Überschussstromnutzung gepaart mit Smart Home

  • Hallo zusammen,


    Ich bekomme in Kürze eine PV-Anlage mit einem Solar-Log. Jetzt hätte ich hierzu eine (für mich zumindest) recht knifflige Aufgabe bezüglich Eigenenergieoptimierung.


    Folgende Situation:
    - Das Objekt ist ein Ferienhaus, welches überwiegend an den Wochenenden benutzt wird.
    - Aktuell gibt es nur einen Schwedenofen im großen Wohn-/Essraum + div. kleine elektr. Frostwächter.
    - Das große Problem ist, dass das Haus v.a. im Winter - aber aufgrund der Höhenlage auf ~1150m auch in der Übergangszeit - sehr stark auskühlt.
    - Da ich künftig eigenen PV-Strom zur Verfügung habe, plane ich nun den Einbau von 3 Elektroheizgeräten (2x 2kW Wandkonvektor im Wohnraum + 1x ca. 0,5kW Handtuchtrockner im Bad).
    - Diese Heizungen möchte ich gerne so ansteuern, dass ich unter der Woche ausschließlich den gewonnen PV-Strom nutze, um eine gewisse Grundtemperatur (ca. 13-15°C) in den entsprechenden Räumen zu halten.
    - Hierfür soll wohl der Solar-Log 300 + schaltbare Steckdosen von z.B. Belkin Wemo geeignet sein.
    - Jetzt möchte ich aber zusätzlich noch die Heizung per Smartphone-App steuern können, unabhängig davon, ob gerade ausreichend PV-Strom vorhanden ist oder nicht.
    - So möchte ich z.B. am Freitagmorgen der Heizung ein Signal geben, dass der Raum auf 20° aufgeheizt werden soll, damit ich nachmittags in ein angenehm warmes Haus komme.


    Soweit meine Wunschvorstellungen…


    Hat vielleicht jemand eine gute Idee, wie ich das möglichst kostengünstig bewerkstelligen kann?


    Vielen Dank im Voraus


    Gruß,
    Manuel Linseder

  • Unter der Annahme dass dein Ferienhaus in den Alpen liegt ist die Chance recht gross dass du bei dieser Seehöhe im Winter (etwa Jänner bis März) eine durchgehende Schneedecke auf den Modulen, und damit nahezu Null Ertrag, hast. Dann kannst du Freitag erst mal Schnee schubsen bis du Überschuss zum Heizen hättest. Dann ist dir wenigstens schon mal warm :wink:

    #1: Huawei SUN2000-33KTL-A mit 81x Q.PEAK L-G4.5 365 Ost/West + 20x Yingli YL250P-29b Süd

    #2: SMA Multigate mit 2x TrinaTSM-PD05 Honey 275 Süd

    #3: Solaredge SE3500H mit 9x LG350N1C Neon 2 Süd


    1. Famoser Großkaiserlicher JK: 1er: 169 2er: 44, 3er: 24, 4er: 8, 5er: 7, 6er: 4, 7er-14er: 1

  • Na ganz so schlimm ist´s mit der Schneelage dann doch nicht.
    Also erfahrungsgemäß haben wir hier in den letzten Jahren oft um jeden cm Schnee kämpfen müssen, damit ihr liebe Nachbarn euch nicht die Skier verkratzt beim Winterurlaub :D
    Aber stimmt schon, es kann durchaus mal über ein paar Tage lang Schnee liegen auf dem Dach.
    Wobei ich da mit ca. 32° Dachneigung noch Glück habe (Ich hoffe, dass der Schnee recht schnell abrutscht von den PV-Modulen).
    Und gerade deshalb sollte ich eine vernünftige Steuerung habe, bei der ich in die Logik der Überschusssteuerung manuell eingreifen kann.
    Ich fürchte nur, dass sich die beiden Systeme (Solar-Log und Smarthome) dann gegenseitig stören.
    Wie wird sich das System verhalten, wenn ich der Steckdose per App den Einschaltbefehl gebe, der Solar-Log aber sagt, dass zuwenig PV-Strom verfügbar ist?

  • Zitat von bolla17


    - Das große Problem ist, dass das Haus v.a. im Winter - aber aufgrund der Höhenlage auf ~1150m auch in der Übergangszeit - sehr stark auskühlt.
    - Da ich künftig eigenen PV-Strom zur Verfügung habe, plane ich nun den Einbau von 3 Elektroheizgeräten (2x 2kW Wandkonvektor im Wohnraum + 1x ca. 0,5kW Handtuchtrockner im Bad).
    - Diese Heizungen möchte ich gerne so ansteuern, dass ich unter der Woche ausschließlich den gewonnen PV-Strom nutze, um eine gewisse Grundtemperatur (ca. 13-15°C) in den entsprechenden Räumen zu halten.


    Vielleicht ermittelst Du hier erst Mal mit wie viel PV Strom Du von November bis Februar überhaupt monatlich/täglich rechnen kannst. Das dürfte nicht sehr viel sein und die Annahme bestärken, dass man mit PV Strom nicht nennenswert heizen kann.


    Wie groß wird denn die PV Anlage am Standort?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ich fürchte mreindl hat schon recht: mit den Erträgen einer PV-Anlage alleine und in Elektroöfen verheizt, müsste das Haus schon sehr gut isoliert werden um damit vorgeheizt werden zu können (oder sehr kompakt gebaut sein). Aber wie häufig fehlen viel zu viele Angaben damit man eine einigermassen verlässliche Aussage machen könnte. Bei deiner Frage nach 'konkurrieren sich Solar-Log und Smarthome' wird's noch schwieriger... :|

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Zitat von bolla17


    Wobei ich da mit ca. 32° Dachneigung noch Glück habe (Ich hoffe, dass der Schnee recht schnell abrutscht von den PV-Modulen).


    "Hier" in der Obersteiermark auf fast 1200m musste ich letzten Winter ca. 20x die Module von Schnee befreien (bei 38° Neigung). Von Jänner bis März fällt so gut wie jeglicher Niederschlag als Schnee, sollte es mal wärmer sein taut er zwar an friert aber nächstens wieder am Modulrahmen an. Der Eispanzer hält sich ohne Gegenmassnahmen bis in den Frühling. Soweit meine Erfahrung dazu.


    Zitat von bolla17


    Wie wird sich das System verhalten, wenn ich der Steckdose per App den Einschaltbefehl gebe, der Solar-Log aber sagt, dass zuwenig PV-Strom verfügbar ist?


    Nachdem ich die zwei Systeme nicht besitze kann ich dir da leider nicht helfen. Prinzipiell verhält es sich mit Sonne und Heizbedarf aber diametral: Viel Sonne, wenig Heizbedarf. Wenig Sonne, viel Heizbedarf. Prinzipiell ist deine Idee ja ganz gut, ich möchte nur nicht dass du dich der Illusion hingibst viel Überschuss verheizen zu können genau dann wann du ihn brauchst (noch dazu wenn die Anlage unter Schnee liegt weil du ja nur am Wochenende da bist).


    Vielleicht erfindet ja wer einen Schwedenofen mit Internetanschluss :mrgreen::juggle:

    #1: Huawei SUN2000-33KTL-A mit 81x Q.PEAK L-G4.5 365 Ost/West + 20x Yingli YL250P-29b Süd

    #2: SMA Multigate mit 2x TrinaTSM-PD05 Honey 275 Süd

    #3: Solaredge SE3500H mit 9x LG350N1C Neon 2 Süd


    1. Famoser Großkaiserlicher JK: 1er: 169 2er: 44, 3er: 24, 4er: 8, 5er: 7, 6er: 4, 7er-14er: 1

  • Ha jo, die gibt's natürlich. Die brauchbaren kommen sogar fast alle aus Österreich und heissen Pellett-Öfen mit Vorratspeicher. Das wäre für die Ferienwohnung bestimmt die x-fach bessere Lösung als die Elektroöfen mit PV auf dem Dach. Aber die PV Anlage will ich damit nicht madig machen, im Gegenteil...

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
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    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Mir ist schon klar, dass ich das Haus nicht auf Sauna-Niveau heizen werde mit dem in den Wintermonaten verfügbaren PV-Strom.
    Aber eine gewisse Grundtemperatur möchte ich eben rein bekommen.


    Momentan ist´s doch so, dass wir an richtig kalten Wintertagen Freitags am Mittag in ein eiskaltes Haus kommen, welches sich mit dem Schwedenofen erst nach gut 4-5 Stunden halbwegs aufgeheizt hat.


    Und übrigens, Holzöfen per App steuerbar gibt´s sehr wohl. Die Firma Hafnertec baut einen Kombiofen mit Pelletsmodul, welches sich dann per App steuern läßt. Das Teil soll aber schweineteuer sein...

  • Über den Daumen könnte eine SPS mit einem GSM-Empfänger die gesamte Steuerung übernehmen. Dazu müsstest du zumindest Handyempfang haben in der Hütte.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.