Simpler Modulanalyzer

  • Nicht jeder hat gleich Zugang zu einem Flasher und manchmal wäre es praktisch, ein Modul gleich an Ort und Stelle
    testen zu können. Deshalb baue ich ein Modulmessgerät und habe ein erstes Pflichtenheft erstellt:
    - Es muss eigenversorgt werden (vom Modul)
    - Handlich (ein Laptop wäre zu gross)
    - Übersichtliche Anzeige auch in grellem Sonnenlicht
    Über zwei polaritätsneutrale Anschlusskabel soll das Modul getestet werden können.
    Strom und Spannung soll vorgewählt werden können.
    Aus der Audiotechnik nehme ich zwei Dot-Bar-Driver UAA170.
    Über die X-Achse analysiere ich die Spannung und auf der Y-Achse den Modulstrom.
    Die im Schnittpunkt aktivierte LED zeigt den MPP an.
    einstein0

    Bilder

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Moin Einstein0, ich gehe mal die Liste durch.


    - Es muss eigenversorgt werden (vom Modul)
    Das wäre meiner Meinung nach kein Muss. Da kann ja auch eine kleine Blockbatterie rein, die dann ein Jahr oder länger hält.


    - Handlich (ein Laptop wäre zu gross)
    Sehr sinnvoll.


    - Übersichtliche Anzeige auch in grellem Sonnenlicht
    Wenn man auf dem Dach hockt schon sehr sinnvoll.


    - Über zwei polaritätsneutrale Anschlusskabel soll das Modul getestet werden können.
    Wenn man auf dem Dach hockt schon sehr sinnvoll.


    Bei den anderen Punkten und was den Prototypen anbelangt bin ich noch nicht so überzeugt. Wenn es um ein "Geht oder geht nicht!" gehen soll, wäre das wohl so machbar. Aber mit einem unwesentlichen Mehraufwand wäre es doch super, wenn man gesagt bekommt: Voc, Isc und Pmpp (vielleicht zusätzlich Vmmp und Immp); eventuell nach einer Messung nacheinander abrufbar. Die Panelspannungen und Ströme liegen ja alle innerhalb einer Größenordnung und damit sollte das Messgerät ohne Umschaltung klar kommen.


    Zusätzlich müsste das Gerät natürlich eine Solarzelle als Referenz haben, damit die gemessenen Werte auf STC umgerechnet werden könnten (Messgerät beim Messen parallel zum Panel halten). Wenn man die Werte dann mit einer Genauigkeit von +/- 10 oder 15% bekommt, dann müsste das eigentlich für fast alle Fehler-Analysen hinreichend sein.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • jdhenning: generell hast du recht. Doch möchte ich bewusst auf die Features eines Flashers verzichten und einfach nur feststellen können, ob das gemessene Modul noch tut, oder tot ist. Insbesondere wenn es einen gesamten String paralisiert, genügt ein kurzer Test mit einer Referenzeinstellung bspw. der MPP-Spannung, oder -Strom.
    Murray: "Der grosse Rest" besteht aus einer Stromsenke, welche im besten Fall kurzzeitig 200 Watt verheizen kann.
    einstein0

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  • Also ich mach das so - ich nehme einen DC Trennschalter mit zusätzlichen Buchsen am Ausgang. Einen DC Trennerausgang hab ich außen die Abgangskabel kurzgeschlossen. Dann nehme ich ein DC Zangenamperemeter. Wenn ich jetzt das Modul anstecke und den Schalter einschalte kann ich den Kurzschlussstrom messen, schalte ich den Schalter aus kann ich an den zwei Buchsen die Leerlaufspannung messen. Hab ich noch mein Einstrahlungsmessgerätchen dabei - Conrad 49 € - kann ich das Ganze abschätzen, obs realistisch ist...... :mrgreen:

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Zitat von letsdoit

    Also ich mach das so - ich nehme einen DC Trennschalter mit zusätzlichen Buchsen am Ausgang. Einen DC Trennerausgang hab ich außen die Abgangskabel kurzgeschlossen. Dann nehme ich ein DC Zangenamperemeter. Wenn ich jetzt das Modul anstecke und den Schalter einschalte kann ich den Kurzschlussstrom messen, schalte ich den Schalter aus kann ich an den zwei Buchsen die Leerlaufspannung messen. Hab ich noch mein Einstrahlungsmessgerätchen dabei - Conrad 49 € - kann ich das Ganze abschätzen, obs realistisch ist...... :mrgreen:


    Ja, geht natürlich auch, aber dann hast schon eine ganze Handvoll Gerätschaften auf den Ziegeln und keine Hand mehr frei.
    Und von den Affen sind wir ja schon ziemlich evolutioniert, sonst könnten wir uns mit dem Schwanz festhalten. :wink:
    einstein0

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  • Naja - diese Sachen hab ich halt eh immer dabei....
    Man kann das Ganze sicher auch noch in ein Gehäuse bauen.... Ich hab z.B. beim Schalter mehrere Eingänge mit verschiedenen Steckertypen gemacht - dann kann man schön aufstecken, wenn man nicht wirklich weiss, was das Modul an Steckern hat. Die sind ja eh alle parallel geschaltet.... Passt alles ganz gut in ein Spelsberggehäuse....

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  • Zitat von PV-CH

    Einstein: kannst du bitte ein Skizze der Schaltung posten, damit ich die Funktion des "simplen Modulanalyzer" verstehen kann?
    Danke-schön


    Tut mir leid, dazu ist es noch zu früh. Als Erstes werde ich andere Dot-Bar-Driver einsetzen.
    Grundsätzlich werden Strom und Spannung gemessen und über eine X-Y-Matrix angezeigt. D.h. der MPP wird irgendwo im roten LED-Quadrat angezeigt und kann mit einem Referenzmodul oder den Voreinstellungen verglichen werden.
    einstein0

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  • Zitat von einstein0

    . Murray: "Der grosse Rest" besteht aus einer Stromsenke, welche im besten Fall kurzzeitig 200 Watt verheizen kann.einstein0


    Das ist eigentlich das wichtigste an der ganzen Sache
    Bin schon mal darauf gespannt.


    Denn nur über Kurzschlußstrom und Leerlaufspannung ein kaputtes Modul feststellen zu wollen ist Unfug