pv Insel oder Halbinsel

  • Hallo
    möchte mich mal eben vorstellen
    bin Christian komme aus dem sauerland und habe mein eigenes haus
    habe schon alle lampen auf led umgestellt und von mai bis september ca 500 kwh verbraucht
    kühlschrank und led tv laufen mit unter 100 watt
    warmwasser und ofen sind so die grossen verbraucher ( habe aber noch nicht gemessen was direkt verbraucht wird)
    möchte bald den strom anbietern ein wenig arbeit abnehmen und meinen strom selber ernten am anfang 2-3 kwp
    da das haus schon älter ist und die komplette elektrik erneuert werden muss stellen sich jetzt die fragen
    - halbinsel ohne einspeisung oder wie sollte der fall angegangen werden
    - welche module
    - welcher wechselrichter
    - was könnte das ganze ca kosten (soll aufs dach )
    - wie soll die pv anlagen ins haus eingebunden werden
    - vielleicht im nächsten bauabschnitt mit batteriespeicher oder mit mehr leistung erweitern


    danke für eure hilfe
    mfg Christian

  • Hallo und willkommen !


    Dach schaut relativ unverschattet aus, das ist schon mal gut. Neigung ca?
    Wegen Speicher solltest gleich schon entscheiden da anderer Wechselrichter erforderlich.
    Für den Gulden brauchst dir aber soweiso keinen Speicher überlegen.


    Einbinden ist eher unkompliziert und brauchst nicht gross vorauszuplanen.
    Wenn der Gesamtverbrauch eh nicht so hoch ist, und auch keine 3-phasigen Geräte am Solar hängen müssen, dann isses mMn noch einfacher/ billiger mit einphasigen WR.

    LiFePO ist anders.

  • Hi und willkommen..
    Primär: Eine Insel oder oder Halbinsel setzen Speicher voraus.. Weiters Wichtig: für eine elektrotechnische Vorwegplanung falls du kein Einspeisesystem vorhast umzusetzen ist wichtig das du in die Richtung 1 phasige Versorgung dein Haus ausrichtest so das du möglichst alles möglich mit einer Phase versorgen kannst.. ansonsten brauchst du für jede Phase ein WR System bzw ein 3phasiges WR System das geht dann ins Geld und macht die Sache teurer


    Ohne Geld jetzt für Montageleistung Dritter und Abnahme einzurechnen kannst dich Materialtechnisch für ein vernünftiges Halbinselsystem in dem Bereich überschlagsmäßig um die 9-10.000€ Anfreunden.... mit B und gebrauchten Komponenten und Ware aus China wirds billiger .jedoch immer das Ausfallsrisiko mit beachten.. der Schuß kann nach hinten losgehen


    lg

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • danke für die schnellen antworten
    was mir vielleicht durch den kopf geht ofen warmwasser waschmaschine direkt an den "versorger" anschliessen und rest über batterie und pv laufen lassen oder muss ich gross denken und alles direkt über batterie und pv laufen lassen


    dachschräge ist schon recht steil würde so zwischen 20 und 30 grad schätzen


    welcher wechselrichter würde sich da so anbieten ?
    könnte ich dann auch später die batterie anhängen oder erstmal ohne batterie betreiben


    möchte halt nicht 10000 euro auf einmal ausgeben sondern vielleicht nach und nach aufrüsten

  • Zitat von der duke


    was mir vielleicht durch den kopf geht ofen warmwasser waschmaschine direkt an den "versorger" anschliessen und rest über batterie und pv laufen lassen oder muss ich gross denken und alles direkt über batterie und pv laufen lassen


    ist eine option .. auch meine Empfehlung die Großverbraucher die selten laufen davon auszunehmen und auf einen eigenen Kreis hängen .. Wobei Warmwassermit WP geht locker über PV .. WaMa kann schon kritsch werden, wegen Anlaufstrom usw.. das heiß großer WR


    Prinzipiell ein Fehler klein Klein wird recht teuer .. ich würde das lieber lang und breit planen.. was ist schon ein halbes Jahr, dann weißt wenigstens was du braucht und hast dich gut eingelesen und hast ein ganz anderes Gesamtbild. Das Wissensgebiet das man das ordentlich macht und auch ordentlich baut ist ziemlich groß.. da kann man sehr viel Geld in den Sandsetzen und hinter her ist man dann schlauer... also hier mitlesen .. einlesen.. aufsaugen was geht.. und immer vorher fragen..Ohne Erfahrung Finger weg von schnellkäufen und vermeintlichen Schnäppchen.... und solang wegsparen .. und dann alles auf einmal .. wenn du klein klein machst passt meisten hinterher nix mehr zusammen und du kaufst alles doppelt.


    lg

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    Einmal editiert, zuletzt von pezibaer ()

  • Waschmaschine sehe ich nicht so das Problem - was hat es mit dem "Ofen" auf sich und was bedeutet bei dir "Warmwasser"?
    Welche Leistung haben die und wie ist der übliche Gebrauch?


    Speicher oder nicht Speicher - diese Frage klärst besser vorher, weil hier geht "aufrüsten" eher weniger gut.
    Wennst einspeisen kannst dann lohnt Speicher noch weniger als wennst das nicht kannst oder willst.


    Dachschräge ist schon ok - bei um die 25 Grad hast zwar wenig in der dunklen Jahreszeit aber dafür eine gute Schlechtwetter Ausnützung, das wirkt sich übers Jahr mMn positiver aus als einzelne Spitzenerträge.

    LiFePO ist anders.

  • Moin 'der duke', als erstes solltest du dein Dach (zumindest ungefähr) ausmessen und dann mit den Daten und der Ausrichtung hier berechnen lassen, was du maximal von der Anlage erwarten darfst: http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php Zu wissen, was möglich ist, ebnet der Phantasie den Weg.


    Dann solltest du deinen Verbrauch genauer ermitteln (hast du Verbraucher, die nur im Winter versorgt werden müssen, wie Wärmepumpe oder Umlaufpumpe; hast du Verbraucher, die nur im Sommer laufen wie Poolpumpe oder Poolheizung). Wie viel bezahlst du aktuell für die kWh (alle Kosten inklusive Zählermiete und Mehrwertsteuer für das Jahr addieren und durch die Anzahl der verbrauchten kWh teilen). Diesen Wert brauchst du, um entscheiden zu können, was wirtschaftlich Sinn macht und wie viel Sinn es macht. Hast du im Haus dreiphasige Verbraucher, die wirklich dreiphasig versorgt werden müssen?


    Da die gesamte Elektrik erneuert werden soll/muss, bietet es sich an, diese so machen zu lassen, dass sie gut für Halbinselbetrieb geeignet ist (also die Stromkreise so auslegen, dass man einzelne Gruppen entweder ans Netz oder an die Insel hängen kann. Wenn man einen Inselwechselrichter betreibt, der Netzstrom zumischen kann, dann ist das nicht ganz so wichtig. Wenn man einen preiswerteren Insel-WR nimmt, dann kann man den Inselbereich mit den Jahreszeiten vergrößern oder verkleinern (die Batterie muss ja zwischendurch immer mal wieder voll werden).


    Zusätzlicher Vorteil bei einer Halbinsel ist, dass man sozusagen gratis eine Notstromversorgung bekommt. Daher beim Design der Stromkreise berücksichtigen, welche Verbraucher eventuell mit Notstrom versorgt werden müssen (Kühlschrank, Licht im Treppenhaus, Radio, Fernseher, Heizung).


    Wenn es eine Halbinsel werden soll, kannst du für deinen Verbrauch von 3,3 kWh pro Tag (falls er nicht im Winter deutlich höher wird) mit 1,5 bis 2 kWp Panelen und mit 4-5 kWh nutzbarem Batteriespeicher rechnen. Die Größe vom Wechselrichter entscheidet sich danach, welcher maximale Verbrauch berücksichtigt werden muss (die Tochter fönt sich die Haare, die Frau packt was in die Mikrowelle und du schmeist die Espressomaschine an). Je nachdem, wie viel du an Eigenleistung einbringen kannst, sollte eigentlich auch schon für 5.000€ was vernünftiges machbar sein, aber nur, weil dein Stromverbrauch so niedrig ist.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Für mich sieht das viel steiler aus, eher 45°, weil 20-30° bezeichnet doch kein Mensch als steil (ich habe 23° Walmdach, da kann ich in der Mitte bei ca. 9m Breite gerade so aufrecht stehen).
    Wichtig ist bei einer Insel zunächst auch die Leistung, die maximal gleichzeitig benötigt wird, das muß der WR liefern können oder man sagt halt, Wasserkocher, Hilti, Bügeleisen und Fön dürfen auf keinen Fall gleichzeitig genutzt werden, wenn man das bei der Regierung und den designierten Nachfolgern durchsetzen kann.
    Ein Zwischenweg wäre einen Stromkreis für eine überschaubare Anzahl von definierten, "wichtigen" Geräten zu machen für die man sich quasi eine USV baut, die man mit PV lädt. Das kann man dann später so lassen (Redundanz) oder nachdem man die Erfahrung gesammelt hat verkaufen. Wie die anderen schon geschrieben haben, wird das eigentlich immer teurer als sofort "richtig" zu bauen. In dem Kontext hat mir das Modell eines Nutzers hier dafür grüne Steckdosen zu verwenden gut gefallen.


  • Da schliesse ich mich an!


    Sieht gut aus.... auch meine Empfehlung :D


    Sonnige Grüße

    Die neue Energiefreiheit kommt an!