Wer darf Strom verkaufen?

  • Gehört zwar nicht wirklich hier zum Themenbereich, aber wer darf eigentlich legal in D Strom verkaufen.
    Insbesondere wäre für mich folgende Konstellation interessant:
    diverse Familiengesellschaften, gleiche Eigner oder Mutter-/tochtergesellschaften auf zusammenhängendem Firmengelände.
    Darf Firma A den Gesamtstrom beziehen und an Firma B weiterverkaufen (Gelände gehört wahrscheinlich noch Fa. C)? Firma A und B sind rechtlich selbständige Gesellschaften mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern.
    Aufgrund der Zusammenlegung könnte ein deutlich günstigerer Stromeinkauf das Ergebnis sein, weil u.U. die 10GW Grenze erreicht würde...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Ich denke es ist doch klar.


    Alles was Du an Strom vom EVU einkaufst, darfs Du nur diese Betriebskosten ohne Gewinn UMLEGEN.


    Alles was Du an Strom selbst produzierst, darf Du Netzintern mit Gewinn VERKAUFEN.

    16, 53 kWp Frankfurt Solar, Sunny Boys 04.2012
    3, 75 kWp Yingli, 6, 00 kWp Bosch, 04.2014
    10,00 kWp Bosch, STP 17000TL 05.2015
    6,00 kWp Bosch, ca.40 kWp Bisol (8 € Modul), 1 VT-80, 48 V 620 Ah Staplerbatterie , 5000 VA Victron Multiplus II

    SB 4000TL und Huawei 33KTL-A 05.2019

  • Zitat von machtnix

    meinst du wirklich 10 GW ?? ( 10 Million KW )


    Ja.... ab dieser Grenze gibt es verringerte Netzentgelte und Umlagen.


    heidizwerg:
    Umlegen, ist ja beispielsweise im klassichen Mietverhältnis, Hausbesitzter kauft ein, die Mieter erhalten einen Teil davon. Hier sind es aber 2 rechtlich selbständige Firmen, die aktuell jeder Ihre eigene Trafostation besitzen. Das ist für mich nicht mehr "Umlage", sondern "Verkauf.
    Firma A hääte die Möglichkeit die Versorgung von B noch über Ihren Trafo laufen zu lassen, womit auch eine Trafostation entfallen würde, es müsste lediglich ein Mittelspannungskabel gelegt werden. Die Frage ist, ob dies generell möglich, nicht möglich oder nur unter bestimmten Umständen möglich ist. Firma A ist kein Stromproduzent.

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...

  • Dazu müsste man in den jeweiligen Anschluss / Stromliefervertag sehen. Ich sehe jetzt keine gesetzliche Vorgabe die dem im Wege stünde. Soweit ich mich erinnere behalten sich die EVU's jedoch oft den Weiterverkauf vor.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Zitat von Zellenschaden

    Ja.... ab dieser Grenze gibt es verringerte Netzentgelte und Umlagen.


    Wer die Leistung von 10 AKWs, oder 12,5% des Deutschen Spitzenverbrauchs bezieht, bekommt bestimmt besondere Anschlussbedingungen. Ich denke Du meinst 10 GWh/a, nicht 10 GW. 10 GWh/a entspricht etwa 1,15 MW Dauerleistung.


    Wer Strom für 1 bis 2 Millionen Euro pro Jahr bezieht sollte sich vielleicht einen Fachanwalt für solche Frage leisten. Der kann die genauen Umstände sicher deuten und berücksichtigen.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Es gibt imo keine mindestanforderungen Versorger zu werden udn was du beschreibst ist das Modell nach dem die ganzen Händler arbeiten. Die haben weder Kraftwerke noch einen Meter Kabel (das Büro ist im Zweifel samt Ausstattung gemietet/geleast) und es funktioneirt trotzem bei den meisten.
    Ganz sicher bin ich mir, daß es keinen Anschlußzwang ans Stromnetz gibt, von da droht also keine Gefahr vom VNB.

  • Zitat von JayM


    Wer die Leistung von 10 AKWs, oder 12,5% des Deutschen Spitzenverbrauchs bezieht, bekommt bestimmt besondere Anschlussbedingungen. Ich denke Du meinst 10 GWh/a, nicht 10 GW. 10 GWh/a entspricht etwa 1,15 MW Dauerleistung.


    Wer Strom für 1 bis 2 Millionen Euro pro Jahr bezieht sollte sich vielleicht einen Fachanwalt für solche Frage leisten. Der kann die genauen Umstände sicher deuten und berücksichtigen.


    Gruß
    Jochen


    Ja klar, 10GWh/a nicht GW Spitzenleistung...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...