Bitte um Hilfe bei dem Fragebogen Steuerliche Erfassung

  • Hallo,


    mein Mann und ich bekommen- sie sind dabei - eine Photovoltaik Anlage mit Speicher auf dem Dach, das auch gerade neu gedeckt wird.


    Nun muss ich die Anlage ja beim Finanzamt anmelden, die Dame vom Finanzamt hat mit freundlicherweise den Bogen zugesandt, da das Gewerbeamt mir keinen geben wollte.Die maulte nur rum, das wäre ja kein Gewerbe, also bräuchte ich Bogen nicht...., aber ich muss den ja ausfüllen, um die MWST zurückzuerhalten etc.


    Nun gut.
    Der Bogen heißt Fragebogen zur steuerlichen Erfassung und ich kann bis auf die 1. Seite eigentlich nix ausfüllen, weil ich gar nicht weiß, was ich da ausfüllen sollte, muss.


    Könnt ihr mir da bitte helfen, denn das muss jetzt dringend erledigt werden?


    Vielen Dank.


    Und noch was: Wie können wir denn den Teil des Daches, der unter der Anlage liegt, auch steuerlich mir erfassen lassen zur Photovoltaik Anlage, uns hat ejmand gesagt, das ginge auch, d.h. das wir für den Teil des Daches auch die MWST zurückerhalten im gleichen Zuge?


    Lieben Gruß
    Gabi

  • Meine Anlagen:
    1.) 31 x NeMo 60P-260W, poly. DN 32 Grad, 17xOst/14xWest,
    WR Symo 8,2; 3-phasig, 2 MPP- Tracker.
    2.) 6 x NeMo 2.0 60M-300W, mono, DN 26 Grad, Süd, WR Galvo 1,5; 1-phasig
    SENEC. Home V2.1 LI 7,5 Speicherkapazität

  • Hallo,


    danke, mein Bogen ist ein bisschen umfangreicher, aber ansonsten ähnlich, ist vermutlich etwas neueren Datums.


    Was muss man denn da unter Vorausbezahlungen eintragen, ich will eigentlich nicht so groß was Vorauszahlen, bisher mussten wir noch nie was Vorauszahlen? Wir werden eh nciht viel Strom verkaufen, nur Minimal, das Meiste ist für unseren Eigenbedarf, daher haben wir ja auch den Speicher?
    Danke weiterhin.


    LG Gabi

  • dann solltest Du den Fragebogen hier mal einstellen.


    Der, der das mit dem Dach gesagt hat, den bittest Du bitte mal, Dir doch die entsprechenden Rechtsgrundlagen zu nennen und diese vor dem Hintergrund der jüngsten Rechtsprechung zu reflektieren - und dann eine ungefähre Einschätzung abzugeben, was von 100 Euro ausgewiesener Umsatzsteuer wirklich als Vorsteuer abgezogen werden kann.
    Danach können wir dann hier weiterdiskutieren.Sonst machts wenig Sinn - weil immer einer mit "ja so hab ich das nicht gemeint" ausbüchst.


    Vorauszahlungen umgeht man geschickt, indem man in die Schätzung der Einkünfte auf geradezu hinterhältige Art und Weise ein Null einträgt. Gerne auch mit Rot. Ich bin sicher, der Sachbearbeiter versteht diesen kleinen Wink mit dem Telefonmasten.


    Der Dame beim Ordnungsamt schuldest Du noch einen kleinen Blumenstrauß. Sie hat nicht nur faktisch Recht; sie hat Dir auch noch eine völlig sinnlose Verwaltungsgebühr gespart - und dafür gesorgt, dass Du keinen größeren Briefkasten für Werbepost aller Art am Haus montieren musst.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo,


    danke, ich scanne den Bogen dann mal die Tage hier ein und lade ihn dann hoch, wenn ich mich durchgelesen habe, wie das hier geht. Und danke für den Hinweis mit der roten Null!


    Das Dach macht schon ein bisschen mehr aus, die Gesamtsumme beläuft ich fast rund 50.000,-- Euro. ihr könnt euch also denken, das die Fläche, die mit Photovoltaik ( für circa 6,4 KW) belegt ist, sicherlich auch schon eine 4 stellige Summer ergibt.


    LG Gabi

  • Zitat von Fee123

    ihr könnt euch also denken, das die Fläche, die mit Photovoltaik ( für circa 6,4 KW) belegt ist, sicherlich auch schon eine 4 stellige Summer ergibt.


    das Dach hättest du doch auch ohne Photovoltaikanlage benötigt, es ist also weder Bestandteil der Anlage noch ist es für die Stromerzeugung erforderlich.


    Zitat

    Wir werden eh nciht viel Strom verkaufen, nur Minimal, das Meiste ist für unseren Eigenbedarf, daher haben wir ja auch den Speicher?.


    dann macht es schon mal wenig Sinn, sich die gesamte Vorsteuer erstatten zu lassen. Denn das zahlst du dann dem Finanzamt schön wieder zurück, weil du ja dann für deinen Eigenverbrauch Umsatzsteuer und Einkommenssteuer zahlen wirst.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo,
    habe vor kurzem auch den Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung für das FA ausgefüllt. Der sieht schon ein bißchen anders aus, auf den ersten zwei Seiten, dann aber sieht er ähnlich aus, wie der Musterbogen oben aus dem Link. Es war für mich überhaupt kein Problem diesen auszufüllen! :D
    Ansonsten persönlich zum Finanzamt fahren, und um Beratung bitten! :wink: Das gehört auch zu den Aufgaben der Finanzbeamten!

    16 x Heckert Solar NeMo® 60 P 260 Wp, Fronius Symo 4.5-3-M, 4,16 kwp

    10 x Heckert NeMo 2. 60P 325, SMA sb3.0-1av-41

    Kona EV 64

  • machtnix
    Vom Wiederholen wirds ja nun auch nicht wahrer
    Die anteilige Zuordnung zum Unternehmen macht die Sache unnötig kompliziert. ("Kompliziert" im objektiven Sinne: Je mehr Vorschriften einschlägig werden; je mehr Arbeitsschritte oder Fallgestaltungen zu betrachten sind, umso komplizierter ist ein Sachverhalt).


    Vollständig zuordnen. 100% Vorsteuer ziehen. Nach Ablauf des 5. Jahres zur KUR wechseln und damit die Besteuerung des DV faktisch steuerfrei stellen. Bleibt immer noch die einfachste Methode. Birgt kein Risiko.
    (Du gehörst zu denen, die auch dem BMF-Schreiben blind vertrauen, dass auf die Anwendung von §15a verzichtet werden soll. Die Worte les ich wohl - allein mir fehlt der Glaube. Ein glatter Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht. Lediglich §44 I, II UStDV werden wohl viele Betreiber retten. Gerade hier.... 6,4 kWp... die werden kaum unter 5.200 Euro zu bekommen sein....
    Genau das machts "kompliziert" )



    suntrek
    Klares NEIN. Die Beratung gehört nicht zu den Aufgaben des Finanzverwaltung. Ein immer wieder gern genommener Irrglaube - der zu extrem dummen Gesichtern führt, wenn die Sache in die Hose geht.
    Das kann auch gar nicht sein, weil sie dazu a) nicht ausgebildet sind; b) nicht für ihren Rat haften, c) somit der Rat nicht verbindlich ist, d) sie in einen Interessenskonflikt kommen.
    Das FA soll (!!) die Gestellung von Anträgen anregen - aber keinesfalls bei der Gestaltung von Sachverhalten beraten oder Hinweise bei der Ausübung von Wahlrechten geben.
    Die weitergehende Auskunftspflicht ist schon wieder gebührenpflichtig - und in der Praxis so eng an den bestimmten beschriebenen Sachverhalt gebunden, dass die angebliche Verbindlichkeit pure Augenwischerei ist.


    Beim Finanzamt kann man "Fakten" abfragen. Z.b. Uhrzeit, Wetter, Hausmeinungen. Sachstände.
    Ansonsten kann man Laien nur das empfehlen, was auch Profis eisern befolgen: "Gehe nie zu Deinem Fürst - wenn Du nicht gerufen wirst".
    Dinge "mal eben schnell am Telefon erledigen" ist eine feine Sache. Man sollte aber - zu Recht - sicher sein, dass man seinem Gegenüber fachlich um ein Vielfaches überlegen ist. Ansonsten sucht man lieber den schriftlichen Gedankenaustausch.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Hallo,


    leider habe ich nur die Hälfte verstanden.


    Also muss ich unseren Eigenverbrauch versteuern, davon höre ich das 1. Mal???


    Uns wurde aber gesagt, das man die Sanierungskosten evt. mit angeben kann für das Teilstück Dach, mehr als ablehnen können die das ja nicht. :)


    Und was bedeutet nach 5 Jahren zur KUR wechseln, was heißt denn bitte KUR?


    Wir haben ein KFW Darlehen, aber nur 5.000 Euro und 5 Jahre, beeinflusst das irgendwie die Sache?


    LG Gabi