Inselanlage 12V

  • Hallo Foristen,


    ich habe http://www.ebay.de/itm/281799832999 erstanden, also 6*120Watt (vermutlich inzwischen eher 6*100Watt).
    Es existiert am Zieleinsatzort bereits eine kleine 12V 120Watt Windkraftanlage die zukünftig aber wegen stärkerer Nutzung nicht mehr ausreichen wird, daher die Aufrüstung. Als Energiespeicher kommen Batterierückläufer zum Einsatz, 12V und meist so 40-60Ah Restkapazität die sich sonst zum Einsatz kaum mehr eignen, aber da ausreichend vorhanden war das bisher kein Problem.
    Die Akkus werden alle einzeln abgesichert usw. sind aber dann parallel geschlossen.
    Das Windrad hat einen eigenen Regler.. von 1997 oder so, der keinerlei Anzeigen oder ähnliches hat, aber es lief immer irgendwie.
    An der Batteriebank hängt als Abnehmer einmal 12V Hauselektrik (licht, wasserpumpe, tv usw.) und ein 2.500Watt Sinusinverter der aber nur bedarfsmäßig aktiviert wird (Haarfön, Notebook laden usw.).
    Bei bedarf wird die Bank von einem Hatz-Diesel manuell wieder geladen (die Hauselektrik wir bei 11.3V abgetrennt und nurnoch etwas LED-Licht kann dann betrieben werden).
    Nun die Frage: wie integriere ich die Zellen am besten in das System, es soll ja nicht zu teuer werden?
    Bisher konnte ich den victron energy BlueSolar MPPT 150/30 ausmachen, der mit den Modulen zurecht kommen sollte, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es da nicht auch günstigere Varianten gibt.
    Problem: 6*22V in Reihe sind 132V maximale Stringspannung, 104V immernoch die MPP-Spannung, daher kommen 90% der einfachen Chinabüchsen wohl nicht in Frage. Der Victor ist mir mit immerhin ~400EUR dann aber etwas teuer, die Module haben ja nur ~210 gekostet.


    Hat jemand Erfahrung oder einen Vorschlag der mir weiterhelfen kann, es geht eher um eine kostengünstige denn eine SuperDuper-Lösung. Ich wäre auch mit einer Chinabox happy, sofern sie denn in etwas das leistet, was ich brauche.
    Eine Option war su meiner Sicht ggf. 2*3 Module zu schalten und damit auf ~75V herunter zu kommen, da kostet der Victor nur ~300EUR oder ein Steca Solarix MPPT 2010 mit ~200EUR.


    Mir reichen auch Tipps und Hinweise, es müssen keine Vollantworten/Lösungen sein :D


    mfg und gute Nacht erst einmal
    DooMMasteR

  • ja, das hatte ich auch überlegt, aber vom Standort der Batterien bis zum Modulstandort sind es immerhin 12m, das ist schon nicht mehr ohne.
    Aber eine Option wäre es, dann mit ~15% Leitungsverlust peak bei 12m 10mm²... wenn ich das noch recht im Kopf habe.
    Die abenteuerliche Google Übersetzung hatte mich bei den Kisten schon darauf schließen lassen, dass sie kein MPPT können "Controller bereitgestellt MPPT Maximum Power Point Tracking-Funktion, Lademodus ist PWM".

  • MPPT10/20/30/40 gleich vergessen..ist doch schon lange als Mogelpackung bekannt.. vielfach auch auf Youtube Videos dazu zu sehen.


    MPPT techisch eine Blöde Sache im Endeffekt wird das teuer so oder so..Markentechnisch Victron Bluesolar 100/50 als 2x3 verschalten wäre dein Freund.. gibt es so ab 300€.. 15% Leitungsverlust ist für den Sommer bei 12V nicht tragbar im PWM Einsatz... Wenn 12V parallel Direkt verkabeln dann richtig..Wobei nicht vergessen Parallelsicherungen usw kommen da auch noch pro Modul dazu.. und ein guter 50A PWM kostet auch.. und schön dicke Kabeln .. also sparen ohne PWM tust nicht gerade wirklich viel.. nur vergleichsweise viel mühsamer mit dem verkabeln


    Zitat von DooMMasteR

    Ich wäre auch mit einer Chinabox happy, sofern sie denn in etwas das leistet, was ich brauche.


    Kannst natürlich, die Frage bei den Büchsen ist nur immer wie lang sie das leisten was du brauchst :) Vorallem die bessern aus China, sind nicht gerade wesentlich billiger.

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Ein 50 a PWM mit eingebautem 800w Laderegler wäre der PIP 800, auch Effekta, auch Axpert.
    Ich habe den, dazwischen 9 m Leitung(gebrauchtes 16mm Kabel) klappt blendend.
    Den anderen empfohlenen Billigregler habe ich auch,macht seit 3 Jahren was er soll( hat z.B. einen sehr ordentlich belastbaren Ausgang). Ladeprogramme bringen bei den von dir benutzen Akkus eh nix. Lass raten- der von mir ignorierte Petzi empfiehlt deutsche Qualität :)


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  • Habe gerade nachgesehen:der pip kostet 230$, Plus 19% Einfuhrsteuer, Plus 3% Zoll, also grob 270 Dollar.


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  • Hallo DooMMasteR und willkommen im Forum.


    Einen Teil deiner Anlage auf 24 VDC umzurüsten, um den Verlust auf der Leitung tragbar zu halten, wird wahrscheinlich mehr Probleme machen als Nutzen bringen. Alternativ könntest du direkt ein 230-VAC-Netz machen, wobei du den LR, WR und seine Batterien in der Nähe der Panele installierst (als Diebstahlschutz ein regenfestes Stahlgehäuse, das auf einem Betonfundament verdübelt wird). Ein kleines Voltmeter in die Hütte, damit man den Batteriezustand so halbwegs mitbekommt; als Fernbedienung kommt ein Schalter in die Hütte, der parallel zum Ein-Schalter im WR angeschlossen wird (wenn einer von beiden eingeschaltet ist, dann läuft der WR).

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Vom Ladeteil des PiP812(Effekta AX-K 1000) kann ich nur aus eigener Erfahrung abraten. Es verhungern einem die Batterien mit den Einstellungen, auch wenn man sie selber einstellt. Was auch an der falsch gemessenen Spannung liegt und an fehlerhaften Ladeprogrammen. Er ging bei mir auch ab und an in die Absorption, aber dazu musste man eine Spannung unterschreiten. Die Absoptionsladung lief auch nicht wirklich lang, maximal 2h was gerade bei Nassbatterien zu wenig sein kann.


    Dann gibts noch die Probleme bei einer gewissen Last am WR, dass der Laderegler komplett weggeschalten wird und die ganze Leistung aus der Batterie kommen muss, obwohl ordentlich PV Leistung vorhanden ist.



    MfG

  • ...aber in diesem Thread will der TS doch mit alten Rücklaufakkus arbeiten! Dafür ein Lademanagement???noch dazu wenn eine Windturbine und ein Diesel zur Verfügung stehen? Da würde ich mein Geld für andere Sachen ausgeben.


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  • danke schonmal für die Tipps :)
    es wird wohl erstmal ein einfacher China PWM-Lader werden und die Kabel werden dafür dann etwas dicker sein müssen, aber 16-20mm² Kabel werden wohl reichen, wird zwar ein dickes bündel, aber was muss das muss.
    Wenn die Nutzung langfristig weiter zunehmen sollte, kann man auch noch einmal Module nachkaufen, die 200€ tun ja kaum weh, dann kann man ggf. auch auf einen MPPT-Lader aufrüsten und 24V, aber aufgrund der Ungleichheit der Batterien macht das aktuell keinen Sinn.
    Jetzt muss sich ersteinmal der Verkäufer der Module melden, hätte sie am liebsten schon dieses Wochenede abgeholt, aber daraus wird wohl ersteinmal nichts, denn er antwotet bisher nicht auf meine Anfragen -.-


    schönes WE noch