Statik / Trapezbelch / Versicherung / Haftung

  • Habe verschiedene Fragen zur Statik und Haftung


    1. Der Lieferant sagt die Statik der Halle ist ausreichend.
    2. Der Lieferant sagt das Trapezblech mit 0,63 mm Wandstärke ist ausreichend, um darauf die Befestigung der Schellen anzubringen.
    (ist bei den Schletter-Montage-Systemen mit min. 0,63mm beschrieben, bei ALU)


    Im Angebot/Auftrag steht:
    -Die Tragfähigkeit des Daches ist durch den Bauherrn zu erbringen.


    Wer haftet , sollte trotzdem was schief gehen ?


    Zahlt dann die Versicherung ?
    Kann Fahrlässigkeit unterstellt werden ?
    Besser doch noch mal ne Prüfstatik erstellen lassen ? (kostet ca. 600 EUR)

  • Hallo,


    ich kenne jetzt nicht die grösse deines Vorhabens , aber ich denke mal bei dir handelt es sich nicht um eine 5kwp-Anlage, sind die 600 Euronen für die Prüfstatik in diesem Fall gut angelegtes Geld.


    Gruss

    Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand,
    jeder denkt er hätte genug davon!

  • Aus meiner Sicht reicht eine einfache Statik, d.h. ein Statiker bescheinigt, daß die Anlage seitens der Statik kein Problem darstellt. Eine echte Prüfstatik, bei der z.B. das Bauamt oder ein vereidigter Prüfstatiker die Berechnung der Statikers nochmal prüft ist meines Wissens nicht erforderlich. Siehe auch


    http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=9671


    Jedenfalls würde ich mich auf schwammige Geschichten wie "passiert schon nichts, etc" bei Investitionen im 6stelligen Bereich nicht einlassen. Eventuell macht es Sinn, bei Deiner Versicherung nachzufragen, welche Sachen aus deren Sicht notwendig sind. Dem Lieferanten würde ich an der Stelle am wenigsten trauen, vor allem wenn im Vertrag explizit drin steht, daß der Bauherr für die Tragfähigkeit des Daches verantwortlich ist.


    Bei mir sind übrigens inzwischen zwei Projekte (Tennishalle und Bootshalle) in letzter Sekunde geplatzt weil die Statik nach der neuen DIN 1055 nicht mehr gepaßt hat da in der neuen Norm der Sicherheitszuschlag von früher 33% auf 50% erhöht worden ist. Zwar haben in beiden Fällen die Statiker gesagt, da wird schon nichts passieren, aber bescheinigen wollten sie das dann doch nicht.

    Gruß mwanton

  • Hallo mwanton,


    Prüfstatik war zu "hoch" angesetzt,


    Der Statiker bescheinigt/erteilt eine Freigabe, dass die Zusatzbelastung der PV-Anlage für das Dach "OK" ist.
    Somit kann mir niemand Fahrlassigkeit vorwerfen.


    Versicherung habe ich schon gefragt, Antwort:
    Regreß ist natürlich nur bei Dritten möglich, an unseren Kunden würden wir dann nicht bezahlen, wenn grobe Fahrlässigkeit unterstellt werden kann. Mit der VVG-Reform ist das allerdings für den Versicherer noch einmal erschwert worden und abhängig von der groben Fahrlässigkeit auch nur anteilig möglich.


    Werde die Statik erstellen lassen, kann dann ruhig schlafen und trage kein finanzielles Risiko.
    Die 600 EUR sind bei diesem Projekt unter 2 Promille

  • Zitat von FürDieZukunft

    Werde die Statik erstellen lassen, kann dann ruhig schlafen und trage kein finanzielles Risiko.
    Die 600 EUR sind bei diesem Projekt unter 2 Promille


    Würde ich auch so machen.


    Bei meinen beiden an der Statik gescheiterten Projekten hat der Dachgeber die Statik gezahlt, ich hatte im Vertragsentwurf stehen, daß die Kosten der Statik nur im Erfolgsfall von mir übernommen werden.

    Gruß mwanton

  • Zitat von mwanton

    Würde ich auch so machen.


    Bei meinen beiden an der Statik gescheiterten Projekten hat der Dachgeber die Statik gezahlt, ich hatte im Vertragsentwurf stehen, daß die Kosten der Statik nur im Erfolgsfall von mir übernommen werden.


    Dann hattest du einen guten Vertrag, das ging bei mir nicht, zahle Netzverträglichkeitsprüfung (600EUR), Statik (600EUR) und Dienstbarkeit selbst.
    Viele Glück bei deiner Dachsuche.