Neue Anlage für 10000kwh/Jahr,erbitte Planungshilfe

  • Ein freundliches Hallo an alle,


    Ich bin als Neuling ( absoluter Laie ) hier in dieses Forum gelangt. Vielleicht kann mir doch Hilfe zuteil werden.
    Ich plane – sofern ökonomisch halbwegs sinnvoll – eine PV -Anlage , um einen Jahres-Stromverbrauch von ca 10000 kwh pro Jahr zu decken.


    Zunächst erstmal folgende Eckdaten:


    Auf unserem Grundstück (Südniedersachsen) von ca 3000 m² stehen u.a. 2 Einfamilienhäuser;


    Haus 1:
    bewohnt mit 2 Erw. und 1 Kind (4 J); ca. 150 m² Wfl.; ca. 38 – 40 Grad Dachneigung Satteldach-ziemlich genau nach Süden ausgerichtet, Altbau, beheizt Ölzentralheizung auch für Brauchwasser aber ohne Pufferspeicher , BJ 1997 , aber noch gute Abgas und Temperaturwerte, Wohnzi Holz beschickter KaminOfen als Zusatz,
    derzeitiger Stromverbrauch ca. 3300 kwh/ Jahr


    Haus 2: ca. 35 m entfernt von Haus 1
    bewohnt mit 2 Erw. (Rentner) ; Neubau aus 2012, Holzständerbauweise gut gedämmt;
    108 m² Wfl., Satteldach, 36 Grad Dachneigung ebenfalls keine Einschattung- in Ost-West-Ausrichtung,absolut keine Einschattung; Heizung mit Vaillant Brennwert-Gastherme – mit Erd-propan Gastank, Haus 2 ist ohne Keller,


    Zusatzinformation: Haus 1 (Tochter) besitzt den EVU Hauptanschluß; von dort geht eine Stromversorgung mit internem Zwischenzähler zu Haus 2 ,
    Jahresverbrauch von bisher 2900 kwh wurde durch Inbetriebnahme eines Whirlpools um ca. 3600 kwh J (ca. 8 – 11 kwh pro Tag,) gesteigert; dadurch ergibt sich ein GesamtJahresverbrauch von insgesamt ca. 10500 kwh.


    Unter Umständen wäre ein Anschluß des Whirlpools über einen Pufferspeicher machbar. Denn die Hauptheizung meiner Tochter befindet sich in einem separaten Heizungsraum mit genügend Platz in 10 m Entfernung zum Pool.


    Meine Grundidee ist eine PV Anlage für den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms zu errichten.


    Macht das Sinn und gibt es dafür ein brauchbares Konzept ? Welche Kosten kommen ? Welche Größe macht Sinn ? Lohnt es die Dachfläche beider Häuser zu kombinieren ? Stromleitungen zu verlegen wäre nicht das größte Problem, da Leerrohre vorhanden ( 125er KG Rohr)


    Für die Vorschläge und Hilfestellung danke ich im voraus


    Grüße an alle von Olli

  • Zitat von molleblick

    Zusatzinformation: Haus 1 (Tochter) besitzt den EVU Hauptanschluß; von dort geht eine Stromversorgung mit internem Zwischenzähler zu Haus 2 ,
    Jahresverbrauch von bisher 2900 kwh wurde durch Inbetriebnahme eines Whirlpools um ca. 3600 kwh J (ca. 8 – 11 kwh pro Tag,) gesteigert; dadurch ergibt sich ein GesamtJahresverbrauch von insgesamt ca. 10500 kwh.


    Unter Umständen wäre ein Anschluß des Whirlpools über einen Pufferspeicher machbar. Denn die Hauptheizung meiner Tochter befindet sich in einem separaten Heizungsraum mit genügend Platz in 10 m Entfernung zum Pool.


    Da gibt es abhängig vom Budget und Ziel reichlich Optionen, die zunächst Mal grundsätzlich entschieden werden sollten.
    - alle Dächer voll machen, Überschusseinspeisung ggfs. später Speicher dazu bauen
    - max. 10KWp auf Süddach bauen, Überschusseinspeisung ggfs. später Speicher dazu bauen
    - max. 10KWp auf Süddach bauen, Überschusseinspeisung, Whirlpool an Therme anschließen wenn möglich (hätte ich von Beginn an gemacht!), ggfs. später Speicher dazu bauen
    - max. 10KWp auf Süddach bauen, Überschusseinspeisung, 1 Jahr warten und nochmal 10KWp auf Süd oder als 2. beste Lösung Ost/West nachlegen ggfs. direkt mir Speicher dazu bauen
    - Insel oder Halbinsel mit Bleispeicher (in Eigenregie) bauen (das ist ein "Spezialthema" zu dem sich sicherlich der ein oder andere Experte gesondert zu Wort melden wird)


    Sinn macht zumindest eine Option der obigen bei 10.000KWh/anno auf jeden Fall.
    Wenn sonst nix besonderes dazu kommt (Zählerschrank halbwegs neu, UK problemlos montierbar, usw.) kostet das für die EEG Überschusseinspeisung 1200,- bis 1300,- pro KWp ... die Gerüstkosten, könnten etwas höcher sein, weil die Höhe der Dachunterkante nach 6-8m aus sieht.


    Vor einem Jahr hätte man Dir recht sicher geraten, das Dach voll zu machen also zumindest Süd randvoll und das bessere Dach von dem Ost/West Haus. Problem heute ist, dass bei über 10KWp Neubau für den gesamten EV die EEG Umlage zu entrichten ist und das könnte sich bei eurem Verbrauch summieren. Daher die Idee stufenweise zu bauen mit einem Jahr Abstand, dann zählt jede Anlage wieder als neue Anlage.
    Das 125er KG Rohr zwischen den Häusern für Strom ist schon mal gut.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Wohnflächen sind eigentlich uninteressant, wichtiger wären die Dachflächen.
    10kWp sind bei dem Verbrauch und begrenzten finanziellen Mitteln sicher eine gute Größe, das sollte gut aufs Süddach gehen. Optional kann man sich ja auch mal anbieten lassen, alles sofort voll (bevorzugt max. 30kWp) zu machen um den Unterschied im Preis pro kWp zu sehen. Ist der groß genug und bekommt man es finanziert, würde ich die EEG-Umlage einfach hinnehmen. Inbetriebnahme in dem Fall bevorzugt im Januar/Februar.
    Zu beachten ist, daß die NAlage von dem Betrieben wird auf den auch der Hauptzähler läuft, notfalls einen Kredit in der Familie an die Tochter oder gleich eien Schenkung des Bargelds (womöglich mit anschließender Rückschenkung des Stroms).


    OT: Wenn man die Heizung der Häuser verbunden hätte, wäre ein BHKW sicher auch interessant gewesen, bzw. ist es, wenn die Heizung erneuert werden muß.