Inselanlage bei bereits bestehender PV-Eigenverbrauchs-Anlag

  • Hallo,


    ich denke gerade über eine eigene Insel nach.


    Da hätte ich noch ein Garagendach mit ca. 3,3 x 11 m das mit 2% fast genau nach Süden fällt. Da könnte ich schön 2,5-3,5 KWp Ost/West draufpacken.
    Dann soll noch eine Terrassenüberdachung aus PV-Glas/Glas-Modulen erstellt werden. Ebenfalls um die 3 KWp.
    Batterien könnte ich evtl. recht günstig beziehen. Ich habe da einen Bekannten, der in ganz Deutschland Notstromanlagen mit Batterien versorgt. Die bauen öfters mal Anlagen nach ein paar Monaten wieder ab, weil sich die Planung doch nochmal geändert hat. Da könnte ich mich evtl. an der 'Entsorgung' beteiligen. Notfalls würde ich auch 3.000.- EUR für die Akkus in die Hand nehmen. So eine Insel ist ja auch irgendwie eine prinzipielle Entscheidung.


    Stromverbrauch für's Haus ca. 3.500 - 4.000 KWh/a.


    Jetzt habe ich 'leider' schon seit 2011 eine 2,4 KWp-Anlage auf dem Hausdach. Diese erzeugt ca. 2700 KWh im Jahr, von denen ich etwa 1300 selbst verbrauche und nach damaliger Regel vergütet bekomme. Um eine weitere Anlage nach EEG ans Netz zu bringen, müsste ich eine Zählerkaskade realisieren. Die ganze Elektrik incl. Kasten ist 10 Jahre alt, genießt aber nur noch Bestandsschutz, nachdem sich die TAB des VNB geändert hat. Ich bräuchte also einen zusätzlichen Kasten nach neuer TAB für den zusätzlich notwendigen Zähler. Das wäre ein großer Aufwand mit geringem Nutzen. Dann noch das Terrassendach, was ich wohl nicht als Dachanlage durchbringen würde. So komme ich zur Insel.


    Die Sache mit dem MPP PIP / Voltacon Conversol / usw. fände ich ganz interessant. Allerdings kann ich dann keinen nennenswerten Eigenverbrauch von der bestehenden PV-Anlage mehr nutzen. Diese würde faktisch voll einspeisen, mal von ein paar wenigen KWh Direktverbrauch im Winter abgesehen.


    Die neue Garagenanlage wäre ja grundsätzlich noch EEG-machbar. Das Terrassendach eher nicht. Schön wäre also eine Lösung, bei der ich das Terrassendach als Insel-Generator verwende aber notfalls noch auf die Leistung der (dann) beiden EEG-Anlagen zurückgreifen könnte. Gibt es da Lösungen?


    Thomas

  • Zitat

    Die Sache mit dem MPP PIP / Voltacon Conversol / usw. fände ich ganz interessant. Allerdings kann ich dann keinen nennenswerten Eigenverbrauch von der bestehenden PV-Anlage mehr nutzen. Diese würde faktisch voll einspeisen, mal von ein paar wenigen KWh Direktverbrauch im Winter abgesehen.


    Das siehst du falsch.Du könntest den nicht selbst verbrauchen Strom mit hilfe des Netzladegerätes in eine Batterie laden.
    Dafür eignen sich aber Victron o.Studer geräte besser da sie nur den überschuss entnehmen bis Batterie geladen.
    Nur der Rest wird eingespeist.

  • Danke relativ!


    Du meinst also, das Terrassendach z.B. über die Victron-MPPT (oder wie die Dinger heißen) auf die Batterien. Somit wäre diese Anlage außerhalb EEG usw.


    Die bestehende Anlage über 230V-Ladegeräte auf die Batterien. So könnte ich zusätzlich über Eigenverbrauch laden.


    Richtig?


    Thomas

  • Nein ,der PIP sowie auch der Victron haben ein internes Netzladegerät.Und deine EEG anlage erzeugt tagsüber
    Netzstrom den du nicht verbrauchen kannst.Den Victron Inselwechselrichter hängst du nur an die Bestehende
    unberührte EEG anlage.Sie speißt wie gewohnt ein.Der Victron nimmt sich nur den Strom der nicht direkt bei
    dir im Haushalt verbraucht wird und läd damit die Batterie .Ist die Batterie voll ,beendet er auch das Laden und
    der Überschussstrom wandert vergütet ins Netz.
    Du könntest also auch darüber nachdenken die neue Anlage auch als EEG anlage zu planen und deinen
    Eigenverbrauch mit Hilfe von einer Batterie und Victron zu optimieren.

  • Ah, ich glaube jetzt hab' ich es kapiert :-)


    Bisher wollte ich dem Insel-WR das Laden am Netz verbieten.


    Ich könnte also die Terrasse direkt an den Insel-WR anschließen. Somit keine EEG-Anlage. Mit 3 KWp reicht die im Sommer häufig zum Laden aus. Zusätzlich kann natürlich über den Netzanschluss geladen werden. Dann mit Strom aus der/den EEG-Anlage(n).


    Problem jetzt: Wie kann das gesteuert werden:
    Priorität 1: von Terrasse (kann keine EEG Dachanlage werden, somit der billigste Strom)
    Priorität 2: wenn nicht ausreichend von EEG-Anlagen


    Wie kann ich automatisch entscheiden lassen, ob zusätzlich von EEG geladen werden muss, weil es die Anlage der Terrasse heute nicht mehr packt? (Schlechtes Wetter/Winter) Wäre ja blöd, wenn der Akku mittags voll ist und die Terrasse unnütz von der Sonne angestrahlt würde.


    Wie kann ich dem WR mitteilen, dass er nur den Überschuss von EEG zieht?


    Gibt's da WR mit entsprechenden Ladestrategien?


    Thomas

  • Zitat


    Wie kann ich dem WR mitteilen, dass er nur den Überschuss von EEG zieht?


    Die Kostelation macht am meisten Sinn wenn die 2,Anlage ebenfalls einspeist.
    Kosten/Nutzen
    Wie kann ich dem WR mitteilen, dass er nur den Überschuss von EEG zieht?
    Das merkt er selber.Er hat einen AC input und einen output.
    Die EEG anlage wird am Output angeschlossen(so wie auch deine Verbraucher)
    Der Strom fließt vorzugsweise zu den Verbrauchern.Wird in den WRs mehr verbraucht als erzeugt wird,
    mischt der Multiplus 1,Priorität Batteriegenerierten Strom zu.Wenn Batt erschöpft wird vom AC in Netzstrom
    eingeleitet.Umgekehrt wenn mehr Strom als verbraucht werden kann vorhanden merkt er automatisch
    weil Netzspannung erhoht sich automatisch wenn weniger verbraucht als erzeugt wird.Zwischen In und
    out entsteht eine Differenz und das Ladegerät wird dann aktiv.

  • relativ


    Ich habe aktuell eine Anlage mit 2,4x KWp.
    Ich kann/möchte noch zwei Anlagen zubauen. 1 x Garage mit ca. 3 KWp und das Terrassendach mit ebenfalls um 3 KWp.


    Garage geht als EEG-Anlage mit Überschusseinspeisung. Dann muss ich zwar einen neuen Zählerschrank anbauen, aber OK.
    Hätte ich nur diese beiden Anlagen (Garage und Bestand) wäre dein Vorschlag mit dem Multiplus super.


    Terrassendach kriege ich bei meinem Netzbetreiber nicht als Dachanlage durch. Somit macht EEG hier keinerlei Sinn. Diesen Strom müsste ich vorrangig unterbringen. Aber ohne die Möglichkeit einer ungewollten Einspeisung.


    Thomas

  • was kann der Netzbetreiber gegen eine PV Anlage auf einer Terrassenüberdachung haben, bzw. warum die ganzen Insel-Überlegungen
    Kommt mir reichlich unnötig kompliziert vor das Ganze

  • Hallo,
    ob es stimmt weis ich nicht genau, aber eine abgenommene Einspeisealage darf nicht so ohne Weiteres vom Betreiber erweitert/verändert werden. Das hat Konsequenzen und es könnte sein, das er seine bisher "gute" Einspeisevergütung dabei verliert.
    Hab da mal im neuen EEG von August 2014 so was gelesen, ist wohl seitdem nicht einfacher geworden.
    Wenn TS es nicht selbst macht (Schwarzbau oder so ähnlich...) wird ihm der Fachbetrieb schon sagen was "Phase" ist.


    Wenn neue Anlage, dann separat und Finger weg von der bestehenden Anlage. Ob sich das heute noch lohnt....???


    Und wenn TS eine Insel aufbauen will, ohne eine einigermaßen dicke Batterie geht da nicht viel.
    Stromdachs

  • Zitat von stromdachs

    Hallo,
    ob es stimmt weis ich nicht genau,


    für solche Fälle hat Dieter Nuhr den passenden Rat bereit.
    Oder einfach erst einmal sich erkundigen wie die Lage ist, und dann erst schreiben
    wenn nämlich jeder der etwas nicht genau weiß, das hier auch ausführlich postet, wirds schnell unübersichtlich


    Zitat von stromdachs

    aber eine abgenommene Einspeisealage darf nicht so ohne Weiteres vom Betreiber erweitert/verändert werden. Das hat Konsequenzen und es könnte sein, das er seine bisher "gute" Einspeisevergütung dabei verliert.


    das ist leeres Blabla.
    Wenn der TS eine weitere PV Anlage errichtet und in Betrieb nimmt, dann muß er dazu eine vorhandene Anlage nicht "erweitern" oder "verändern". Er errichtet einfach eine weitere dazu. Für die bestehende Anlage hat das keine Konsequenzen, und daß er seine bisherige Einspeisevergütung "verlieren" kann, ist schlicht und einfach FALSCH.


    Zitat von stromdachs


    Hab da mal im neuen EEG von August 2014 so was gelesen, ist wohl seitdem nicht einfacher geworden.


    was hast du denn da im neuen EEG gelesen, und warum sollte etwas "seitdem" einfacher oder nicht einfacher werden?


    Zitat von stromdachs


    Wenn TS es nicht selbst macht (Schwarzbau oder so ähnlich...) wird ihm der Fachbetrieb schon sagen was "Phase" ist.


    sinnfreie Worthülsen...