Anbieterwechsel, Mahnung, Inkasso, Grundversorgung ...

  • Hallo,


    mein VNB ist die Westfalen Weser Netz GmbH und mein Grundversorger die E.ON Energie Deutschland.


    Bis Mai 2014 hatte ich einen Doppeltarifzähler (HT/NT). Dieser wurde im Zuge einer Erweiterung der PV Anlage mit Eigenverbrauch auf einen Zweirichtungszähler (nur HT) entfernt, somit fiel der NT weg.


    Im Juni 2014 kündigte ich meinen Sondervertrag HT/NT mit E.ON und beauftragte die Firma Vattenfall als neuen Stromversorger.


    Die Firma Vattenfall gab an, Sie könne mich nicht versorgen, da ich ja noch NT hätte, nach zig maligem hin- und her teilten Sie mit, Westfalen Weser würde sagen HT/NT und Sie können mich demnach nicht beliefern.


    Ich fiel dann in die E.ON Grundversorgung und beauftragte die Firma BEV (da ja der Vertrag mit Vattenfall nicht zustande kam) mich mit Strom zu versorgen. Ich bekam auch eine Bestätigung, allerdings danach zig Telefonate aus deren Call Centern mit der gleichen Problematik HT/NT - also weiter E.ON Grundversorgung bis Ende 2014.


    Dann schickte mir E.ON zig falsche Abrechnungen, ich hatte aber meine Einzugsermächtigung entzogen und zahlte Ende 2014 meine kw/h und Grundgebühr so wie diese angefallen waren - Punkt.


    Im Mai 2015 teilte mir die BEV mit, ich wäre von denen mit Strom vom 01.07.14 - 04.08.14 versorgt worden und es wären 300 kw/h angefallen - Zählerstand 01.07.14 und 04.08.14 wurden mir mitgeteilt.


    Daraufhin teilte ich der BEV mit, dass die genannten Zählerstände falsch sind und ich diese selbst am 31.12.2014 noch nicht erreicht hatte (die hatten sich wohl Verbräuche aus der alten HT/NT Zeit geholt).


    Ich teilte das auch so mit.


    Dann meldete sich die Kanzlei Stapf als Inkassounternehmen und forderte noch zusätzlich 160 Euro ein. Ich teilte denen mit, was ich auch der Firma BEV mitgeteilt hatte, dass ich bereits alles mit E.ON abgerechnet habe und die Zählerstände falsch wären, im übrigen hätte die BEV derzeit mitgeteilt, mich nicht mit Strom versorgen zu könnnen.


    Nun erhalte ich wieder Antwort von Kanzleit Stapf, ich solle mal die Zählerstände vom 01.07.14 - 04.08.14 mitteilen, damit die BEV eine Abrechnung erstellen kann - ich wäre dort in der Versorgung gewesen.


    Ich gehe davon aus, ich hatte derzeit die E.ON Endabrechnung um Summe X gekürzt, da hat sich E.ON gedacht, das holen wir uns von der BEV - jedoch habe ich bei BEV nichts gekündigt, da die ja nicht liefern konnten und Zählerstände von vor über einem Jahr kann ich mir nicht aus der Tasche ziehen.


    Was tun - aussitzen?


    Gruss
    Mike

  • Zitat von sound-around

    Was tun - aussitzen?


    Was sonst? Du hast der Gegenseite deine Sicht der Dinge mitgeteilt. Nun sind die wieder am Zug. Wenn sie weiterhin der Meinung sind eine Forderung gegen dich zu haben, dann sollen sie einen Mahnbescheid beantragen bzw. klagen.

  • lästige Sache
    vom Aussitzen würde ich abraten, das kann in die Hose gehen.
    Wenn das Inkassogesindel schon mal drna ist ist es eher unwahrscheinlich daß die von sich aus aufgeben
    ich würde jedesmal wenn was kommt schriftlich widersprechen, und die Schlichtungsstelle Energie einschalten.
    Ansonsten sehe ich da eher wenig Möglichkeiten dagegen vorzugehen.Alles was du selbst da unternimmst, werfen die in den Papierkorb.
    Diese Angelegenheiten sind normalerweise so verworren und durcheinander, daß sich für die Pipifaxbeträge um die es geht, kein vernünftiger Anwalt finden wird. Alleine der Aufwand das alles so aufzuschreiben daß ein Dritter es nachvollziehen kann, alle Belege dazu, etc ist nicht gering

  • ... es ging da mal um 70 Euro, aber ich habe es nicht eingeshen, diese zu bezahlen, denn die Zählerstände, die mitgeteilt wurden, hatte ich Ende des Jahres noch nicht einmal erreicht.


    Dann kam diese Inkassobude und wollte noch 160 Euro drauf haben, da habe ich mitgeteilt, dass ich gar nicht beliefert wurde und die Zählerstände falsch seien.


    Da sagten die, dann solle ich doch die richtigen mitteilen.


    Da habe ich mitgeteilt, wenn die noch nicht einmal wissen, von wann bis wann mit welchen Zählerständen die mich beliefert haben, dann kann ich denen auch nicht helfen, sollte ich noch einmal was hören, werde ich auch einen Anwalt einschalten und den Verbraucherschutz einschalten.


    ... juckt die nicht, wie gesagt kam wieder ein Schreiben, die Zählerstände vom 01.07.14 - 04.08.14 mitzuteilen.


    Mike

  • Wurde denn versucht, beim VNB zu klägen, warum die an die potenziellen Lieferanten unzutreffende Informationen gegeben haben? Das zu korrigieren wäre ja der erste Schritt um überhaupt ordentlich wechseln zu können. Auch für falsche Zählerstände wäre der VNB der richtige Ansprechpartner, denn nach den normalen Datenaustauschprozessen bekommen die Liefernaten die verbindlichen Daten vom VNB bzw Messtellenbetreiber.

  • mit dem VNB wurde auch Kontakt über meinem Rechtsanwalt aufgenommen, da ging ebenfalls alles drunter und drüber und von dort sind auch immer wieder falsche Zählerstände zu den Versorgern gemeldet worden.


    Selbst bei meinem jetzigem Versorger gab es Übermittlungsprobleme seitens VNB und meinen Ablesungen.


    Ich mache jeden 1. des Monats Fotos von sämtlichen Zäherständen, das kann es nicht sein.


    Mike

  • Tja, E.ON halt, da geht es überall drunter und drüber. :( Auf jeden Fall, wie schon empfohlen, solltest du die Schlichtungsstelle Energie einschalten. Auch ein Beschwerdethread auf reclabox.de findet häufig Beachtung von den betroffenen Firmen. Viel Erfolg.

  • Einfach ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle Energie erstellen. Kostet nix wirkt wunder 8-)

    45 x WSF 150 & Kostal Piko 8.3

  • Ja mit den Brüdern ist gut Geschäfte machen, habe ich selber erst Anfang des Jahres durch.
    Meine Mama ist gestorben und ich Übernahm die Immobilie aber nicht Ihren Stromvertrag, war alles in allem eine Glanzleistung ohne Gleichens.
    Hat gar nicht mal so lange gedauert bis die es Umsetzten (von Verstanden würde ich auch im günstigsten Fall nicht mehr ausgehen) das Sie meiner Mama auch keine Grundversorgung mehr angedeihen können und eines der letzten Anschreiben an Mutter war dann Wirklich „ Aus den Augen aber hoffentlich nicht aus dem Sinn“ gefolgt von so einer Inkassobude.
    Da wurde es mir dann echt zu bunt und ich habe mal mit meinem alten Studienfreund dem Anwalt des Inkassohauses „Klartext“ gesprochen, nannte Ihm die Grabstätte und wollte einen vor Ort Termin mit Ihm machen. Komischerweise hätte er da kein Interesse dran (wollte wohl nicht probe liegen) und von dem hörte ich nie mehr was. Die Tolle RWE (hoffentlich geht der Scheißverein bald Pleite) war erst nach Androhung nun meine Kontakte zum WDR ein zuschalten wohl „fähig“ sich in schriftlicher Form zu Entschuldigen und versprachen mir im selbigen Schreiben das meine Mutter nun in Frieden Ruhen könne. Dumm war nur das am selben Tag noch ein zweiter Brief mit einer Befragung zu den Wechselgründen meiner Mutter ebenfalls von denen im Kasten war.


    Hier muss man viel Geduld auf bringen, darf nicht zu rational an die ganze Sache ran gehen und vieles Sportlich sehen mit gesundem Menschenverstand kommt man leider nicht weit bei so :juggle: „Behörden der Privatwirtschaft“ :juggle:


    Gruß Norbert

  • Moin,


    ich melde mich wieder zurück.


    Es ist also so, dass E.ON (Westfalen Weser Netz) mich aus fadenscheinigen Gründen nicht aus dem Vertrag lassen wollte und ich immer schön in 2014 meine monatlichen Beiträge weiter an E.ON Energie Deutschland gezahlt habe.


    Die Inkassobude von BEV (Kanzlei Stapf) hat auch nicht locker gelassen und mir immer wieder mitgeteilt, dass dort ein Vertrag vorliegen würde und ich zu zahlen hätte.


    Dann habe ich mich ja vom Anwalt vertreten lassen, der festgestellt hat, dass wenn ein Vertrag ab 08.07.2014 angeblich stattgefunden hat, keine Beträge ab 01.07.2014!!!! angefallen sein können.


    Des weiteren waren ja in dem Zeitraum bei der BEV Zählerstände abgerechnet worden, welche ich selbst am 31.12.2014 noch nicht einmal verbraucht hatte.


    Nun kommt es:


    Jetzt schreibt die Inkassobude "Rechtsanwalt Stapf" plötzlich (nachdem mein Anwalt tätig war) - "Gerne bestätige ich Ihnen, dass keine Ansprüche gegenüber Ihrem Mandanten bestehen.


    gut - oder?


    Dabei ist aber die Kostenote vom Rechtsanwalt mit der Bitte, diese bei meinem Rechtsschutzversicherer einzureichen bzw. selbst zu zahlen.


    ... ich habe so einen Hals.


    Mike