"Provisorische Versorgung"/Generatorversorgung

  • Hallo,
    wir werden ab übernächste Woche mal wieder mit Generator oder, wie es in der Ankündigung steht, provisorisch versorgt. Ich denke die Frequenz wird auf 51Hz gefahren.
    VDE AR-N 4105-konform würde ich erwarten, daß Speichersysteme, genau wie die PV und andere Erzeuger (wobei vorgegeben ist die rechtzeitig zu trennen), vom Netz gehen - liege ich da richtig?
    Gehen notstromfähige Systeme in den Notstrombetrieb? Wie ist das mit Erhaltungsladungen etc.? hat da schon jemand praktische Erfahrungen?


    LG alterego

  • Grundsätzlich sollten die Speicher welche Netz parallel angeschlossen sind, wie die NetzWR auch über eine ENS verfügen die nach 4105 arbeitet und dementsprechend das Netz auch wegschalten. Die meisten Speicher arbeiten ja saldierend und gleichen einfach alle Phasen aus, so dass Du physikalisch keinen direkten Verbrauch hast und tatsächlich ins Netz gespeist wird. Das darf der Speicher in einer solchen Notversorgung nicht tun.


    Je nachdem was um was für einen Speicher es sich handelt geht er natürlich in den Notstrombetrieb sofern er eben über diese Funktion verfügt. Wenn es sich um eine DC-Kopplung handelt werden die Module natürlich weiter arbeiten und das System arbeitet autark. Die AC Speicher können dies in aller aber Regel nicht.


    Ein Senec z.B. versorgt im Rahmen der vorhandenen Kapazität die Backup Verbraucher und schaltet dann ab wenn die Batterie leer ist. Eine Erhaltungsladung findet nicht mehr statt, woher denn auch.

  • Richtig, das Problem ist, in den Systemen sitzt nach dem AC Anschluss eine ENS. Diese verhält sich wie die im Netz WR und schaltet den AC Eingang weg wenn die Netzparameter nicht stimmen, so dass eben nicht mehr eingespeist werden kann.


    Wie gesagt, das saldierende System speist eben nur in der Summe nicht ins Netz. Physikalisch aber eben schon. Das System arbeitet eben so, dass nur in der Summe nichts ins Netz fließt.
    Deshalb auch die ENS, damit eben der Speicher in einer solchen Netzsituation nicht in das Netz schieben kann. Der erkennt ja nur 1kW auf L1, also schiebe ich mal auf L2 auf der ich installiert bin ins Netz.


    Somit hat der Speicher keine Verbindung mehr zum Netz aus dem er die Batterien bei Laune halten könnte.


    Wenn eine solche Maßnahme ansteht und längere Zeit dauert, würde ich zumindest bei einem Bleisystem darauf achten, dass der Speicher eben nicht für evtl. angeschlossene Backuplasten genutzt werden kann, diese also im Vorfeld abschalten. Sonst hast Du unter Umständen das Problem, dass die Batterie längere Zeit im entladenen Zustand verbleibt.

  • Bei z.B. einer WP funktioniert es ja auch die Steuerung dauernd am Netz zu haben und nur die Pumpe über den RSE zu schalten. An den Fall denkt wohl in Mitteleuropa niemand und plant es erst gar nicht mit ein zumindest eine "Schnarchladung" zuzulassen :juggle:
    Angekündigt sind drei Wochen, jeweils von Montag früh bis Freitag früh (finde ich komisch, die werden ja wohl nicht die Nacht durcharbeiten udn könnten auch Donnerstag abend umschalten), das werden die Speicher schon überleben. Urlaub darf man bei 1,5 Wochen Vorankündigung dann aber nicht gerade haben, ist ja wohl wirklich geschickt den Speicher schon Sonntag abend geladen vom Netz zu nehmen.

  • Eine WP ist halt aber nun mal kein Rückspeisender Speicher ^^


    Wie gesagt, kommt es auf den Speichertyp an, ob er ohne Netz arbeiten kann. Problem ist halt wenn alles über nur einen AC Anschluss läuft. Es muss hier sicher gestellt werden, dass unter keinen Umständen ins Netz gespeist werden kann, weshalb häufig die ENS nach VDE-AR-N 4105 verbaut ist, welche halt hart abschaltet.


    Überleben wird es die Batterie. Sollten solche Zuständer öfter auftreten wird Sie es nicht so toll finden.

  • Zitat von steloe

    Eine WP ist halt aber nun mal kein Rückspeisender Speicher ^^


    Wie gesagt, kommt es auf den Speichertyp an, ob er ohne Netz arbeiten kann. Problem ist halt wenn alles über nur einen AC Anschluss läuft. Es muss hier sicher gestellt werden, dass unter keinen Umständen ins Netz gespeist werden kann, weshalb häufig die ENS nach VDE-AR-N 4105 verbaut ist, welche halt hart abschaltet.


    Schon klar, dachte du siehst dei Ähnlichkeit, die ich da sehe, beide dürfen etwas nicht was andres aber schon.
    Das ENS muß ja nur den WR wegschalten (also analog der Pumpe, die der RSE schaltet) aber nciht den Ladeteil samt Steuerung, das sind ja aus der Sicht des Netzes ganz normale Verbraucher (wie die Steuerung eienr WP eben kein unterbrechbarer Verbraucher ist, obwohl meist im selben Gehäuse mit der Pumpe).

  • Doch, das Problem sehe ich durchaus.


    Wenn hier getrennte Einrichtungen zum laden/entladen vorhanden sind, dann geht das auch. Das wäre dann eine DC Kopplung bei der die Module über einen Laderegler die Batterie laden. In aller Regel hängen die Verbraucher dann am Ausgang des Bidirektionalen WR und alles läuft bei Netzausfall weiter als wäre nichts.


    Das Problem ist aber, dass häufig z.B. wie beim Senec Xtender eingesetzt werden, welche sowohl für die Ladung der Batterie als auch das Entladen ins Netz zuständig sind. Und da Du den Netzeingang wegschalten MUSST, gibt es eben auch keine Ladung der Batterie mehr.