Photovoltaikanlage in Nordskandinavien eine Verschwendung?

  • Hallo an alle,
    ich plane in meiner Bachelorarbeit unter anderem zu prüfen ob es Sinn macht in Nordskandinavien eine Photovoltaikanlage zu betreiben.


    Das Problem hier ist ja, dass es im Winter so gut wie permanent Dunkel bleibt bzw. im Sommer die Sonne nie unter geht. Wenn man also die Energie im Sommer komplett speichern könnte, würde man die Wintermonate dadurch kompensieren können?


    Norden heißt in diesem Zusammenhang alles ab Bodö (Norwegen) oder Storuman (Schweden) Richtung norden. Bezugnehmend auf diese Karte: http://www.altaschwe.de/karte.gif


    Ich hoffe, dass hier einige evtl. schon Erfahrungen damit haben um mir erste Prognosen / Einschätzungen geben zu können.



    Vielen Dank
    Stefan

  • Ja hallo,ich denke eine interessante Frage,im Sommer auf jeden Fall nicht schlecht,bloß mit welcher Neigung stellt man die Module auf,mannmuss ja unter den Umständen an alle Richtungen denken.Mit speichern wird nichts,aber Einspeisung wenn möglich ,damit von der Vergütung ein Teil des Winterstroms gekauft werden kann.Wenn es da oben überhaupt Vergütung gibt.Gruss Bernd

  • Und sowas ist Thema einer Bachelorarbeit ???


    Gib das doch einfach in PVGIS ein.... Da muss man doch nix drüber schreiben....
    Ich verstehe diese Bachelorthemen immer weniger.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von Snipe


    Das Problem hier ist ja, dass es im Winter so gut wie permanent Dunkel bleibt bzw. im Sommer die Sonne nie unter geht. Wenn man also die Energie im Sommer komplett speichern könnte, würde man die Wintermonate dadurch kompensieren können?


    ja klar
    wenn du eine große Anlage mit einem großen Speicher kombinierst und einen geringen Verbrauch hast, ist das ohne Probleme möglich
    was für eine schwachsinnige Überlegung.
    :roll::juggle::roll:

  • Hi Stefan, mangels eigener Erfahrung im hohen Norden bemühe ich dieses Programm hier:
    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php
    Für Storuman gibt es grade noch Daten und die sagen im Jahresmittel gar nicht schlecht
    (850kWh/kWp)bei 48°Neigung u.Süd.
    Mit einer zweiachsigen Nachführung lässt sich das noch auf 1250kWh/kwp steigern, ob es sich rechnet ist was Anderes.
    Aber Du fragst nach dem Sinn und der ist halt von den Bedürfnissen/Möglichkeiten anhängig. Bei einem Sommerhaus ohne
    Anbindung ans Netz natürlich, da gibt es ja wenig Alternativen -
    man will ja nicht im Urlaub ständig dem Dieselaggregat zuhören :evil:
    Wenn man den Strom zu vernünftigen Preisen einspeisen kann natürlich auch.
    Und wenn man ein Tal in den Bergen in einen Speichersee verwandeln kann/darf sowieso :)
    lg,
    Philip
    Hihi, der jodl wieder, immer ein freundliches Wort auf den Lippen :mrgreen:

  • Also bei Narvik streikt sogar PVGIS.....


    Wäre nicht ein anderes Thema besser ?


    Mein Lieblingsthema ist: Umsetzung der Stromversorgung mit PV der neuen deutschen U-Boot Flotte...


    Aber da arbeite ich schon dran ! :mrgreen:

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  • Zitat von letsdoit

    Und sowas ist Thema einer Bachelorarbeit ???


    Gib das doch einfach in PVGIS ein.... Da muss man doch nix drüber schreiben....
    Ich verstehe diese Bachelorthemen immer weniger.....


    Das braucht man nicht einmal in PVGIS einzugeben. Skandinavien hat soviel Wasserkraft, da wäre PV völlig deplaziert.
    Sowas würde in Spanien schon vielmehr Sinn machen. :wink:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo an alle,
    erst einmal vielen Dank an Bernd und Phillip.
    Die anderen Beiträge... naja irgendwie muss es ja einen Grund geben warum ihr soviele "Beiträge" habt.


    Also nach den ersten hilfreichen Rückmeldungen denke ich mal das die Photovoltaik Technik nichts für den hohen Norden ist.
    Werde es dennoch für meine Arbeit berechnen und prüfen müssen, da es um eine bezahlbare autarke Energieversorgung für ein Einfamilienhaushalt in Nordskandinavien geht.


    Einstein
    Es kommt immer darauf an wo man Wohnt und wofür man es verwenden möchte.
    Wenn man am Meer wohnt ist, so denke ich, ist ein Wellenkraftwerk für ein Einfamilienhaushalt etwas überdimensioniert. Wenn man am See wohnt, so ist nichts mehr mit Wasserkraft... :wink:



    Danke
    Stefan

  • Naja - ich hab in meiner Laufbahn mehrere Diplom- und Doktorarbeiten begleitet. Deshalb traue ich mir schon zu, zu unterscheiden, was macht Sinn und was frisst sinnlos Zeit....


    Wenn du nach bezahlbarer autarker Stromversorgung fragst gibts sicher deutlich andere Kommentare....

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  • Zitat von Snipe

    da es um eine bezahlbare autarke Energieversorgung für ein Einfamilienhaushalt in Nordskandinavien geht.


    Schau, mit dieser Info wären die Kommentare nur halb so blöde gewesen :mrgreen:
    Kombiniere dort oben ein (steiles) Süddach PV mit einem BHKW und es könnte sich vielleicht sogar wirtschaftlich
    darstellen lassen(ich kenne die Gestehungskosten für PV in Skandinavien nicht)
    Bei vorhandenem Netz muss man allerdings, wenn auch sehr ungern, einstein0 Recht geben :)
    lg,
    Philip