Optimales Laderegime für eine OPZV, Experten gefragt

  • Hallo allerseits,
    Ich hab mal eine Frage an die Batterieexperten (z.B. pezibär) hier im Forum. Ich betreibe zur Zeit eine Halbinselanlage bestehend aus Gleichrichter, Wechselrichter und STS (Automatische Umschalteinrichtung bei Überlast) mit einer BAE-Batterie vom Typ 6 OPZV 600. Sie besteht aus 24 Einzelzellen 2V, also 48V Systemspannung. Die Batterien haben eine C 10h-Kapazität angegeben von 705 Ah und empfohlene Ladeerhaltungsspannung von 2,25V pro Zelle +/-1% bei 20 Grad. Zur Zeit werden sie auch so betrieben, das heist sie werden bis 2,25V geladen ohne Bulk oder wie ihr das nennt.. Alle 4 Wochen ist noch eine Ausgleichsladung bei 2,30V für 6 h programmiert. Zur Zeit hab ich damit einen Gesamtwirkungsgrad von ca. 75%, den würd ich gern optimieren. Der GR, WR und STS haben alle zusammen so ca. 75 Watt Verlustleistung, der WR hat allein 45 Watt, läuft aber nur wenn vom Dach weniger als 450watt kommen, also zur Zeit so von 20Uhr bis 6Uhr morgens. Die Anlage soll später malmnach Abschluss der Lern-und Experimentierphase mit einem Studer/PIP oder Victron betrieben werden, bin mir noch nicht schlüssig.
    Hier gehts mir um die optimale Betriebsweise des Akkus in Bezug auf Lebensdauer und Wirkungsgrad, z. B welche Ladeschlussspannung nehmen, wie oft Volladung bis 2,25V, Ausgleichsladung gut oder nicht da verschlossene Batterie u. a.
    Danke schon mal im voraus.
    Achso: BMS oder SOC- Meter hab ich nicht, lade nur spannungsgeführt und mit max. 25A, entnahme nachts ca. 2-3 kWh, mehr nicht.

  • Hallo Rohrbeck,


    geh mal auf die Hoppecke-Seite und lade Dir die Bedienungsanleitung zu den OPZV Akkus runter, da steht allles genau beschrieben.
    http://www.hoppecke.de/content…gehandbuch_verschl_de.pdf


    So wie Du lädst, ist es nämlich nicht optimal. Was hast Du denn für ein Ladegerät, normalerweise sind darin ja schon die Parameter für alle gängigen Typen hinterlegt, da muss man nur auswählen, welche Akkus man hat.


    Wenn ich von meiner 24V Anlage mal hochrechne, solltest Du bis zu 55,8 oder 56 Volt mit voller Pulle laden, bei deinen großen Akkus können das auch gern mal 100A sein. Bei Erreichen dieser Spannung schaltet das Ladegerät um auf Konstantspannung, d.h. der Ladestrom wird ab dann so runtergeregelt, dass die Spannung nicht über 56,4 V geht. So wie Du lädst, werden die Akkus niemals voll.


    Die Ausgleichsladungen kannst Du dir schenken, bei Hoppecke steht ausdrücklich drin, dass die Akkuzellen einmal im Jahr einzeln durchgemessen werden sollten. Wenn dann Abweichungen von mehr als ??? Prozent oder Volt auftreten, dann empfehlen die erst eine Ausgleichsladung.


    Viel Erfolg


    Solar-User

    3,9 kWp Inselanlage, 15 SI Module a 260W, 2x Victron Laderegler MPPT 150/70,
    WR Victron Multiplus 24/5000VA, Speicher mit 24V/750Ah OPZV Hoppecke-Akkus

  • Zitat von Rohrbeck

    ....mit einer BAE-Batterie vom Typ 6 OPZV 600. Sie besteht aus 24 Einzelzellen 2V, also 48V Systemspannung. Die Batterien haben eine C 10h-Kapazität angegeben von 705 Ah und empfohlene Ladeerhaltungsspannung von 2,25V pro Zelle +/-1% bei 20 Grad. Zur Zeit werden sie auch so betrieben, das heist sie werden bis 2,25V geladen ohne Bulk oder wie ihr das nennt.. Alle 4 Wochen ist noch eine Ausgleichsladung bei 2,30V für 6 h programmiert.


    Ihr machts mich fertig :) Die schönen, guten, armen Batterien, gebt sie mir ich will und such eh welche, ich pass auch ganz gut drauf auf :)


    Ladeendspannung 2.4V !!... 2.25V ist Ladeerhaltung für eine USV.. aber keine Zyklische Ladeendspannung da wird das Dinig nie voll.. bei 2.33 hart wäre wo bei 90% .. Wie lang betreibst du es denn das schon so, weil das ist gefährlich, vorallem für OPZV auf Grund der beschränkten Ausgleichsfähigkeit, weil damit bis irgendwoe bei SOC 80-85% im Zyklenbetrieb.. da ist spätestens nach 2-3Wochen eine dicke Ausgleichsladung fällig.. das wird auch von Hoppecke so vorgeschrieben.. wenn das Schon länger so geht .. autsch


    lg Pezi

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

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    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Petzi,das ist nicht richtig! OPZV nie mehr als 2,30V pro Zelle laden,ab dann beginnt das ausgasen! Wir haben 2V 3000Ah Zellen von Hoppecke und die gasen über 2,30V hörbar aus. Kapazität ist bei dieser Ladeendspannung nach jetzt 10 Jahren Nutzung noch 2500Ah bei 200A Entladestrom.


    viele Grüße
    Leon M.

    Wechselrichter: DIY 4kW Sinustrafowandler + 3kW Victron Umbau
    DIY Sinuswandler mit PC Konfiguration und Log-Funktion: RS1512
    Batterie: 200 NiCd Zellen a 375Ah zu 10p20s
    Solarmodule: 24V/4,5 kWp
    Akkumonitor: D.I.Y.

  • Zitat von Leon M

    Petzi,das ist nicht richtig! OPZV nie mehr als 2,30V pro Zelle laden,ab dann beginnt das ausgasen! Wir haben 2V 3000Ah Zellen von Hoppecke und die gasen über 2,30V hörbar aus. Kapazität ist bei dieser Ladeendspannung nach jetzt 10 Jahren Nutzung noch 2500Ah bei 200A Entladestrom.


    viele Grüße
    Leon M.



    Sorry da bist am falschen Dampfer Leon.. 2.4... ist ganz normal im Zyklen Betrieb bei OPZV .. und das erklärt auch wieso deine Kapa nach 10 jahren schon so mager ist .. das sind ja nur mehr 80% bei c12:) Wird dir auch Hoppecke so bestätigen.. bis 2.4V gibts nicht mal eine Ladestromlimitierung

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  • Hmmm,aber bei 2,4V fliegen die Ventilkappen weg,ich glaub nicht das das gut sein kann ;)

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  • Zitat von Leon M

    Hmmm,aber bei 2,4V fliegen die Ventilkappen weg,ich glaub nicht das das gut sein kann ;)


    dann halt dich mal fest.. die Ausgleichsladung bei OPZV wird mit c100 .über 2.4.. das geht noch ne ecke drüber... Man muß hier ganz klr unterscheiden .. Standby und Zyklenbetrieb .. eine Standbybatterie kocht dir aus .. die hält die Spannung ja über 24H 365... eine Zyklenbatterie hat die Spannung ja nur ganz wenige Stunden am Tag.. das sind 2 ganz unterschiedliche Paar Schuhe


    kennst du das Dokument nicht?
    http://www.hoppecke.de/content…gehandbuch_verschl_de.pdf

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  • Nein,kenne ich nicht.
    Vermutlich wollen die damit sichergehen das der Nutzer in wenigen Jahren wieder neue Akkus kaufen wird ;-)
    Also 2,4V über 48h führt definitiv zu Schäden an einer Gelbatterie.Sorry aber ich werde mich nicht an diese PDF halten und freue mich auf die nächsten 10 Jahre Nutzungsdauer mit 2500Ah statt 3000Ah ;-)


    viele Grüße
    Leon M.

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  • Ist ja immer wieder spannend :)
    Nur mal so nebenbei ein paar leider sehr kurz gefasste Hinweise ohne näheres Eingehen auf Zyklenbetrieb
    vom Hersteller selber : http://batterie-siems.de/pdf/b…OPzV_Zelle_dt_2012.12.pdf
    Der Knackpunkt wird immer das Verhältniss von Spannung/Ladestrom /Zeit sein ! Da gibt es ziemlich viele Möglichkeiten...
    Ich denke mit C100 kann man schon eine gewisse Zeit(?) auf 2,4V/Z oder sogar auch noch etwas mehr gehen,
    aber ohne diese Begrenzung wird`s schnell ein Dörrofen:(
    Mit 2,3V/Z und etwas Geduld(?) ist das Risiko sicher wesentlich geringer.
    Pezi, ich würde Leons Praxis-Erfahrung nicht einfach so wegwischen ! Was Hoppecke sagt ändert sich erstaunlich schnell
    seit sie ihre Ersatzstrom-Akkus auch gerne als PV-Akkus verkaufen:) 20Jahre(80%Kapa) im PV-Betrieb ? Niemals, m.M.
    Ob da mehr echtes Wissen dahinter steckt als bei langjährigen privaten Usern bezweifel ich mal. Denen kacken extrem
    viel Akkus ab die genau nach ihren eigenen Hinweisen betrieben wurden!
    lg,
    Philip

  • Zitat von e-zepp


    Mit 2,3V/Z und etwas Geduld(?) ist das Risiko sicher wesentlich geringer.
    Pezi, ich würde Leons Praxis-Erfahrung nicht einfach so wegwischen !


    Wisch ich eh nicht weg .. aber wie du sagst "ZEIT".. und Geduld hat in de rPV Ladung keiner weil die Ladezeit zu beschränkt ist... und genau das ist der Punkt.. die ZEIT die gibt es bei PV Zyklen nicht .. ich weiß selber das die Batterie bei 2.4 AGM usw alle überkochen.. bei langfistiger Ladung.. .. kurzfristig Zyklen kannst sie aber genauso bis 2.5 gehen .. alles eine Frage der Ladetechnik... was mir halt schon in letzter Zeit auffält es wird halt alles immer über einen Kamm geschert wird... ich war ja selber lange der Meinung niedrige Ladeenspanung bei GEL und AGM reichen aus weil ich aus dem USV background komm .. die sache ist aber bei PV klar mit einem J/EIN zu beantworten... dahingehende gehört das Akkuwiki eigentlich grundlegend überarbeitet.. ich frag mich nur wie man das erklären soll.. so das sich da dann jemand noch auskennt


    Jemand der Morgens um 10 Breits auf Ladeend ist kann eine andere Ladeend annehmen wie jemand der erst um12 uhr kommt ... um 14Uhr z.B wirds knapp weil man nicht mal die Absorbtion durchlaufen kann usw usw.. somit ergeben sich da auch Jahreszeitlich Abhängigkeiten ..


    Parallel beispiel siehst z.B bei den ganzen WoMo Leute und den AGM mit der Schnellladung .. da hat keiner Zeit das er Absorbtion durchläuft und wird meist Hart geschalten .. deswegen ist die Ladeendspannung meist gut 0,4V höher.. abgesehen von GEL..


    lg

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