Masterarbeit Regelleistung aus Ihrer Batterie

  • Liebe Forenbesucher,


    im Rahmen meiner Masterarbeit entwickle ich ein Geschäftsmodell für ein System, welches in Haushalte mit bestehender Solaranlage und Speichersystem (größer 5 kWh) integriert wird um Primärregelleistung zu erbringen.


    Dafür wird ein Batteriepool aus 250 - 400 Batterien gebündelt, welche über ein intelligentes zentrales Netzwerk gesteuert
    und im Falle von Regelleistungsebedarf abgerufen werden. Die Energiebilanz durch die (pos + neg) Regelleistung ist dabei ausgegleichen. Der Teilnehmer hat dabei volle Transparenz über die Energieflüsse von PV, Batterie und Haus.


    Durch die Teilnahme am Projekt könnte ein Teilehmer pro Jahr zwischen 100 und 200 Euro pro kW Ausgabeleistung
    der Batterie verdienen.
    Die Batteriealterung ist dabei nicht mit eingerechnet. Die prozessierte Energie beläuft sich pro Jahr auf 600 kWh pro kW Lade/Entladeleistung der Batterie. Bei einer Batterie von 7kWh/4kW wären dies ca 170 Zyklen pro Jahr und damit äußerst wenig.
    Sollte starker Regelleistungsabruf gleichzeitig mit starkem Strombezug aus dem Haus fallen, sodass Strom aus dem Netz bezogen werden muss, wird dieser dem Hausbesitzer gut geschrieben.

    Als Einschränkung müsste der Teilnehmer allerdings ca 25% Kapazität des Speichers einbüßen, da dieser für den gesichterten Betrieb geblockt werden muss.


    Nun meine Bitte:
    Stellen Sie sich vor jemand spricht Sie an und stellt oben genanntes vor.
    Was sind Ihre Fragen?
    Welche Bedenken haben Sie? (Angst um Ihre Batterie?)
    Würden Sie bezahlen für das Steuergerät in Ihrem Haus?
    Hätten Sie Angst um Ihre Daten?
    Wollen Sie genau Informiert werden über das technische Vorgehen oder reicht Ihnen eine Profitangabe?


    Beantworten Sie gerne auch alles andere was ich nicht gefragt habe :)



    Ich freue mich über jede Antwort hier, gern auch als private Nachricht.
    Wenn sie Lust und Zeit haben natrürlich auch im Gespräch (Skype als pm)


    Ihre Angaben werden selbstverständlich anonymisiert und dienen zur Validierug des Geschäftsmodells.


    Vielen Dank im Voraus!


    Beste Grüße,


    Sebastian

  • Nachdem ich mich schon länger mit netzdienlichen Speichern befasse:
    http://www.photovoltaikforum.c…-schweiz-t103138-s30.html
    habe ich ende dieser Woche ein erstes Gespräch mit http://www.inopower.ch/.
    Dabei geht es um Regelenergiespeicher, welche als Cluster eines Grossystems auch im EFH eingesetzt werden.
    Dazu habe ich einen Fragenkatalog erarbeitet.
    Doch hier verhält es sich ähnlich wie mit dem Elektroauto; -hat eigentlich nichts mehr mit PV zu tun.
    Regelenergiespeicher in Haushalte mit einer PV-Anlage in Verbindung zu bringen ist eine reine Alibiübung.
    Für mich wird es trotzdem eine Investitionsevaluation sein. In naher Zukunft sehe ich aber stationäre Speicher überflüssig,
    wenn dereinst die Elektromobilität, insbesondere der Schwerverkehr mit potenten Speichern herumstehen.
    Seit einer Woche läuft mein Netzfrequenzdetektor in meiner Versuchs-SPS mit und stimmt erstaunlich genau mit den offiziell verfügbaren Informationen über die Netzfrequenz in Europa überein. http://www.photovoltaikforum.c…teuerung-t109147-s10.html
    Intressant ist dabei, dass Ein- oder Ausspeisungen ins Verbundnetz je nach gewünschter Präzision jeweils nur kurzzeitig erfolgen müssten.
    Zusammen mit weiteren Parametern wie z.B. die Netzspannung ist also die Anbindung einer SPS an einen netzdienlichen Speicher relativ simpel. Dazu sehe ich beispielsweise den 10 kW-Infini-Hybrid WR, welcher ja auch bereits MPP-Tracker
    für Modulfelder enthält.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

    Einmal editiert, zuletzt von einstein0 ()

  • ist ja interessant das alles, einstein
    nur mit dem Anliegen des TS hat das nichts zu tun


    lustig finde ich auch deine Vorstellung von den "potenten Speichern" vom Schwerverkehr, die "herumstehen"

  • Ist doch nur eine Frage der Batteriekapazität, ob das dann eine Alibiübung ist... wenn eh eine Halbinsel hingestellt werden soll.
    Ich könnte mir auch vorstellen, daß man Stapler mit Akkus einbindet, da gibt es ja einige, die in kleineren Betrieben mehr rumstehen als fahren. Da bräuchte es dann mehr im Cluster, um die Gesamtkapazität sicherzustellen.


    Bei 170Zyklen im Jahr hab ich die Batterie dann in 10 Jahren auf unter 80 % gebracht, im Stapler per Definition also tot. Also ca 1500€ ohne Zinsbetrachtung, dann noch Geräte dazu kaufen? Ich glaub nicht, das das jmd macht, der nen Taschenrechner benutzen kann.


    Grüße
    Jan


    Gesendet von meinem Nexus 7 mit Tapatalk

  • Zitat von jodl

    ist ja interessant das alles, einstein
    nur mit dem Anliegen des TS hat das nichts zu tun


    lustig finde ich auch deine Vorstellung von den "potenten Speichern" vom Schwerverkehr, die "herumstehen"


    Tja, man wird sehen. Meine persönliche Meinung sieht halt anders aus. Schon in diesem Thread hat man gelacht:
    http://www.photovoltaikforum.c…7385&hilit=h%C3%A4gendorf
    Was denkst du, wieviel PV auf einem Doppelzug allein platz hat -und die stehen übers Wochenende zu dutzenden herum.
    Beispiel: http://www.photovoltaik.eu/Arc…CFBF2BFADFD6BC0E697F7AD6C
    Aber ist ja auch schon fast Geschichte. :wink:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von Murray

    @TE das gibt es doch eigentlich schon


    Hier z.B.
    http://www.photovoltaikforum.c…tromspeicher-t103549.html
    schon mal nachgelesen?


    Ich glaube du verwechselst da was. Regelenergiespeicher sind netzdienlich und können sowohl kontrolliert importieren
    wie exportieren. M.W. kann Senec nicht kontrolliert exportieren. :idea:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Ich denke, wenn die Speicher wirklich einen nennenswerten Beitrag zur Netzstabilität bringen sollen, wird im Falle des Falles der Akku des Teilnehmers zu einem erheblichen Teil entladen und er merkt es erst, wenn er dann abends auf Netzbezug umstellen muss und für den Netzstrom dann zahlt. Das nützt ihm doch nur, wenn er für die kWh während der Entladung zwecks Netzstabilisierung viel mehr bekommt, als er selbst dann zahlen muss, wenn er aus dem Netz das bezieht, was ihm fehlt.
    Eigentlich ist ja bekannt, dass während der Spitzenlastzeiten Gasturbinen angeworfen bzw. hochgefahren werden, deren Strom z.T. über 1 €/kWh kostet. Das müsste der Teilnehmer an dem System auch bekommen. Dann würde es sich lohnen. Aber das kenne ich schon aus der Biogasverwertung. Das Geschäft machen die EVU lieber selber. Sie haben die Spitzenlastkraftwerke ja schon. Da lassen die keine Quereinsteiger rn, die ihnen die Rendite killen. Das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund für diese bescheuerte PV-Politik. Schönen Gruß von Seehofer.
    Statt die PV-Energieverteilung zu bremsen (EEG-Novellen), müsste der Nachbau von Spitzenlastkraftwerken behindert werden. Aber das bedeutete ja die Sozialisierung der Gewinne. Beginn Ironie. :mrgreen: Wo kommen wir denn da hin? Zentralrechnergesteuerte Planwirtschaft? Moderner Kommunismus? Um Marxes Willen! Also nein.
    Die Verluste gehören sozialisiert, nicht die Gewinne. So war das schon immer und so muss das bleiben. :mrgreen: Ende Ironie. :D


    Rot Strom!
    pvx

  • Zitat von einstein0


    Ich glaube du verwechselst da was. Regelenergiespeicher sind netzdienlich und können sowohl kontrolliert importieren
    wie exportieren. M.W. kann Senec nicht kontrolliert exportieren. :idea:
    einstein0


    Noch nicht
    das ist ja erst der Anfang ...

  • Was bedeutet: "Bei einer Batterie von 7kWh/4kW wären dies ca 170 Zyklen pro Jahr und damit äußerst wenig"?


    Ist damit die Regelenergie/Last gemeint, also täglich ca. 7kwh Arbeit bei einer Leistung von ca. 4kw? Dies würde bedeuten dass ca. 2 Stunden lang bis zu 4kw entnommen werden würden. dies müsste dann bei Batterieauslegung ja der Batterie zugerechnet werden. Die Batterie müsste damit deutlich größer dimensioniert werden um die Lebensdauer nicht zu beeinträchtigen.


    170 Zyklen bedeutet faktisch den ganzen Solarsommer lang. Was ist im Winter, soll da das System auch Regelenergie abgeben? Muss dann die Batterie mit Bezugsstrom zu regulären Bezugskosten geladen werden.


    Spannend würde die gesamte Vergütungsproblematik...?


    Ich würde das übrigens nicht wollen, allein aus Unabhängigkeitsgründen. Ich wollte nicht, dass ein Dritter meine Batterie kontrolliert, es sei denn, der materielle Vorteil wäre signifikant.


    Es sollen Anlagen größer 5 kwp berücksichtigt werden, wobei ich die Obergrenze aufrund der aktuellen Gesetzgebung bei 10 kwp sehe. Bei einer geschickten Selbstnutzung des eigenen Stromes, bleibt da gar nicht mehr viel übrig. Ich schätze, dass ich im sommer ca. 1000 kwh nicht selber nutze, was aber in etwa den 7kwh*170 Zyklen entspricht. Die 1000kwh habe ich aber nur im Hochsommer zur Verfügung, danach geht bereits alles in den Eigenverbrauch und von Herbst bis Frühjahr brauche ich sowieso Netzbezug. Damit reden wir auch im aktuellen Verrechnungssystem über nur 3 nutzbare Monate....

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...