VNB fordert Umschluss am Zähler!?

  • Hallo,


    ich hatte mir im vergangenen Jahr ein gebrauchte PV-Anlage aus 2010 gekauft, die am Standort geblieben ist.
    Es handelt sich um eine Volleinspeiseanlage mit einem betreibereigenen, elektronischen Zweirichtungszähler Elster AS1440. Ich hatte mich zwar etwas gewundert, warum "Zweirichtungszähler", aber da auch eine Elster-Fernauslesung angschlossen war, habe ich mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht.
    Faktisch wird bei dem Zähler unter 1.8.1 die (Voll-)Einspeisung gemessen und unter 2.8.1 vermutlich der Strom, den die WR in den vergangenen 5 Jahren verbraucht haben. Von der Größenordnung her, könnte das zumindest passen. Da die Anlage unter 30 kWp ist, wird der Bezug aber nicht in Rechnung gestellt; es ergibt sich halt so wegen des Zweirichtungszählers.


    Nun war offenbar ein Ableseadjudant des VNB zum Zwischenablesen da und hat den Wert unter 2.8.1 abgelesen; war natürlich nicht die Einspeiseenergie und wegen des unplausiblen Zählerstandes kam es zu einer Rückfrage des VNB. Ich habe dann darüber aufgeklärt, dass er nur die falsche Richtung abgelesen hat und ansonsten alles seine Ordnung hätte und dass ich denen ohnehin am Jahresende den abrechnungsrelevanten Zählerstand mitteilen würde.


    Als Reaktion darauf kam heute die Aufforderung, einen Elektriker mit dem korrekten Anschluss des Zählers zu beauftragen, da "das Zählwerk 1.8.1 ist für den Bezugsstrom und 2.8.1 für die Einspeisemenge sei und andersherum eine zukünftige Abrechnung nicht möglich sei".


    Ich bin mal gespannt auf euere Meinungen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Ich würde meinen, das steht in den TAB bzw. den Anforderungen an Zählerplätze ... VDE AR-N 4101, in den Muster-TAB steht das so ähnlich (da steht, wie die Zähler anzuschließen sind und da die Register imo fest daran gebundne sind wie er angeschlossen ist, folgt das dann) wie die es fordern. Keine Ahnung wie das 2010 war und da hättest du vermutlich Bestandsschutz.
    Wenn es den Elektriker von damals noch gibt, könnte da nach VOB sogar noch was gehen. Der muß sowas eigentlich wissen.
    VBEW http://www.die-energie.de/file…uer_Erzeugungsanlagen.pdf sagt:

    Zitat

    Die Auswahl des Messkonzepts liegt grundsätzlich beim Anlagenbetreiber


    Vielleicht kann man das ja als eigenes Messkonzept verkaufen ;)

  • Schlechtes Argument, Obis gelten doch nur für den elektronischen Datenaustausch und an dem nimmst du ja nicht teil, sonst wäre ja kein Ableser gekommen ;)
    Aber die sitzen trotzdem am längeren Hebel, die werden die passende Vorschrift schon noch finden...


  • Hallo Bento,


    ich habe auch ein Zweirichtungszähler. Habe 2 Jahre mit dem VNB (EON) gekämpft. Heute läuft alles entspannt. Zählerstände werden online jährlich von mir gemeldet. Für jährlich 66,47€ netto plus verbrauchte KW/h im Grundtarif, gibt es dann das rundherum Sorglos Paket. Folgende Leistungen: Zählermiete, monatliche Abschlagszahlungen und Jahresabrechnung.
    Man kann es auch selber regeln und dies dem VNB mitteilen. Was für Dich am besten ist kann ich beurteilen.
    Siehe auch hier:
    http://www.photovoltaikforum.c…-immer-wieder-t91758.html


    Sonnige Grüße


    braunerbaer