PV bei Neubau - Kostenersparnis?

  • Hallo zusammen,


    demnächst planen wir den Bau eines EFH. PV steht grundsätzlich auf dem Wunschzettel, aber letztlich wäre es eine "nice to have"-Geschichte. Daher also auch einer der ersten Punkte, wo man den Rotstift ansetzen könnte.


    Soweit ich mich im Forum schlau gemacht habe, lassen sich Anlagen kapp unter 10 kWp auf Bestandsgebäuden im günstigsten Fall für um die 1300 €/kWp installieren (natürlcih stark von den jeweiligen Bedingungen abhängig). Gibt es eine Daumenregel, was man ungefähr sparen kann, wenn man PV schon gleich bei der Erstellung des Dachs (und des Stromanschlusses) mitmachen lässt? Dieser Betrag ginge ja durch die Lappen, wenn man erstmal noch zuwartet (aber natürlich Leerrohre, etc. schon vorsieht).


    Vielen Dank!

  • Hallo,


    klar kann man hierbei sparen.


    Das Gerüst steht ja sowieso und kann mitbenutzt werden.
    Im Zuge der Neueindeckung kann der Dachdecker gemäß Vorgabe noch schnell die Dachhaken mit montieren.


    Das machen die in der Regel für einen schmalen Taler Gleich mit.



    Ein weiterer Punkt wäre die "interne" Umschichtung von Kosten zwecks MwSt. Rückerstattung, spreche dazu deinen Elektroinstallateur an.
    Das geht aber nur, wenn er auch gleichzeitig der Solarteur ist.


    Viel Spaß
    Sunbreeze

    .....kostenloser Käse gibt es nur in der Mausefalle....

  • Zitat von SunBreeze

    Ein weiterer Punkt wäre die "interne" Umschichtung von Kosten zwecks MwSt. Rückerstattung, spreche dazu deinen Elektroinstallateur an.
    Das geht aber nur, wenn er auch gleichzeitig der Solarteur ist.


    Das klingt nach Steuervergehen oder Steuerhinzerziehung, zumindest aber nach einer sehr kreativen Auslegung der Steuergesetze bis an den äußersten Rand. Dazu sollte sich der Solarteuer auch im Steuerrecht auskennen und sonst lässt man den Punkt vielleicht besser bleiben.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Naja von der Optimierung lässt sich kein gestohlener Ferrari auf dem Schwarzmarkt o. ä. kaufen, höchstens ein paar höherwertige Fliesen im Baumarkt, und schon ist die "Optimierung" wieder zurück im Kreislauf.


    Schaut doch mal was da bei Imtech gerade los ist und was die mit unseren Steuergeldern veranstalten. (BER Abschlagszahlung ohne Gegenleistung, Bilanzfälschung im großen Stil und wetten die kommen damit ohne Probleme durch weil einfach keiner mehr durchblickt)


    Muss jeder selbst abwägen wie er was als Häuslebauer optimiert, es ist nur eine der genannten Möglichkeiten auf die Frage des TE.


    Grüße

    .....kostenloser Käse gibt es nur in der Mausefalle....

  • Zitat von GWeberJ

    demnächst planen wir den Bau eines EFH. PV steht grundsätzlich auf dem Wunschzettel, aber letztlich wäre es eine "nice to have"-Geschichte. Daher also auch einer der ersten Punkte, wo man den Rotstift ansetzen könnte.


    Falsch. Man muss die EnEV erfüllen. Darin ist ein min. Anteil an regenerativer Energieversorgung vorgeschrieben. Den Rotstift muss man dann woanders ansetzen. Es gibt viele Positionen im Neubau, die man ohne Probleme preiswerter gestalten kann. Der Sanitärbereich, Fliesen, Türen, Fenster. Böden usw. gehören dazu. Dort wird häufig mit dem Argument "man baut nur einmal" zu teure Materialien verwendet. Dort kam man locker ein vielfaches der Kosten einer PV-Anlage sparen. Mehrere Angebote für jedes Gewerk einholen und vergleichen. Auch durch ungünstige Gestaltung des Grundrisses kann man dann auf Grund der notwendigen Statik unnützer weise viel zusätzliches Geld ausgeben. Einfach den Statiker fragen, was man tun kann um weniger Eisen in den Decken und Stützen zu benötigen. Viel Eisen bedeutet hohe Kosten.

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • Ja, bei einem Neubau kannst du auch gleich die Ziegel sparen. Aber bei Indach steckt D noch in den Kinderschuhen. :wink:
    Wo kommt dein EFH hin?
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von ecopowerprofi

    Den Rotstift muss man dann woanders ansetzen. Es gibt viele Positionen im Neubau, die man ohne Probleme preiswerter gestalten kann.


    bei einem neubau ist meiner meinung nach pv pflicht.
    die kosten dafuer machen nur einen geringen bruchteil der gesamtkosten aus.


    wer neu baut, und noch nicht mal eine pv mitbauen kann, weil er dafuer das geld nicht hat,
    sollte es besser gleich sein lassen. :juggle:
    sonst sitzt er spaeter im rohbau, und kann nicht fertigstellen, weil die kohle ausgegangen ist. :roll:

    sonnige gruesse aus THAILAND,
    towa


    1. Off-Grid SMA SMC6000TL + SMA Island 6.0 - Lifepo4 48V, 320Ah - 6.5 kWp (NOTC)
    2. Off-Grid PIP2424MSX - 2.0 kWp (NOTC) - Lifepo4 25V, 400Ah

  • Die Anlage kann natürlich etwas günstiger werden.
    Dein Vorteil wäre aber, dass du von Anfang an schon PV Strom hast und nicht erst ein paar Jahre Atomstrom verbrauchst.
    Wenn du Zeit hast, kommst du vielleicht sogar besser weg, wenn du auf ein Schnäppchen wartest.... Die schneien ja immermal wieder rein.

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Ich sehe keine Kostenersparnis wenn du die PV beim Neubau gleich mit planst.
    Das Thema gerüst macht ca 150 euro aus. Dabei werden dir der ein oder andere solateur diese kosten anderweitig unterjubeln.


    Wir haben auch 1 Jahr nach Fertigestellung unsere PV aufs Dach gemacht.
    Wüsste wirklich nicht was ich gespart hätte. Zumal das nicht der gleiche Elektriker gewesen ist


    Baut ihr selber oder alles ober GU / Bauträger ?

    28 x Heckert Nemo P60 260watt ( 7,28 kwh )
    Schletter Flachdach Ost West System
    Fronius 6.03M

  • Man spart schon was. Gerüst was den Namen Wert ist kostet auchbsicher mehr als 150 Euro. Nimm das mal 3, mindestens.


    Zählerplatz, Kabelführung, etc. vorbereiten spart auch etwas.


    Statik für PV gleich mitrechnen lassen spart nochmal ein bisschen.


    Vom Dachdecker Haken setzten lassen spart mMn nicht viel. Am besten legen die erst alle Ziegel und man setzt die Haken danach. Sonst verliert man beim Dachdecken so viel Zeit, das lohnt sich nie und nimmer.


    Am meisten spart man durch gute Planung, indem man Komplikationen vermeidet und das (Süd-) Dach möglichst sauber lässt. Also keine Entlüfter, Fenster, Sat-anlagen auf die PV Fläche. Oder Fenster wenigstens gut ins PV Raster integrieren.
    Wenn man früh mit der PV Planung einsteigt kann man sogar Dachform, Ausrichtung und Dachmaße auf PV auslegen (siehe z.B. mein Avatar).


    Vorsicht wenn man mit Architekt nach HOAI baut, dass man die PV Summe aus der Bausumme raushält. Sonst hat man ruck-zuck Architektenkosten auf der PV Seite.


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH