Eigenverbrauch/Steuerabrechnung

  • Hallo zusammen, ich habe da mal eine Frage.
    Ich bin seit September 2014 stolzer Besitzer einer 10 kw PV-Anlage, mit Eigenverbrauch ohne Akku.


    Gestern habe ich die Steuerabrechnung für 2014 zurück bekommen.
    Dort hat der Sachbearbeiter einen Eigenverbrauch von 42€ für die 4Monate geschätzt und abgerechnet.
    Wie kann ich für die Zukunft selber diesen Wert ermitteln und muss ich den Eigenverbrauch überhaupt angeben?


    Ich könnte ja nur den Wert vom Wechselrichter und dann die Differenz bis zum Zweirichtungszähler angeben.
    WR ist aber sicher nicht geeicht.


    Wie soll ich mich da verhalten?
    Gruß aus Aachen

  • Zitat von vip

    Ich könnte ja nur den Wert vom Wechselrichter und dann die Differenz bis zum Zweirichtungszähler angeben.


    Genau so macht man das. Oder, wie du es am eigenen Geldbeutel erfahren hast, schätzt das FA. Und, es darf nicht zum Nachteil des Steueraufkommens schätzen.


    Zitat von vip

    ... muss ich den Eigenverbrauch überhaupt angeben?


    Wenn du es nicht machst, dann schätzt das FA.

  • Zitat von donnermeister1

    Genau so macht man das. Oder, wie du es am eigenen Geldbeutel erfahren hast, schätzt das FA. Und, es darf nicht zum Nachteil des Steueraufkommens schätzen.



    Wenn du es nicht machst, dann schätzt das FA.


    Oder es nimmt an, es sei eine volleinspeisende Anlage. Ich kenne zumindest jemanden, der nicht wusste, dass man den selbstverbrauchten Strom verteuern muss und bei dem das FA keinen Eigenverbrauch unterstellt hat.

  • Zitat von vip

    Habe da noch eine Frage:
    Anlagen unter 10 KW sind die nicht von der Steuer befreit?


    Du meinst vielleicht die EEG-Umlage :-( ?!

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

    alle DN 22°


    FTP-Hosting für Photovoltaikanlagen - self.Logger.solar

    API für Prognosedaten zur Solarproduktion - Forecast.Solar

  • Steuern auf den Eigenverbrauch muss man nur bezahlen, wenn die Anlage zBsp. 100% dem Betriebsvermögen zugeordnet wurden. Das ist zbsp. der Fall wenn die ganze Vorsteuer beim Kauf der Anlage vom Finanzamt zurück erstattet wurde, bzw. wenn die Anschaffungskosten der Anlage in voller Höhe steuermindernd berücksichtigt wurden ( AfA).

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    Steuern auf den Eigenverbrauch muss man nur bezahlen, wenn die Anlage zBsp. 100% dem Betriebsvermögen zugeordnet wurden. Das ist zbsp. der Fall wenn die ganze Vorsteuer beim Kauf der Anlage vom Finanzamt zurück erstattet wurde, bzw. wenn die Anschaffungskosten der Anlage in voller Höhe steuermindernd berücksichtigt wurden ( AfA).


    Moin!
    Welche Steuern meinst du jetzt??
    Das ist etwas verwirrend....


    Du must immer Einkommenssteuer bezahlen....(Sachentnahme)....


    Richtig ist wie du geschrieben hast, die Abführung der Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch bei 100%iger Zuordnung der PV-Anlage zum Betrieb (unentgeltliche Wertabgabe), diese kann je nach Unternehmensform entfallen.
    Dies kann man nach 60 Monaten ändern, in dem an zur KUR (Kleinunternehmerregelung) wechselt.
    Davon bleibt aber die Sachentnahme sprich Einkommenssteuer unberührt..


    Zwei Hilfstabelle dazu findest du hier:
    http://www.pv-steuer.de/pages/downloads.php
    - Berechnung unentgeltliche Wertabgabe
    - Berechnung des Entnahmewertes


    Gruß
    Red5FS

    Gruß Red5FS
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    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von Red5FS

    Du must immer Einkommenssteuer bezahlen....(Sachentnahme)....


    ok, ist etwas verwirrend.... im Grunde braucht man keine Einkommenssteuer auf den Eigenverbrauch bezahlen, wiso?
    Werden für die Berechnung des Entnahmewertes die Herstellungskosten angesetzt, ist das genau der Betrag welcher steuerlich auch wieder abgeschrieben wird. Also ein Null Summenspiel. Das Ansetzen der Herstellungskosten ist möglich, da es ja die gleichen Kosten wären, wenn die Anlage privat ohne EEG angeschafft wäre.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!