SMA 9000 TL-20 wie betreiben?

  • Hallo Zusammen,
    ich bin neu hier und habe gerade eine Anlage montiert bekommen:
    Insgesamt 36 Module Viessmann P260 PSEB. Davon 24 in 2 Strings a 12 Modulen auf Süddach, 40 Grad Neigung mit vernachlässigbarer Verschattung und 12 in einem String auf einem Ostdach, 25 Grad Neigung mit Teilverschattung und jeweils einem Power Optimizer (wobei ich mich mittlerweile frage, ob die in Verbindung mit meinem SMA 9000 TL-20 überhaupt Sinn machen)
    Der einzelne String vom Ostdach geht auf einen MPP Eingang und die beiden Strings auf dem Süddach gehen auf den zweiten MPP Eingang. Dort sind diese allerdings parallel geschaltet, also jeweils einer auf einem String-Eingang (jeder MPP Eingang hat zwei String Eingänge). Resultierend ergeben sich nach 10 Tagen Beobachtung auf diesem MPP Eingang eine Spannung von ca. 380 Volt und ein Strom von (natürlich abhängig von der Einstrahlung) von bis zu 16 Ampere.
    Ich frage mich jetzt, ob es vielleicht besser wäre, diese beiden Strings vom Süddach hintereinander zu schalten, dann wäre die Spannung bei knapp unter 800 Volt und der Strom natürlich halb so groß. Macht das vom Wirkungsgrad her Sinn oder ist das dem Wechselrichter egal?
    Vielen Dank für Eure Hilfe,
    Willi

  • Hallo Willi,
    willkommen im Forum.


    Vom Wirkungsgrad macht das schon Sinn, die zwie 12er in Serie zu schalten. Aber von der maximalen Spannung wird es knapp. Nach üblichen Auslegungsregeln rechnet man die Leerlaufspannung bei 1000 W/m2 und -10 Grad C. Da kommt man bei den Viessmann P260 PSEB dann auf 1008 V. Der Wechselrichter hat eine maximale Eingangsspannung von 1000 V. Knapp, aber eben doch drüber. Da kann man sagen "das riskier ich", aber mit Garantie und Versicherung wird es dann eventuell schwierig.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Hallo Willi,


    was für Optimizer wurden den verbaut, ohne Zusatzkomponenten kommt mir das etwas mysteriös vor !


    Hallo Jochen,


    im Prinzip stimmts ja, aber passieren tut da zu 99% nichts...!
    Bei minus 10 Grad Modultemperatur hat es seltenst 1000W/m2, dann gibts ja noch eine Verschattung und diverse Toleranzen!
    Glaube nicht das der Tripower bei 8V mehr dicke Backen macht!

  • Hallo Lumo,
    sag ich ja, kann man auf eigenes Risiko machen. Aber bei Garantie und Versicherung wird sowas dann schon genau angeschaut.


    Das einzige mir plausible Szenario in D 1000 W/m2 bei -10 Grad Modultemperatur zu bekommen ist, dass bei Anlagenstillstand plötzlich eine dichte Schneelage von den Modulen rutscht. Die Module haben bei 1000 W/m2 sehr schnell mehr als -10 Grad C.


    Gruß
    Jochen

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    30 kWp Yingli / SolarEdge
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  • Wann wurde die Anlage denn gebaut? Wenn möglich würde ich da noch was ändern lassen.
    Ein Modul von Süd runter und auf Ost legen. Süd mit 23 Stück in einem String. OTGP (Schattenmanagement) am WR aktivieren.


    Was für Optimierer sind auf Ost verbaut? Die können eigentlich raus. Aber jetzt wird man sie wohl drin lassen müssen.


    Kannst du Bilder der Dächer einstellen, die den Schatten zeigen?


    Ein Thema zu der Anlage scheint es nicht zu geben. Zu 2*12 und 12 hätte dir hier niemand geraten.
    Ziel der Optimierung sollte 23 auf Süd und 12 plus 1 von Süd plus 2 dazu kaufen gleich 15 auf Ost.


    Gesendet mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

    4 Mal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • servus,
    Anlage optimieren,
    falls Platz vorhanden, ein bis zwei Module auf Ostseite bringen.


    Gruß,
    Alex

    9,9 Yingli/Platinum,

    64kWh Kona EV

  • Zuerst mal Danke für die bisherigen Antworten.
    Die Anlage ist erst seit ein paar Tagen fertig.
    Auf Süd waren die 24 verbauten Module das maximal mögliche vom Platz her. Auf Ost wäre zwar noch Platz, hätte aber von der Verschattungsanalyse her laut Solateur keinen Sinn gemacht. Auf Ost wurden 12 Power Optimizer P300-P5 verbaut. Zuerst hörte sich das für mich sinnvoll an, aber mittlerweile scheint es mir, als würden die nur in Verbindung mit einem Wechselrichter von SolarEdge auch wirklich Sinn machen.
    Bilder von der Schattenanalyse kann ich erst heute Abend einstellen, da ich im Moment nicht zuhause bin.
    OTGP ist mit einer Zykluszeit von 6 Minuten (ist wohl die Grundeinstellung) eingeschaltet.
    Sofern ich das Risiko eingehen würde, die 24 Module auf Süd hintereinander zu schalten, würde das denn vom Wirkungsgrad her tatsächlich etwas bringen? Ansonsten kann ich es ja auch lassen, wie es ist und wie es vom Solateur angeschlossen wurde.

  • Ich weiß nicht wie OTGP bei 2 parallelen Strings arbeitet, aber ich vermutel mal, nicht sonderlich gut. :wink:


    Deswegen würde ich daraus einen 23er String bauen und 13 oder besser 15 auf Ost legen.
    Welche Ausrichtungen haben die Dächer?


    Der WR dürfte so oder so zu groß sein, oder hast Du einen SunnyHomeManager im Einsatz?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • P300-P5 wäre schon mal schlecht...!
    Wenn dann sollten es für Fremdwechselrichter geeignete Optimizer sein,
    in Deinem Fall evtl. ein P350 I 5 zum Beispie!l


    Zur Aktivierung bzw. Freischaltung wird noch ein sogenannter Key benötigt!
    Um die Module Bei SE zu visualisieren bräuchte man noch das Safety & Monitoring Interface!

  • Als zu groß würde ich den Wechselrichter nicht sehen, er hat in der Spitze schon kurzzeitig 8,5 KW gebracht, demnach müsste der 8000er doch zu klein sein? Als Logger und 70% Steuerung habe ich den SolarLog 1200 mit Eigenverbrauchzähler.
    Aktiviert oder Freigeschaltet hat die Module mein Solateur mit einem speziellen Gerät, ansonsten hätte dieser String nicht funktioniert. Vor dieser Freischaltung konnte man nur ca. 1 Volt messen, danach dann ca. 350.