Anschluss/Steuerung eines el. WW-Bereiters bei Inst. PV

  • Ist-Situation:
    Fussbodenheizung und Warmwasserbereitung (Vaillant eloSTOR VEH 200/5) eines Hauses liegen auf HT/NT.
    Zusaetzlich gibt es noch einen Allgemeintarif fuer alle anderen Verbraucher.


    Nun wird eine 10 kWp PV gebaut.
    Die Heizung ist natuerlich nicht ernsthaft damit betreibbar, das Warmwasser (v.a. in der hellen Jahreszeit) dagegen schon.
    Der WW-Bereiter bietet als Anschlussmoeglichkeiten Einkreis oder Zweikreis. Jetzt koennte man diesen einfach einkreisig an den Allgemeinstrom anschliessen und eine Steuerung fuer PV-Ueberschuss bauen.


    Aber bei wenig Sonnenstrom wuerde dann der teure Allgemeinstrom benutzt werden muessen.


    Hat jemand eine Idee wie man PV und NT-Tarif kombiniert werden kann?

    lg kassi


    5,72 & 8,55 & 6,75 & 9,88 & 5,5 kWp & 390 Wp auf Womo
    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


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    Einmal editiert, zuletzt von kassiopeia ()

  • 2 Leistungsschütze vorschalten, die gegeneinander verriegelt sind und über ein Hilfschütz mittels Öffner / Schließer geschaltet werden. Ohne PV-Überschuss ist Schütz 1 angezogen und verbindet den Erzeuger mit dem NT-Netz. Ist PV-Überschuss vorhanden, dann zieht Schütz 2 an (Schütz 1 fällt ab) und verbindet den Erzeuger mit dem Normalnetz, das mit der PV verbunden ist.


    Servus
    Manfred

  • Danke fuer die Ideen.
    Ich hatte mich etwas unklar ausgedrueckt, auch HT ist billiger als der Allgemeinstrom.


    Daher klingt die Loesung mit den verriegelten Schuetzen verlockend.
    Also wahlweise HT- und NT-Anschluesse zweikreisig oder Allgemeinstrom einkreisig, macht 15 geschaltete Kabel - puh.


    Verkraftet denn ein moderner WW-Bereiter das staendige Umschalten per Schuetze? Es ist ja nicht, wie frueher, einfache Mechanik, die dahinter steckt.


    Und wie beeinflusst das die interne Steuerung? Zweikreisig angeschlossen heizt er ja nur (oder vorrangig?) wenn das NT-Signal kam. Was passiert nun bei Umschaltungen?


    Macht es evtl. Sinn stattdessen zweikreisig NT und Allgemeinstrom dauerhaft anzuschliessen?
    Dann wuerde das Wasser aber vorzugsweise nachts mit NT geheizt werden, und nicht tags mit PV...

    lg kassi


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  • Hallo,
    wieviel Wasser muss/soll den aufgeheizt werden? Mit einer 10kWp-Anlage am Boiler kannst Du bei gutem Wetter (geschätzt) 1000L Wasser von 20° auf 80° bringen....vielleicht sogar noch mehr!
    Wenn genug heißes Wasser da ist, reicht das doch auch mal für paar Tage zur Überbrückung.
    Du hast einen zweikreisigen Anschluß, ich würde denken, den einen Kreis an den NT anzuschliesen und den 2. Kreis an die PV.
    Heizen mit Kreis 1 wird er nur, wenn die eingestellte minimale Temperatur unterschritten wird - also im Sommer (praktisch) nie.
    Und das kann er nur, wenn der NT freigegeben ist.
    Der Steuerung dürfte das völlig egal sein! Bei Stromausfall muß sie auch sehen, wie sie später wieder zurecht kommt.
    Stromdachs

  • Dafür gibt es Zählerkonzept 13 http://www.photovoltaikforum.c…izun-p968348.html#p968348 bietet aber nicht jeder Netzbetreiber und kostet wohl auch etwas mehr für die Zweirichtungs-Zweitarifzähler (Erzeugungszähler braucht man natürlich nicht, wenn man nachweist gar nicht mehr als 10000kWh/a erzeugen zu können).
    Irgendwo in den TAB steht auch was, wie das mit "fest angeschlossen" bei HT/NT-Tarif genau ist, Relais ist zwar einafch, aber möglicherweise nicht erlaubt.


    Wieviele Phasen (also Heizkreise) hat der Speicher? Ist da wirklich Elektronik drin (was ich jetzt schnell gegockelt habe, eher nicht)? Wenn es mehr als eine ist, könnte man eine (oder zwei) auf den Hausstrom legen und halt bei PV-Überschuß schalten. Müßte man noch schauen, daß man die Nullleiter damit nicht überlastet, wenn man das eigentlich dreiphasige Gerät nicht symmetrisch betreibt.
    Wenn es gut zugänglich ist, könnte man dann noch einfach morgens die Temperatur etwas hochdrehen und abends zurück.

  • Du meinst ... kWh ... könnte ...
    Es geht ja nicht um eien Insel sondern um einen Einspeiseanlage, wenn ich das richtig sehe. Und irgendjemand schein irgendwann (als das noch billig war) beschlossen zu haben 100% elektrisch zu heizen.
    BTW: PV oder nicht, eine BWWP wäre auch zu überlegen. Eine andere Heizung ist ja wohl nciht in Planung, wird schon seine Gründe haben.

  • Zitat von alterego

    Dafür gibt es Zählerkonzept 13 http://www.photovoltaikforum.c…izun-p968348.html#p968348 bietet aber nicht jeder Netzbetreiber und kostet wohl auch etwas mehr für die Zweirichtungs-Zweitarifzähler


    Das klingt interessant, danke fuer die Info. Da muss ich nur noch 'rausfinden ob ich das beim betreffenden vnb umsetzen kann.


    Zitat

    Wieviele Phasen (also Heizkreise) hat der Speicher?


    Vier sind's, entsprechende Leistung zwischen 2 und 7,5 kW.


    Das mit der el. Heizung war natuerlich der Vorbesitzer, dementsprechend war das Haus sehr guenstig im Kaufpreis.
    Leider kann (ausser Kamin) keine Alternativheizung eingebaut werden ohne das ganze Haus zu verschandeln (zumindest nach dem Geschmack der jetzigen Besitzer...)

    lg kassi


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    Ioniq electric seit 5/2017, Prius aus 2005 wurde Anfang 2019 durch Tesla Model 3 ersetzt


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  • Warmwasser über Strom..., wer kommt denn auf so eine Idee (außer ich, aber da dreht es sich um ungenütze Überschüsse einer Insel) ? ich würde auf jeden Fall das Gerät durch eine Wärmepumpe ersetzen, dass sollte realtiv einfach und kostengünstig möglich sein. Selbst LuftWP ist besser als direkte Stromheizung, quasi per Tauchsieder. Und wenn es nur fürs Brauchwasser ist...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...