Wieviel Verluste pro Grad Abweichung?

  • Ich habe ein nachgeführtes System und mir kommt vor, dass es nicht exakt zur Sonne steht. Ich habe mal die Sonnenstände ausgerechnet (bzw. einen "Rechner" aus dem Internet dazu verwendet und komme da zur direkten Messungen auf den Modulen zu einem ordentlich abweichenden Ergebnis.


    Kann man sagen ab wieviel Grad Abweichung (vertikal) man Leistungsverluste bemerkt bzw. gibt es Tabellen?


    Ich werde das noch ein paar Mal prüfen wenns Wetter passt und dann den Hersteller kontaktieren. Dafür hätte ich gerne Argumente in der Hand dann.


    Danke Euch!

  • Danke. Schau ich mir gleich durch. Mir ist gestern Abend noch aufgefallen, dassich mich vermessen habe und gar keine Abweichung da war, glaube ich. :)

  • Hi, ich habe meinen Tracker(1,4kWp) am Anfang alle 5min nachgeführt, bin dann aber durch Wechsel auf
    ein anderes Zeitrelais auf 20min umgestiegen. Für mich war mit normalem Messequipment
    (gutes MM und DC-Stromzange, Batt-Monitor) keine Leistungseinbuße messbar.
    Kurz gesagt: Soo genau geht`s da nicht :)
    lg,
    Philip

  • Meiner geht alle 15min nach. Das sollte reichen, ich weiß. Ich habe gestern bei der vermutlichen falschen Messung allerdings 20 Grad Abweichung gehabt. Aber wie gesagt, Mess- bzw. Rechenfehler. HEute scheint keine Sonne, ich werde das noch verifizieren und bin dann wieder glücklich :)

  • Drück eine Dose auf das Feld wenn die Sonne scheint, wenn die keinen Schatten wirft, dann läuft der Tracker zu dem Zeitpunkt richtig. Ich denke Abweichung um ein paar Grad sind praktisch nicht messbar, nimmt dann aber ab 10Grad rasant zu.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Ah, ab zehn Grad. Das ist ja mal eine Aussage. Danke!


    Das mit der Dose ist eine gute Idee. Wobei es der Winkelmesser auch tun sollte.


    Ich hab ja nur folgenden Rechenfehler gemacht. 0 Grad ist ja wenn die Sonne gerade am Horizont steht. Das sind beim Messer aber 90 Grad. Ich hätte nun einen Winkel von 44 Grad gebraucht und der Winkelmesser zeigte also 44 Grad an (was 46 Grad in die andere Richtung bedeutet. Ich Depp bin aber von 100 Grad statt 90 im Ganzen ausgegangen und habe 100-44 gerechnet und dachte sie würde im 66 Grad Winkel stehen.


    Gut dass es keine Mathe. Schularbeit war ;)

  • Zitat von DeeJay58

    Gut dass es keine Mathe. Schularbeit war ;)


    Den Minderertrag kannst du über den Cosinus rechnen. Abweichung: Winkel 0° => Cosinus = 1 => volle Leistung.
    Winkel = 5° => Cosinus = 0.996 => Verlust = (1 - 0.996) / 100 = 4%. Und so weiter mit den Schularbeiten.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo Leute,


    gerade wird dasselbe Thema auch hier diskutiert:


    http://www.photovoltaikforum.c…igem-sonnens-t109128.html


    Wenn man sich die Graphik vom Fraunhoferinstitut betrachtet, die ich unten angehängt habe, erledigt sich das Thema eigentlich von alleine. Ein paar Grad mehr oder weniger nach links oder rechts oder schräg oder noch schräger gedreht, spielen in der Realität keine Rolle. Auch wenn diverse Programme was Anderes ausweisen. Die hier des öfteren geführten Diskussionen um Anordnung von Solarmodulen, verschiedene Dachbelegungen usw. sind nicht wirklich zielführend sondern eher akademischer Natur.



    Solange die Ausrichtung im Bereich 15-55° Anstellwinkel und +/- 50° zur Südausrichtung liegt, kompensieren sich die durch die Ausrichtung entstehenden theoretischen Wirkungsgradverluste im Tages- und Jahresbetrieb. Was ich in der Praxis auch bestätigen kann. Meine Module sind zum Teil auf 20° und zum Teil auf 30° installiert. Selbst im tiefsten Winter bringen sie fast dieselbe Leistung wie im Sommer, wenn es denn ein klarer Tag ist. Die geringere Leistung in den Wintermonaten ist in erster Linie auf die Bewölkung zurückzuführen, nicht so sehr auf den tiefen Sonnenstand. Im Sommer kommt bei dicken Regenwolken auch fast nichts, obwohl die Sonne optimal zu den Modulen steht.


    Die Versuche, die Ausrichtung bis zum letzten zu optimieren, stammen noch aus der Zeit, als die Module ein Vermögen kosteten und technisch auch noch nicht auf dem heutigen Stand bzgl. Ausnutzung von Streulicht usw. waren.


    Also DeeJay, keine Panik, wenn die Nachführung mal um 10° oder auch mehr daneben liegt, deine Verluste werden sich sehr in Grenzen halten.


    Weiterhin hohen Ertrag


    Dein Solar-User