Speicher nachrüsten?!

  • Hallo!


    Nachdem mir zur PV-Anlage hier schon gut geholfen wurde, würde ich mich freuen, wenn es auch dieses Mal wieder klappen würde! :-)


    Ich überlege gerade, ob ich mir dieses Jahr noch die Förderung der KFW (Programm 275) mitnehme, da sie ja eventuell zum Jahresende ausläuft.


    Ich habe eine PV-Anlage (10,56kw/p), die bisher im Mittel 11500kw/h/Jahr produziert hat. Ca. 10 Prozent davon nutzen wir selbst, der Rest wird für 14,22 Cent eingespeist. Zusätzlich beziehe ich ca 2500kw/h für 30,5Cent vom Energierversorger.


    Dazu kommt die Lüftungsheizung mit Wärmerückgewinnung und Brauchwasserwärmepumpe zum Heizen. Diese läuft aktuell seperat von der PV-Anlage, da der Energieversorger mir ansonsten die Wärmepumpentarife nicht zur Verfügung stellen wollte. Der Wärmepumpentarif gliedert sich in Haupt- und Nebentarif auf, Kosten liegen hier bei 18 bzw. 14Cent/Kw/h. Der Verbrauch für die Anlage insgesamt liegt je nach Winter bei 5000-6000kw/h.


    Angedacht ist ein Speicher zwischen 8-10kw als Lithuim-Anlage. Ich frage mich allerdings, ob das alles so stimmig ist. Gerade im Winter, wenn wir eigentlich am meisten Strom verbrauchen, würde die Anlage natürlich weniger produzieren. Aber gerne würde ich so autak wie möglich sein wollen, gerade mit der Heizung.


    Kann mir da jemand helfen? ;-)


    Habt schonmal vielen Dank!

  • Moin, wenn du zu viel Geld hast und noch ein teures Hobby brauchst, dann ist das eine gute Idee. Bei Li-Speichern kommst du (noch) auf mindestens 18 Cent pro durchgeleitete kWh. Dazu kommen die rund 10 Cent, die dich die Produktion der kWh durch die PV kostet. Dann liegst du bei rund 28 Cent. Davon geht dann die Förderung ab und es kommt ein Wartungsvertrag drauf (die Anlage wird kundensicher verschlossen und mindestens einmal im Jahr kommt ein Techniker). Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten stellt sich das nicht dar.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Naja


    Was kannst gewinnen? Max die 2.500kWh x 30 ct = EUR 750,-/ Jahr.
    Das aber auch nur, wennst deine Anlage zufällig am Äquator betreibst, sonst ists in der dunklen Jahreszeit eher mau.
    Ausserdem musst noch die entgangene Einspeisevergütung abziehen.


    Ich denke, nicht mal mit selber basteln kannst dir da eine schwarze Null schönrechnen, zudem gibts beim selber basteln
    1. keine Förderung und kostet das
    2. reichlich Zeit und Beschäftigung mit dem Thema


    Qualitäts LiFePO bekommt man übrigns für ca EUR 500,-/ kWh tutti frei Hütte.

    LiFePO ist anders.

  • Moin


    Eine Wartung sollte jede technische Anlage erhalten ob Speicher, WP, Heizung oder PV-Anlage. Wie oft und in welchen Umfang kommt auf die Gegebenheiten an.
    Den Speicher solltest Du nicht unbedingt nach dem Energiebedarf der WP auslegen sondern nach Deinem sonstigen Energie bedarf. von ca. 3650 kWh.Du solltes mit einer Speichergröße von 4,5- 6 kWh auskommen. Deine Autarkie wird dann um die 70% liegen.
    Es wäre noch darüber Nachzudenken die WP, falls es noch nicht geschehen ist, mit der bestehenden PV-Anlage zu koppeln. Sprich soviel Energie wie möglich über die PV - Anlage in der Heizperiode zu produzieren und dafür gegebenenfalls die Pufferspeicher-Kapazität zu erhöhen. Den Umweg über den Batterie-Speicher zu wählen halte ich nicht für den sinnvollen Weg.


    Das alles ist hier nur ein Gedanke und sollte natürlich genauer berechnet werden.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Zitat von Nelson123


    Ich habe eine PV-Anlage (10,56kw/p), die bisher im Mittel 11500kw/h/Jahr produziert hat. Ca. 10 Prozent davon nutzen wir selbst,


    Wie wär`s denn mal damit den Eigenverbrauch zu optimieren :?:
    Du nutzt also 1150 kWh selbsterzeugten Strom und beziehst zusätzlich 2500 kWh vom Versorger. Das entspricht etwa 30 %, da müsste doch bei 10,56kw/p mehr drin sein :?


    Vom Speicher rate ich auch ab, der kostet erstmal nur Geld und frisst die Rendite auf..

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von smoker59


    Du nutzt also 1150 kWh selbsterzeugten Strom und beziehst zusätzlich 2500 kWh vom Versorger. Das entspricht etwa 30 %, da müsste doch bei 10,56kw/p mehr drin sein :?


    Die Aufteilung 1/3 Eigenverbrauchsabdeckung ohne Speicher scheint mir jetzt nicht so arg daneben.
    Mit Speicher ists Pi x Daumen wohl etwa 2/3.


    Bei mir (ca 3.500kWh/ Jahr) stehen seit Nov 2014 ca 60% Autarkie auf der Uhr.
    Seit Anfang März erreiche ich allerdings ca 90% Autarkie mit nur 3kWp und 8,5kWh LiFePO (brutto)


    Ohne sparen, ohne umstellen der Gewohnheiten.

    LiFePO ist anders.

  • Na, ich überlege schon, ob ich nicht die Heizung ebenfalls über die PV-Anlage laufen lasse und dafür die günstigeren Tarife sausen lasse. Aber dafür sollte der Speicher natürlich ebenfalls ausgelegt sein. Welche Größe wäre hier denn sinnvoll?

  • Zitat von Nelson123

    Na, ich überlege schon, ob ich nicht die Heizung ebenfalls über die PV-Anlage laufen lasse und dafür die günstigeren Tarife sausen lasse. Aber dafür sollte der Speicher natürlich ebenfalls ausgelegt sein. Welche Größe wäre hier denn sinnvoll?



    Der Speicher muss mMn mindestens über die Nacht langen, plus etwas reserve wennst es bezahlen kannst.
    Auch in der dunklen Jahreszeit ist nicht so sehr die Speicher Kapa das Problem, sondern was deine PV pro Tag vom Dach holen kann.
    Jener Speicher ist der teuerste welcher nicht arbeitet - weil zB die PV nicht liefert, oder weil er hoffnungslos überdimensioniert ist.


    Wie gesagt, für meine ca 3.500kWh/ Jahr reichen mir 8,5kWh LiFePO.
    Die Autarkie wäre bei mir mit mehr Kapa um nichts höher - dafür bräuchte ich schlicht mehr PV für die dunkle Jahreszeit.

    LiFePO ist anders.

  • Zitat von Nelson123

    Na, ich überlege schon, ob ich nicht die Heizung ebenfalls über die PV-Anlage laufen lasse und dafür die günstigeren Tarife sausen lasse. Aber dafür sollte der Speicher natürlich ebenfalls ausgelegt sein. Welche Größe wäre hier denn sinnvoll?


    Man kann mit PV Strom nicht heizen, sofern Du nicht 100KWp oder mehr auf der Wiese hast.


    Ferner würde auch ich empfehlen den Stromanbieter zu wechseln; > 30 Cent brutto im Bezug ist teuer ... das geht selbt mit grünstem Strom günstiger. Dann den WP Bezug reduzieren, mit "Der Verbrauch für die Anlage insgesamt liegt je nach Winter bei 5000-6000kw/h" darfst Du von nennenswert Heizung über PV Strom träumen, mehr nicht.


    Leider schreibst Du nix zu beheizter Fläche, Köpfe im Haus, Baujahr des Hauses, Standard der Wärmedämmung, Beschaffenheit der Fenster usw. ... aber die 5000-6000KWh erscheinen mir auf den ersten Blick sehr hoch. Da mangelt es ggfs. an der Auslegung der WP, Regelung und Steuerung der WP, Dämmung des Hauses, usw.


    Ansonsten ist die Idee einen Speicher zu haben sehr charmant, denke selbst drüber nach, aber kostet halt Geld und verdient nix dazu.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

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