PV- Anlage Nord-Ost Dach, 35 ° Dachneigung

  • Macht eine Anlae auf dem Nord-Ost Dach, Dachneigung 35° und einem Azimut 53° Sinn?
    Geplante Größe 3,9 kWp kombiniert mit Speicher.
    Ich habe bereits eine Anlae von 3,41 kWp auf dem Süd-West Dach und möchte jetzt auf der anderen Dachseite erweitern.
    Stromverbaruch im Jahr 3500 kWh.

  • Zitat von kleineifel

    Macht eine Anlae auf dem Nord-Ost Dach, Dachneigung 35° und einem Azimut 53° Sinn?
    Geplante Größe 3,9 kWp kombiniert mit Speicher.
    Ich habe bereits eine Anlae von 3,41 kWp auf dem Süd-West Dach und möchte jetzt auf der anderen Dachseite erweitern.
    Stromverbaruch im Jahr 3500 kWh.


    Kurze Version:
    Lass es besser bleiben, es bringt nix.


    Und in lang:
    Die 53 Grad sind von Norden gesehen; hier im Forum wären das dann -127 Grad (127 Grad von Süden nach Osten).
    Welche PLZ soll die Anlage gebaut werden?
    Das NO Dach mit DN35 bei -127 Grad würde für Essen nach PVGis classic-10 noch 600KWh/KWp liefern.
    Normal lohnt sich das nicht. Man hätte es mit Bauchschmerzen beim Bau von SW mit machen können, aber als alleinstehende Baumaßnahme wird das auf 20 Jahre ein Zuschussgeschäft.
    Damals hätte man dann 70-hart bauen können und zumindest beim WR bezogen auf das KWp etwas sparen können ... was für ein WR ist an SW installiert, welche Module und wie viele?


    Hinzu kommt, wie HaMai mir mal so schön erklärt hat (wollte selbst mal ein DN35 und -150 Grad Dach belegen), dass das NO Dach nur von Ende März bis Oktober gut läuft, wenn die Sonne hoch steht. Dann versinkst Du aber eh schon in Überschüssen vom SW Dach. Im Winter bringt das NO Dach maximal 5-10% von der installieren Leistung.


    Ich habe unser -150 NNO Dach mit DN35 nicht belegt :!:
    Jetzt kommt da eine Gaube drauf und ggfs. wird das DN 20 Dach (läuft sicher besser als DN35 und auch längere Zeit im Jahr) für eine kleine 2KWp Erweiterung (mit Option auf Speicher an SW bzw. an Gesamtanlage) genutzt. Wirklich sinnvoll, wirtschaftlich oder sogar rentabel ist das Projekt aber immer noch nicht, das ist mehr ein Haben wollen. :wink:


    Und zurück zu Deinem Plan:
    An einen teuren Speicher würde ich NO ganz sicher nicht anschließen :!: Der Speicher MUSS an die SW Anlage dran, damit er überhaupt eine Chance hat jemals die schwarze Null zu sehen. An NO würde der Speicher von Oktober bis März leer rum stehen ... da kommt einfach nix runter zum direkten Verbrauch oder Laden des Speichers.
    Das macht absolut keinen Spaß, trägt nix zur DV Erhöhung bei und im Zweifel geht dabei sogar der Speicher kaputt, wenn der so lange leer rum steht bzw. der Speicher zieht sich öfters aus dem Netz voll. :shock:


    PS.: Was für ein Speicher soll es überhaupt werden? Niedriger Verbrauch und recht kurze Strings ... :wink:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • eine ähnliche Konstellation habe ich auch. (Mit Speicher)
    Die N/O macht meiner Meinung nach Sinn.
    Gut ist es natürlich, wenn du Vormittags auch entsprechenden Verbrauch hast, meine Frau ist zuhause, da klappt das ganz gut.
    Bei uns lag letztes Jahr der Ertrag bei 740 kWh/kWp, bei gleicher Dachneigung und gleicher Ausrichtung.
    ich habe das Nord-Ost-Dach bis zum Anschlag vollbelegt, dann kommt auch bei diffuser Einstrahlung noch genug Leistung.
    Im Winter geht so oder so nicht viel, der Speicher macht dann halt seine Wartungsladungen aus dem Netz, kaputt geht er deswegen nicht.
    Der Speicher wird nicht die schwarze 0 erreichen, deswegen reines Hobby.


    LG Rainer

    Süd-West(2008) -> 9,69 KWp, Schott Poly 170, 1x SMA SB4000TL-20 1 x SB5000TL-20
    Nord-Ost(2013) -> 8,82 KWp, Yingli YL245, 1 x Fronius Symo Hybrid 5.0-3-S, 1 x Symo 3.7-3-S, Solar Battery 12.0
    Prius 4 Plugin-Hybrid, Ladestation Amtron Xtra 22KW

  • Zitat von kleineifel


    Speicher Solarwatt My Reserve 4,4 kWh


    Der ist DC-gekoppelt, wie läuft das dann mit den Wartungsladungen aus dem Netz im Winter :?:
    Oder braucht der keine Wartungsladungen :?:


    EDIT:
    Nochwas, der Solarwatt myreserve kann meines Wissens nur Stringspannungen bis 550 Volt, da kannst du nur sehr kurze Strings (12 vlt. 13 Stk. 60-Zeller) ranhängen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von kleineifel

    Was sind dennn Wartungsladungen?


    Wie der Name schon sagt, bei den meissten Speichern gehören regelmäßige Wartungsladungen (einmal "vollmachen") zur Batteriewartung dazu. Bei einigen Speicherherstellern ist das so vorgeschrieben, sonst keine Garantie/Gewährleistung.
    Soweit ich das bislang weiss wird das i.d.R. mit Strom aus dem Netz durchgeführt und erfolgt teilweise automatisch.


    Wie das bei Solarwatt myreserve ist weiss ich nicht, deshalb ja meine Frage:

    Zitat

    Oder braucht der keine Wartungsladungen :?:


    Hätte ja sein können, daß du dich da schon schlaugemacht hast oder jemand anders was genaueres weiss.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Bei 2 Dächern und 2 WR hilft dir ein DC Speicher nur bedingt weiter. Der kann nur an einen String. Hinzu kommt die gravierende Einschränkung des MyReserve aus der max. DC Spannung resultierend
    Daher auch meine Fragen wie viele Module auf SW liegen? Ein String? Welcher WR?


    Bei dem niedrigen Verbrauch würde ich Speicher ODER nix bauen.
    Die zusätzlich PV bringt mit Speicher keinen zusätzlichen Beitrag zur Autarkie.


    NO ist bei DN35 sehr mager, ich würde es nicht bauen, da nach Kollektor Formel sicher nicht rentabel.


    Gesendet mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • 14 Module zu 230 Wp mit einem String.
    Wobei die Anlage SW eine höhere Einspeisevergütung hat, was auch zu bedenken wäre.