Frage Anschaffungskosten und Abschreibung

  • Hallo,
    ich habe seit 9/ 2013 eine 10 KW Anlage, die Kosten dafür habe ich bei der Abschreibung für übrige Wirtschaftsgüter in der EÜR für 2013 schon angegeben.
    In 2014 kam nun die Rechnung des Elektrikers für das Anschließen des Wechselrichters und die Rechnung für den
    Funkrundsteuerempfänger.
    Für die EÜR 2014 habe ich nun die Kosten (Netto) für den Funkrundsteuerempfänger als Anlagenzugang eingetragen, kommt die Rechnung für den Elektriker da auch rein, weil das ja zu den Anschaffungskosten der PV Anlage gehört, oder kommt das in die Sonstigen Betriebsausgaben?

  • So wie ich das lese, ist die Anlage angeschafft und nicht hergestellt;
    Eigentumsübergang war in 09/13.. aber auf jeden Fall in 2013?
    Und Du hast in 2013 für die Monate 09 (or whatever) bis 12/2013 abgeschrieben?


    Wann ist der Bescheid 2013 ergangen? Ist ein Vorbehaltsvermerk ("Vorbehalt der Nachprüfung"; nicht: Vorläufigkeitsvermerk "teilweise vorläufig") aufgebracht?


    Bitte kurz bestätigen - oder berichtigen. Bzw. bitte Info.
    Sonst wird das zum lustigen wenn-dann-sonst-Geschachtele

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Die Anlage 10 KW / 13100€ Netto war am 30.9. 2013 auf dem Dach und auch angemeldet, da es ein Neubau war wurde der Wechselrichter erst im Dezember angeklemmt als die Stromversorgung zum Haus gelegt wurde.. Die Rechnung für das anklemmen des Wechselrichters kam aber erst im Januar.
    Für 2013 habe ich die 13100€ Anlagenkosten bei der Abschreibung für übrige Wirtschaftsgüter für die Monate 09-12 angegeben.
    Für 2013 habe ich mit der Sonder Afa 279€ abgeschrieben.
    Der Bescheid für die Umsatzsteuererklärung kam im September 2014, da steht der Umsatzsteuererklärung wurde zugestimmt,
    Sie steht damit einer Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

  • O.k. - Komplexer als es der Sache gut tut.
    In beruflicher Sphäre würde ich mir niemals die Zeit nehmen, diesen Sachverhalt "bis in letzte Detail" zu berechnen.
    Entsrpechend verzichte ich auch hier auf die ganz lautere Lehre... und vereinfache ein wenig.
    (Streng genommen handelt es sich von September bis einschl. November wohl um "Anlagen im Bau" - die gar nicht abgeschrieben werden; aber das vergessen wir einfach mal.)



    Es klingt jetzt so,als sie Eigentum und Gefahr an der Anlage am 30.9. übergegangen. Das der Elektriker erst im Dezember vollendete Tatsachen geschaffen hat, vergessen wir - und tun so, als hätten wir am 30.9. ein betriebsbereites Wirtschaftsgut gehabt.
    Demzufolge ist - völlig richtig - ab September 2013 abzuschreiben.


    Abzuschreiben ist von den Herstellungskosten.
    Alle Begriffe "rund um die AfA" sind auch in der Gewinnermittlung nach §4 III an der "normalen" periodengerechten Gewinnermittlung nach §4 I definiert. Der Zahlungsfluss oder Rechnungseingang spielt - wenn es um die Ermittlung von Herstellungskosten und Abschreibungen geht - überhaupt keine Rolle.


    Bereits in 2013 hättest Du also die Rechnung vom Elektriker aus 2014 mit einbeziehen "müssen". (Keine Panik.. Die Todesstrafe ist abgeschafft. Und ich würde auch mal drauf tippen, dass hier - obwohl es sich nicht um versehentlich unterlassene Abschreibungen handelt, die hier jemand dauerhaft und endgültig AfA-Volumen vernichtet. So spitz denkt eigentlich keiner bei der Veranlagung).
    Anmerkung: versehentlich unterlassene AfA wird nachgeholt, indem der Restbuchwert auf die Restnutzungsdauer verteilt wird; absichtlich unterlassene AfA darf nicht nachgeholt werden. (Dies nur am Rande)


    Somit sind wir dann unterm Strich bei einer Gesamtlösung, die zwar so nicht im Gesetz steht - aber wohl jeder mitmacht:
    (RBW per. 31.12.13 + "nachträgliche" AHK aus 2014) / 236 x 12 = AfA 2014 (und folgejahre). sofern nicht noch eine Sonder-AfA mit herumgeistert

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