenfalls mit.
    http://prismsolar.co.uk/shop/c…-hypervoc-technology.html
    gibts auch in 150/200/250/VOC
    o.
    http://comerciosolar.es/regula…15060-tr-60a12-24-48.html
    Für einen 4500Kwh Haushalt ist 3,6Kwh Batteriespeicher etwas mager.Warum nicht gleich PZS o.ä.?
    Warum nicht gleich ein 5000er Multiplus?Hat nur ganze 9 watt mehr an Stanbyverbrauch.
    gibts hier zum Preis vom 3000er.
    http://comerciosolar.es/invers…gador-48v5000w-70-50.html

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

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  • Der Tristar ist ja nicht schlecht nur versteh ich nicht warum du hier bewußt überbelegst.. würde eher zu einem Bluesolar 85 tendieren .. weil ein drittel bei einer Insel der größe ist schon nicht so wenig.. oder einem Studer VT80


    Wenn schon überbelegen wäre meine Wahl bei 15 Modulen eher VS70.. klar kostet gut 400€ mehr aber.. => kein Rückstromabsicherung, keine Stringboxen... ein 6mm² kabel fertig... wobei nachtrag .. mit 15 Module wird es mit der Spannung knapp bei nur einem String da der VS70 nur bis 600V geht .. 14 würden gehen in einem String.. nur der Große VS120 der bis 7KW geht bis 900V

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

    Einmal editiert, zuletzt von pezibaer ()

  • Hi
    Warum nicht zB den da
    http://www.photovoltaik-shop.c…der-variotrack-vt-65.html
    oder
    http://www.photovoltaik-shop.c…der-variotrack-vt-80.html


    Da gibt es weniger Kinderkrankheiten wie zB die hier.
    http://www.photovoltaikforum.c…eset-control--t97210.html


    Bei meinem alten TS-60-MPPT hat sich der Webserver auch oft aufgehängt und nur kurzes spannungslosschalten hat den wieder zum Leben erweckt.
    Beim Firmware update hats dann geknallt. -> Defekt. Garantieabwicklung ca 4 Monate!


    Der Studer ist problemloser und die offline datalogging fähigkeit via Display RCC ist ganz ok.

    XTM 4000/48 - 560Ah PzS, VT-80, TS-60 dump load, Logo-Steuerung, 6kWp aufgeteilt auf SO und SW

  • Nimm einen Midnite Classic 150 Lite.
    Da brauchst du kein weiteres Zubehör - Netzwerk an Bord, PC Programmierbar und auslesbar Modbus steuerbar usw.
    Habe ich selber auch und funktioniert wunderwar.
    Diversion über SSD ansteuerbar ist auch möglich usw. alles schon drin !


    http://www.midnitesolar.com
    String sizing tool auch verfügbar, lies dich ein.
    Dort bekommst du ihn: http://prismsolar.co.uk/shop/c…-hypervoc-technology.html


    Geri

    3200 W Inselanlage mit 24 Volt Verbrauchern und Victron 24/5000, 1200Ah/24V OPZS Batterie, Midnite 150 lite Laderegler, Danfoss Unilynx 3400 AC - gekoppelt.

  • Wow, was geht denn hier an einem Sonntag Morgen in aller Frühe ab? Ich hatte ja mit so einigem gerechnet, aber nicht mit so viel Gegenwind in Bezug auf die TriStars :shock: Die Idee zu den TriStars kam mir ja überhaupt erst beim Lesen hier im Forum, weil ich diese bei so vielen in Kombination mit den Victron WR in der Signatur gefunden habe; mein erster Ansatz war ja auch, "im System" zu bleiben, d.h. BlueSolar MPPT 150/70 oder MPPT 150/85 - allerdings hat mich Solar-Users Hinweis, dass seine beiden MPPT 150/70 mit je 2 kWp (bei 24V) schon recht heiß werden (und das bei seinen optimalen räumlichen Bedingungen, die ich nun mal leider nicht habe) ins Grübeln gebracht, während die TriStars da (scheinbar) weniger Probleme mit haben...
    :juggle:
    pezibaer: meine Frage war ja eigentlich gerade, ob ich nicht besser statt Überbelegen an einem TS-60-MPPT lieber das Modulfeld auf die beiden kleineren TS-30-MPPT und TS-45-MPPT aufteile - dort wäre ich dann jeweils im optimalen Bereich. Wobei der Vorschlag mit der Überbelegung hier aus dem Forum kam, um noch genug Ertrag bei (hier recht häufiger) Bewölkung/Schlechtwetter zu erzielen.


    relativ: Du empfiehlst gerne mal den spanischen Händler - hast Du Erfahrungen mit dem Kauf dort? Ich wollte das Victron-Material eigentlich bei Burmeister Elektronik beziehen, da ist der 5000er aber um einige Hundert Euro teurer :(


    alle: ich werde mir auch nochmal den Outback, den Midnight Classic und die Studer ansehen. Ich hatte alternativ noch den Steca Tarom MPPT 6000 auf dem Zettel; gibt es zu dem Erfahrungswerte/Empfehlungen für den geplanten Einsatz, besonders in Bezug auf Umgebungstemperatur und Fernauslesen - eine entsprechende Schnittstelle hat wahrscheinlich wieder nur der deutlich teurere 600-M? Wie sind grundsätzlich die Empfehlungen aus der Praxis hier, wenn man die Komponenten nicht in einem üblichen Kellerraum hängen/stellen kann, sondern eher in einem Schuppen unterbringen muss?
    :danke:

  • Zitat

    relativ: Du empfiehlst gerne mal den spanischen Händler - hast Du Erfahrungen mit dem Kauf dort? Ich wollte das Victron-Material eigentlich bei Burmeister Elektronik beziehen, da ist der 5000er aber um einige Hundert Euro teurer :(


    Nein persönlich nicht ,aber die Preise überzeugen :mrgreen:
    Gerd n war aber aufgrund meiner entdeckung dieses Shops persönlich dort und hat dort Ware gekauft und
    war Zufrieden. :wink:Bei Victron sollte die Herstellergarantie 5Jahre Weltweit gelten.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Zitat von pezibaer

    würde eher zu einem Bluesolar 85 tendieren .. weil ein drittel bei einer Insel der größe ist schon nicht so wenig.. oder einem Studer VT80


    Pezi, hilf' mir bitte mal kurz auf die Sprünge: warum tendierst Du in beiden Fällen zu den größeren Ladereglern (jeweils mehr Ausgangsstrom, sonst identisch zur jeweils kleineren Version)? Der BlueSolar 150/70 und der Studer VT-65 würden es von den restlichen Werten bei 5x3x250Wp doch sonst auch tun? Preislich geben die sich eh nicht viel (ich will hier also nicht auf Teufel komm raus sparen, der Kram soll lieber gut dimensioniert sein und dafür lange halten!) - mir geht es eher ums Verstehen :)

  • Zitat von pvn2012


    Moin, an die beiden Studer VarioTrack hatte ich auch schon gedacht, da es sich dabei wirklich um robuste Qualität zu handeln scheint - allerdings stört mich die Tatsache, dass deren Kommunikation mit der Außenwelt offensichtlich auf eine System-Anbindung an den Xtender und die Fernbedienung beschränkt ist ("Studer Com-Bus"), während ich "offene" Schnittstellen schätze (um nicht zu sagen: voraussetze); bei mir läuft z.B. zentral eine FHEM-Installation im Haus und informiert mich in der Küche mittels Touchscreen über alle relevanten Daten... hier sollen zukünftig dann auch alle "solaren" Daten auflaufen, um zeitnah entscheiden zu können, schmeiß' ich jetzt kurz die Wasch- oder Spülmaschine an, koche ich heute doch mit dem Induktionsfeld statt Gas usw.. Während ich diesbezüglich bei den TriStars viele Möglichkeiten sehe, sind die Informationen bei Studer eher mau und der Umweg über ein externes Portal kommt für mich nicht in Frage :(

  • Zitat von relativ

    Für einen 4500Kwh Haushalt ist 3,6Kwh Batteriespeicher etwas mager.Warum nicht gleich PZS o.ä.?


    Hallo relativ, bei den aktuell 4.500 kWh Jahresverbrauch soll es ja nicht bleiben - ich arbeite bereits intensiv an einer deutlichen Reduktion, indem ich unseren "Oldtimer" Server, der mir seit mehr als 10 Jahren treue Dienste geleistet und hier sowohl beruflich als auch privat virtualisiert mehrere Server bereit gestellt hat (dafür aber rund um die Uhr mächtig Strom schluckt!) durch mehrere kleine physische Microserver ersetze, die jeweils nur noch bei Bedarf laufen... alleine dadurch sinkt werktags der nächtliche Strombedarf zwischen 22-8 Uhr von aktuell 280W auf nur noch 90W (real gemessen), das macht im Jahr bereits 690 kWh weniger! Da auch tagsüber und insbesondere am Wochenende mein Strombedarf durch diese Maßnahme nochmals deutlich reduziert wird, rechne ich aktuell mit gut 1.000 kWh jährlicher Einsparung, also nur noch ein 3.500 kWh Haushalt - und schon sollte der vermeintlich kleine Batteriespeicher mit seinen 3,6 kWh Netto-Nutzkapazität (12 kWh brutto) doch wieder gut passen, oder? :mrgreen: