Wer liefert welchen Zähler

  • Hallo zusammen.
    Sicher schon mal so ähnlich hier gewesen aber ich hab wieder eine neue Konstellation..


    Kunde hat Bestandsanlage aus 11/2011 mit rd. 13 kWp Vergütung damals 28,x cent
    Seit einigen Tagen eine Neuanlage mit 15 kWp.
    Geplant sind beide Anlagen als Überschußanlagebzw. bereits als Eigenverbrauchsanlagen eingebunden.
    Es wird also eine Kaskadenschaltung von Zählern siehe Anhang


    Folgende Frage kann ich aktuell nicht sicher beantworten und den Grundversorger muss ich nicht fragen.
    ( Finanzamt gibt ja auch keine Steuerspartips :D )


    Welcher der Zähler ist eigentlich vom Anlagenbetreiber nun beistellbar ?
    Der Z1 sicher. Nur wie sieht es bei Z2 bis Z4 aus ??

  • Hi,


    bei mir ist vom VNB nur der Bezugszähler.
    Sämtliche Einspeisezähler und natürlich die Erzeugungszähler gehören alle mir und sind von mir bzw. meinen Elektriker montiert.

  • Hi,
    Die erste Anlage hat ja noch einen Erzeugungszähler und einen Zweirichtungszähler vom EVU.
    Die Erzeugung der neuen Anlage wird an der Erzeugung des WR gemessen.
    Die Differenz der Erzeugung und des DV bei beiden Anlagen dürfte eine rechnerische Herausforderung sein.
    Viel Glück bei der rechnerischen Differenzierung.
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Die Einspeisezähler Z3 und Z4 kann der PV-Betreiber stellen. Z2 wird strittig werden.
    Warum wird Z4 nicht vor Z2 in Richtung Verbraucher angeklemmt? Wegen einer Vorrang Zählung? Damit könnte Z2 doch entfallen.


    Welcher der Einspeisezähler ist der Alte und welcher der Neue?

    WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
    ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
    Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest

  • Ralf: So hab ich das auch gehofft DANKE... Ich war nur nicht sicher ...Irgendwann gab es mal Zeit da war es nicht möglich.
    (im Falle des Erzeugungszählers der Altanlage)


    Anion: Ja den Z1 vom EVU gibt es schon; beim Z4 ( das ist der der alten Anlage) die Differenzierung ist machbar.
    Es ist ja ein genehmigtes Schema des VBEW....Abrechnung geht halt nach Formeln die auch beim VBEW zu
    finden sind.


    qualiman: Die Kaskade hat folgenden Sinn:
    Der Z4 zählt Erzeugung bei ca. 28 cent "Einspeisewert"
    Der Z3 zählt 12 cent "Einspeisewert"
    Bedingt durch die Nähe der Altanlage am Netzpunkt und der Nähe der Neuanlage am Verbrauchernetz
    stellt sich ein Impedanzunterschied her.
    Erzeugen beide Wechselrichter z.B. 3000 Watt und der Kunde verbraucht gerade auch 3000 Watt...
    dann kommen die "theoretisch" von der Neuanlage und die 3000 Überschuß der Altanlage gehen
    (für den höheren Einspeisewert) an den Versorger.


    Und genau hier geht es dann ans Um die Ecke denken los: Was ist denn nun besser:
    Wenn der Anschluß erfolgt wie hier seitens VBEW angegeben ....
    Dann fließen im obigen Beispiel bei einer Stunde und den theoretischen konstanten 3000 Watt:
    3 kWh von PV an Verbraucher und 3 kWh von PV an Versorger.


    Z4 Altanlage: 3x 28 cent Einspeisevergütung 84 cent verdient.
    Z3 Neuanlage: neutralisiert einfach den Verbrauch 0 cent verdient
    3kWh Zukauf ( mal 25 cent genommen) 75 cent gespart
    Irgendwann dann noch 2cent EEG Strafsteuer 6 cent für die Raubritter.

    aber bei:
    Z4 Neuanlage: 3x12 cent Einspeisevergütung 36 cent verdient.
    Z3 Altanlage: 3x12 cent Eigenverbrauchsbonus ! 36 (39) cent verdient.
    (tatsächlich hat es rd 37% EV Anteil !! -> 16 cent für >30% daher eher Richtung 39 cent )
    3kWh Zukauf ( mal 25 cent genommen) 75 cent gespart ist wie oben
    EEG Strafsteuer entfällt...


    Was vergessen ? Stimmt es oder hab ich was relevantes übersehen ???
    Wenn das passt dann hat Mehreinspeisung durch die Altanlage preislichen Vorteil.

  • Hi,



    imho stimmt die Kalkulation nicht. Es gilt folgendes für die Kosten von selbst verbrauchtem PV-Strom:


    Erstinbetriebnahme 2011, Aufdachanlage
    Anlagengröße bis 30 kwp, Eigenverbrauchsanteil bis 30%: Kosten PV-Eigenverbrauch 16,74 Cent/kwh
    Anlagengröße bis 30 kwp, Eigenverbrauchsanteil über 30%: Kosten PV-Eigenverbrauch 15,3 Cent/kwh


    Erstinbetriebnahme 9/2015, Aufdachanlage
    Anlagengröße bis 10 kwp: Kosten PV-Eigenverbrauch 12,3 Cent/kwh
    Anlagengröße 10-40 kwp: Kosten PV-Eigenverbrauch 12 Cent/kwh + 30% EEG-Umlage (6,17 Cent/kwh) = 13,85 Cent/kwh


    Ich hab` genau den gleichen Fall und noch zusätzlich eine Anlage aus 4/2013 dazwischen.
    Die neuste Anlage produziert immer den preiswertesten Strom, auch bei Eigenverbrauchsvergütung.


    Hier mein Messschema dazu, die Mess- und Anlagentechnik ist in zwei großen Zählerschränken verbaut:

  • Z1 muß von einem Meßstellenbetreiber kommen, die anderen kannst du selbst kaufen, müssen natürlich geeicht (da zähle ich MID dazu, schreibt sich halt einfacher) sein.
    Die 12,x ct der Neuanlage (ich nehme mal EA1) bekommst du natürlich nur für das was über Z2 geht, nicht, wie bei der Altanlage, für die Gesamterzeugung. Bitte nochmal neu rechnen.
    Wie man geschickterweise anordnet hängt neben dem verbrauchsprofil, der EEG-Umlage, der steuerlichen Betrachtung (Umsatzsteuer ist ja verschieden bei den beiden Anlagen) dann acuh noch von 70% hart oder weich oder RSE ab. Ist hier sicher nicht ganz einfach und hätte man sich eigentlich schon überlegen sollen, bevor die Monteure anrücken ;)


    edit:

    Zitat

    Erstinbetriebnahme 2011, Aufdachanlage
    Anlagengröße bis 30 kwp, Eigenverbrauchsanteil bis 30%: Kosten PV-Eigenverbrauch 16,74 Cent/kwh
    Anlagengröße bis 30 kwp, Eigenverbrauchsanteil über 30%: Kosten PV-Eigenverbrauch 15,3 Cent/kwh


    Sicher? Ich komme auf 16,38 bzw. 12 ct und insbesondre die 12 ist natürlich sehr interessant, auch, weil man ja auch nur für diesen Betrag Umsatzsteuer zahlt (wobei es hier wohl eher um keinen privaten Abnehmer gehen wird, da ist ds nicht so wichtig).

  • Hi,


    Zitat von alterego

    Sicher? Ich komme auf 16,38 bzw. 12 ct und insbesondre die 12 ist natürlich sehr interessant, auch, weil man ja auch nur für diesen Betrag Umsatzsteuer zahlt (wobei es hier wohl eher um keinen privaten Abnehmer gehen wird, da ist ds nicht so wichtig).


    hast Recht, ich hab` die Tabelle vom Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. falsch abgelesen. http://www.sfv.de/lokal/mails/sj/verguetu.htm


    Dann muss es bei mir oben richtig heissen:
    Erstinbetriebnahme 2011, Aufdachanlage
    Anlagengröße bis 30 kwp, Eigenverbrauchsanteil bis 30%: Kosten PV-Eigenverbrauch 16,38 Cent/kwh
    Anlagengröße bis 30 kwp, Eigenverbrauchsanteil über 30%: Kosten PV-Eigenverbrauch 12 Cent/kwh


    Dann ist der selbst verbrauchte Anteil über 30% der 2011er Anlage tatsächlich um 0,3 Cent / kwh günstiger wie selbst verbrauchter Strom aus einer aktuellen PV-Anlage.
    Da das aber laut TS nur 7% des gesamten Stroms sind, rechnet sich`s trotzdem nicht der alten Anlage den EV-Vorrang zu geben, weil der Anteil bis 30% ja mit 16,38 Cent/kwh viel teurer ist.

  • Zitat von Ralf Hofmann


    Da das aber laut TS nur 7% des gesamten Stroms sind, rechnet sich`s trotzdem nicht der alten Anlage den EV-Vorrang zu geben, weil der Anteil bis 30% ja mit 16,38 Cent/kwh viel teurer ist.


    Hatte ich in dem Zahlenwust übersehen, das wird immer haariger das auszurechnen, kommt bei der neuen Anlage ja auch die EEG-Umlage dazu, womit man für die alleine irgendwo zwischen den 12... und 16... ct liegt