Ideenaustausch zur Halbinsel

  • Moin Zusammen,
    mich würden mal eure Ideen zu einer Anlage Interessieren, welche ich gerade in Planung habe. Bisher sind noch keine Komponenten gekauft ;-)
    Meinung zu Dimensionierung usw.
    Grundidee ist mit einer Basisvariante anzufangen und dann bei gefallen in der Praxis in eine nächste Ausbaustufe zu gehen. Das Ganze soll als Insel bzw. Halbinsel laufen.
    Das Bild anbei zeigt es schon. 4x 255Wp Module parallel auf einen TOYO MPPT Solar Laderegler 12/24V 40A – drei davon sollen sich laut Hersteller parallel schalten lassen um 120A Ladestrom zu erreichen. Das Ganze soll dann pro Ausbaustufe auf eine Batteriebank 24V/280Ah gehen. (schwarzes System auf Bild)
    Dahinter soll dann ein Sinus Wechselrichter kommen. 5000W 24V/230V z.B. von Solartronics
    Kennt jemand diesen Wechselrichter mit Netzumschaltung? „WT-Combi ECO (5000W 24V)”
    Mit dem ließe sich doch eine Netzunterbrechung ausschließen? oder? Ist so etwas zulässig?
    Das Ganze soll dann in den Haussicherungskasten gehen – dort möchte ich partiell einzelne Räume bzw. Sicherungen auf die Insel/Halbinsel legen. L1_insel und N_insel werden selbstverständlich separat geführt.
    Sollte das so weit gut laufen könnte da ein zweites und drittes System paralle dazu vorstellen (blaues System auf Bild)
    Das ganze Haus werde ich nicht damit treiben können – Küche (3Phasen Herd) und Werkstatt würden weiterhin über den energieversorge laufen.
    Angedachte Komponenten
    1 TOYO MPPT Solar Laderegler 12/24V 40A
    1 Solartronics 5000W 24V oder Sinus Wechselrichter WT-Combi ECO
    2 BSA Solarbatterie 280Ah
    4 Solarmodul LG 255 S1K-A3 mono BLACK


    Kritik in jeder Form ist herzlichst Willkommen

  • Hallo Wolle,


    in deiner Prinzipschaltung fehlt noch eine Verbindung: Die zweite Batteriebank gehört parallel an die erste angeschlossen, so dass die gesamte Akkubank für die beiden Laderegler und den WR als eine Einheit erscheinen.


    mfg


    Solar-User

    3,9 kWp Inselanlage, 15 SI Module a 260W, 2x Victron Laderegler MPPT 150/70,
    WR Victron Multiplus 24/5000VA, Speicher mit 24V/750Ah OPZV Hoppecke-Akkus

  • Solar-User: ja! du hast recht - mein Fehler


    alterego: spricht den etas gegen einen zu großen WR? Mit Hinblick auf die Erweiterungsabsichten?


    Zwei Ideen spielen gerade in meinem Kopf herum.
    Die vorgestellte Idee, als Self Made Variante - klein Anfangen und groß werden


    Zweite Idee ist eine Anlage im Maßsstab vom Solar-User, allerdings mit Netzeinspeisung um KFW Mittel nutzen zu können.
    Aktuelle Stromkosten würden dann umgeleitet werden und die KFW Tilgung übernehmen... zu einem Teil.
    Hier muss allerdings dann ein Solteur ran

  • Ich möchte relativ in Bezug auf die Batterie unterstützen. In AGMs wird das Elektrolyt (mehr oder weniger) mit Hilfe einer Glasfasermatte am freien Fließen behindert (es kann sich also eine Säureschichtung ausbilden, die man aber nicht wieder beseitigen kann; so eine Batterie stirbt dann von unten her an Sulfatierung). In manchen Ausführungen werden die Matten und Elektroden eng umeinander gewickelt. In dieser Ausführung sind die Batterien dann extrem rüttel- und schüttel-fest. Das wird man in einer PVA nur äußerst selten brauchen. Wenn es unbedingt eine wartungsfreie Batterie sein soll, dann nimm eine Gel-Traktionsbatterie. Preisgünstiger sind die Batterien mit Flüssigsäure; zusätzlich verzeihen sie einem so einige Fehler (außer lang anhaltenden Tiefstentladungen).

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo,

    Zitat von jdhenning

    (es kann sich also eine Säureschichtung ausbilden, die man aber nicht wieder beseitigen kann;


    Gel und AGM haben keine Säureschichtung, das ist ein Irrglaube!
    Bei Flüssigsäurebatterien hat man schon nach dem 1. Zyklus eine Säureschichtung. Sie wird entweder mit Betrieb bei Gasungsspannung oder mittels Elektrolytumwälzung beseitigt.

    Zitat von jdhenning

    Preisgünstiger sind die Batterien mit Flüssigsäure; zusätzlich verzeihen sie einem so einige Fehler (außer lang anhaltenden Tiefstentladungen).


    Das ist völlig richtig und einem Anfänger würde ich in jedem Fall dazu raten!
    Stromdachs

  • Zitat von stromdachs

    Gel und AGM haben keine Säureschichtung, das ist ein Irrglaube!


    Da muss ich ein wenig widersprechen. Bei jeder Pb-Batterie entsteht beim Laden konzentrierte Schwefelsäure, die mit 1,84 kg pro Lieter fast doppelt so schwer ist wie Wasser. In einer normalen Flüssigsäure-Batterie läuft diese konzentrierte Säure in und an den Elektroden abwärts. Beim Entladen wird dem Elektrolyt Schwefelsäure entzogen, das Elektrolyt wird also leichter als die umgebende Schwefelsäure (rund 1,28 kg/l) und steigt auf. Da der Unterschied im spezifischen Gewicht sehr viel kleiner ist, ist der Effekt der Schichtenbildung beim Entladen also deutlich abgeschwächt.


    Bei einer Flüssigsäure-Batterie ist der Effekt am stärksten ausgeprägt (siehe auch das Batterie-Wiki: http://wiki.polz.info/doku.php?id=sulfatierung); ein Zyklus wird nicht ganz reichen aber nach fünf/sechs Zyklen hat man schon eine ausgeprägte Schichtung.


    Bei einer AGM-Batterie kann sich die Säure auch frei bewegen, allerdings wird sie zwischen den Elektroden in ihrer Bewegung stark abgebremst; innerhalb der Elektroden gilt das nicht. Deshalb haben auch die (angeblich) zyklenfesten AGMs nur 800 Zyklen bei 50% DOD (depth of Discharge; Entladungstiefe). Bei einer PzS-Staplerbatterie kommt man bei der gleichen Entladungstiefe auf 2.900 Zyklen und die Batterie ist auch noch preiswerter.


    Bei der Gel-Batterie ist das Elektrolyt in einer puddingartigen Masse fixiert, aber immer noch beweglich (sonst könnte die Batterie überhaupt nicht funktionieren). Folglich gibt es auch (theoretisch) bei einer Gel-Batterie eine Säureschichtung. Vermutlich dürfte die Batterie schon an Alterschwäche gestorben sein, bevor sich diese Schichtung im Verhalten deutlich bemerkbar macht.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)